Unser Gebäude in Düsseldorf

Chromfolierungen – was muss ich beachten?

Die Individualisierung von Fahrzeugen, allgemein als Tuning bekannt, ist nach wie vor weit verbreitet und beliebt. Ein beliebter Trend Trend in der Szene ist das Bekleben mit hochglänzender Folie. Doch vorher sollten Autofahrer die Rechtslage und mögliche Folgen diesbezüglich kennen.

Chromfolierungen können gesetzeswidrig sein

So eine Chromfolierung kann oft richtig gut aussehen – doch Vorsicht, hier ist nicht alles erlaubt, wie die KÜS im Folgenden informiert. Das Tattoo für das Fahrzeug, also die Beklebung mit individuell ausgesuchter Folie, ist inzwischen im Straßenverkehr mehr und mehr zu bemerken. Korrekt angewendet findet man sie etwa bei Taxis, aber auch bei den Autos der Polizei. Die Fahrzeuge haben eine bestimmte ursprüngliche Farbe und werden dann mit Folie beispielsweise in das Hellelfenbein der Taxis oder das spezielle Design der Polizei umgestaltet. Viele Autobesitzer folieren ihre Fahrzeuge zum Schutz des Lacks oder vor Steinschlägen. Sie schätzen dabei vor allem den höheren Wiederverkaufswert des Autos und einen gut erhaltenen äußeren Zustand. Inzwischen geht der Trend jedoch zu hochglänzenden, sogenannten Chromfolierungen. Sieht schick aus, ist aber nur sehr bedingt erlaubt!
Einigkeit herrscht darüber, dass komplett mit Chrom- oder Spiegelfolie beklebte Fahrzeuge eine Gefährdung darstellen können. Solche Oberflächen können Sonnenstrahlen oder das Licht, etwa von den Frontscheinwerfern entgegenkommender Autos, stark reflektieren. Das kann andere Verkehrsteilnehmer irritieren oder sogar blenden. Eine Verkehrsgefährdung ist dann nicht mehr auszuschließen. Anders sieht es bei kleineren verchromten oder mit Spiegelfolie beklebten Teilen wie etwa Radkappen, Stoßstangen oder Zierleisten aus. Sie werden in der Regel toleriert.

Was sagte der Gesetzgeber? Im §19 (2) der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung ist geregelt, welche Änderungen zum Erlöschen der Betriebserlaubnis führen. Dies ist der Fall, wenn von einer willentlichen Veränderung an einem Fahrzeug zur Teilnahme am Straßenverkehr eine Gefährdung zu erwarten ist. Bei einer Vollverklebung, englisch Car Wrapping, ist das zu erwarten. Die Maßnahmen, die ein Erlöschen der Betriebserlaubnis nach sich ziehen, kosten ein Bußgeld von 50 Euro und bringen einen Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei. Bei der Sicherstellung eines vollverklebten Fahrzeuges durch die Polizei können dann noch erhebliche Kosten für die Stilllegung und die Verbringung des Fahrzeuges dazu kommen.
Die Bewertung des Gefährdungspotenzials durch die reflektierende Wirkung eines so verspiegelten Fahrzeugs wird im Einzelfall vorgenommen. Dabei ist im Wesentlichen die Beschaffenheit der jeweiligen Folie, etwa der Reflexionsgrad, und die Anbringung am Auto, beispielsweise wo und wie groß, entscheidend.

 

Bildquelle: Pixabay

Wie funktionieren digitale Streckenmaut und Autobahnvignette?

Der Herbst ist eine beliebte Zeit, um kurzfristig zu verreisen - die Hauptsaison ist vorbei und die goldene Jahreszeit beginnt. Doch oft sorgt das Vorhaben, kurz vor der Grenze zu Österreich noch schnell die Vignetten zu kaufen, für Stress und Zeitverlust: Viele haben die gleiche Idee und müssen erst einmal lange anstehen, um in den ersehnten Urlaub zu kommen.

Das sollten Autofahrer über Vignetten wissen

Damit Autofahrer entspannt in den Urlaub starten können, hat der ADAC wichtige Hinweise zum Thema Streckenmaut und Autobahnvignette veröffentlicht:
Die klassische Klebevignette rechtzeitig kaufen. Um Ärger zu vermeiden, muss sie richtig angebracht werden: Die Vignette darf nicht im Bereich des Tönungsstreifens kleben. Die exakte Anleitung steht auf der Rückseite der Vignette.
Digitale Streckenmaut für Brenner-, Tauern- und Pyhrnautobahn, Arlbergstraße und Karawankentunnel: Diese Mautstrecken kosten extra, unabhängig von der Vignette – sparen aber Zeit. Nutzer der Digitalen Streckenmaut können die Mautstelle bequem und ohne Anhalten passieren. Sie ist auf allen geöffneten Mautspuren gültig, außer auf der Go-Spur. Die ist weiterhin ausschließlich für Fahrzeuge über 3,5 t reserviert, Verstöße werden mit einer Strafe geahndet.
Zum klassischen "Klebe-Pickerl" gibt es in Österreich auch eine digitale Alternative: Die digitale Vignette ist allerdings nichts für Kurzentschlossene, denn: Kunden haben in Europa bei jeder Bestellung online oder telefonisch das Recht, innerhalb von zwei Wochen vom Kauf zurückzutreten. Dazu wird mit drei Tagen Postlaufzeit gerechnet und deshalb ist die digitale Vignette erst ab dem achtzehnten Tag nach dem Kauf gültig. Wer nicht so lange warten will, kann sie auch bei einer ADAC-Geschäftsstelle erwerben – denn nur beim Direktkauf entfällt die gesetzliche Sperrfrist und die Vignette ist sofort gültig.

Beim Kauf der digitalen Vignette wird das Kfz-Kennzeichen erfasst und an Kontrollpunkten identifiziert. Zur Sicherheit gibt es eine Bestätigung in Papierform. Die Klebevignetten für Österreich, Tschechien, Slowenien und die Schweiz können z. B. in allen ADAC-Geschäftsstellen und im Internet unter www.adac-shop.de sowie telefonisch unter 0800 5 10 11 12 erworben werden.

 

Bildquelle: Pixabay

Falsche Bereifung im Winter: Welche Folgen sind möglich?

Der Winter kommt langsam aber sicher näher und Autofahrer sollten über ihre Winterreifen nachdenken. Zwar gibt es keine verbindliche Winterreifenpflicht, dennoch sollte man jetzt handeln, denn die Straßenverkehrsordnung (§2 Absatz 3a der StVO) fordert von Verkehrsteilnehmern, ihre „Ausrüstung an die Wetterverhältnisse anzupassen“. Wer ohne Winterreifen unterwegs ist, kann außerdem schwer verunglücken und muss mit Bußgeldern und Punkten in Flensburg rechnen.

Ohne Winterreifen fahren bleibt nicht folgenlos

Mittlerweile hat der Gesetzgeber dies oben genannte freie Formulierung auch konkretisiert: Autofahrer müssen bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte Winterreifen aufgezogen haben.
Was einen Reifen zum Winterreifen macht? Sein Profil und seine Lauffläche sind so konstruiert, dass er bei Matsch und frischem oder schmelzendem Schnee bessere Fahreigenschaften als ein Sommerreifen hat. Technische Details müssen Autofahrer beim Kauf nicht kennen. Es genügt auf ein Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke) zu achten. Relativ neu ist, dass Reifen mit der Kennzeichnung M+S nicht mehr in jedem Fall genügen. Und um als wintertauglich zu gelten, müssen sie bis zum 31. Dezember 2017 hergestellt worden sein. Diese Ausnahmeregelung hat bis zum 30. Dezember 2024 Bestand. Wer die Winterreifen-Regelung missachtet, riskiert ein Bußgeld und Punkte in Flensburg. Einen Punkt und ein Bußgeld von mindestens 60 Euro kassieren alle, die die Polizei bei Winterwetter mit Sommerreifen antrifft. Wird der Verkehr durch die falschen Reifen gefährdet werden 80 Euro Bußgeld und ein Punkt fällig. Und: Bisher musste nur der Fahrer mit Konsequenzen rechnen, neuerdings auch der Halter, der die Fahrt zulässt. Ihm droht jetzt ein Bußgeld in Höhe von 75 Euro und ein Punkt.
Konsequenzen beim Versicherungsschutz sind bei einem Unfall nicht auszuschließen, wie die HUK-Coburg informiert. Das gilt insbesondere dann, wenn Schneematsch schon wochenlang für Behinderungen auf den Straßen gesorgt hat. Natürlich reguliert die Kfz-Haftpflichtversicherung eines Unfallverursachers immer den Schaden des Opfers. Allerdings kann sie den eigenen Versicherungsnehmer, der ohne Winterreifen unterwegs war, im Nachgang mit bis zu 5.000 Euro in Regress nehmen.

 

Bildquelle: Pixabay

Können rezeptfreie Erkältungsmedikamente Autofahrer beeinträchtigen?

Rezeptfreie Schmerz- und Grippemedikamente können die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Das mögen einige Autofahrer bereits vermutet haben – nun warnt auch der Verband der TÜV e.V. vor den Haupt- und Nebenwirkungen von Medikamenten, die vor allem in der Herbstzeit und bei Erkältungen gerne eingenommen werden.

Medikamente am Steuer: Risiko von Ermüdung und Benommenheit

Da gerade in der kälteren Jahreszeit verstärkt zu Hustensäften und Mitteln gegen Erkältungskrankheiten gegriffen wird, rät der Verband der TÜV e.V. auch bei rezeptfreien Medikamenten sorgfältig den Beipackzettel zu lesen und im Zweifelsfall auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. „Auch wenn sie nicht verschreibungspflichtig sind, schränken manche Erkältungs- und Grippemittel die Fahrtüchtigkeit der Verkehrsteilnehmer erheblich ein“, warnt Dipl.-Psych. Gerhard Laub, Vorsitzender der Kommission Fahreignung beim VdTÜV. „Die Wirkstoffe in Medikamenten verursachen Nebenwirkungen wie Ermüdungserscheinungen oder Benommenheitszustände, die sich negativ auf das Fahrverhalten auswirken können. Fatal ist, dass die Konsumenten von Medikamenten oft nicht die Verbindung mit einer möglichen Fahruntüchtigkeit vermuten“, erklärt Laub. Besonders bei nasskaltem Wetter wird den Verkehrsteilnehmern aber höchste Konzentration und Aufmerksamkeit abverlangt.
Problematisch wird die Einnahme von Medikamenten in Kombination mit anderen Präparaten, die in der Wechselwirkung das Reaktionsvermögen sowie die Fahrtüchtigkeit noch stärker beeinträchtigen können. Wird zusätzlich zu den Medikamenten noch Alkohol konsumiert, wirkt sich dies oft verstärkend auf die Medikamentenwirkung aus.
Der VdTÜV empfiehlt daher den Beipackzettel des Medikaments genau zu lesen bevor man sich in den Wagen setzt – und im Zweifelsfall den Arzt oder Apotheker um Rat zu fragen. Bei Beeinträchtigung des Reaktions- oder Sehvermögens oder bei erhöhter Müdigkeit infolge der Medikamenteneinnahme sollte der Autofahrer den Pkw stehen lassen, um ein erhöhtes Unfallrisiko zu vermeiden.
Statistisch gesehen nimmt die Anzahl an Krankheiten sowie die Fälle von Mehrfachkrankheiten mit steigendem Lebensalter zu. „Daher nehmen gerade ältere Verkehrsteilnehmer in der Regel mehr Medikamente, vor allem in Kombination, ein. Sie sollten daher besonders auf mögliche Wechselwirkungen achten, bevor sie sich ans Lenkrad begeben“, empfiehlt der Fachmann Laub.
Bei chronischen Krankheiten sollte man sich fragen, ob die Fahrtauglichkeit noch vollständig erhalten ist. Eine freiwillige Beratung – unter strikter Wahrung der ärztlichen Schweigepflicht – z. B. bei den medizinisch-psychologischen Stellen der TÜV kann hierüber Aufschluss geben.

 

Bildquelle: Pixabay

Autofahren in der dunklen Jahreszeit: Was verunsichert Autofahrer?

Schlechte Sicht bzw. eine nasse, spiegelnde Fahrbahn verunsichert 72 Prozent bzw. 65 Prozent der deutschen Autofahrer in der Dunkelheit. Das zeigt eine aktuelle Umfrage. Bei 64 Prozent löst demnach auch das Auf- oder Abblendlicht anderer Verkehrsteilnehmer eine starke Verunsicherung aus.


Dunkle Jahreszeit verunsichert vor allem Frauen am Steuer

Abgelegene, unbeleuchtete Parkplätze, blendendes Scheinwerferlicht, reflektierende Fahrbahnen... Gerade in der dunklen Jahreszeit gibt es zahlreiche Gegebenheiten, die das Autofahren erschweren. Wovor Frauen und Männer dann besonderen Respekt haben, zeigt jetzt eine repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag von CosmosDirekt.
Das Unbehagen fährt mit: Jede vierte Autofahrerin (24 Prozent) fühlt sich stark verunsichert, wenn sie auf der Landstraße in der Dunkelheit allein unterwegs ist. Männern macht dies hingegen kaum Sorgen – lediglich 5 Prozent gaben an, sich hier stark verunsichert zu fühlen. Ein weiterer Störfaktor sind entgegenkommende Fahrzeuge: Durch deren Auf- oder Abblendlicht fühlen sich drei Viertel der Autofahrerinnen (74 Prozent) stark verunsichert; bei den Männern gilt das für jeden Zweiten (53 Prozent).
Kommen zur Dunkelheit auch noch widrige Witterungsverhältnisse hinzu, wird es am Steuer doppelt ungemütlich: Laut forsa-Umfrage fühlen sich 75 Prozent der Frauen sowie 55 Prozent der Männer durch nasse, spiegelnde Fahrbahnen bei Dunkelheit stark verunsichert. Weist die Strecke nur wenige Geraden aus, steigt der Respekt bei beiden Geschlechtern: 55 Prozent der Autofahrerinnen fühlen sich stark verunsichert, wenn sie Kurven nicht einsehen können – bei Männern sind es immerhin 28 Prozent. Ebenfalls ein großer Unsicherheitsfaktor sind andere Verkehrsteilnehmer, die bei Dunkelheit nur schwer zu erkennen sind. Die Angst vor einem Unfall fährt dann bei beiden mit: So fühlen sich 86 Prozent der Frauen und 73 Prozent der Männer durch schlecht sichtbare Fußgänger oder Radfahrer bei Dunkelheit stark verunsichert.
Nach Feierabend nur noch schnell das Auto abstellen und dann direkt nach Hause: Was sich so einfach anhört, kann gerade in Großstädten zum Problem werden. Denn liegt der Parkplatz zum Beispiel in einer schlecht beleuchteten Nebenstraße und weit entfernt vom eigentlichen Zielort, ruft das bei vielen ein mulmiges Gefühl hervor – insbesondere bei Frauen. Laut forsa-Umfrage fühlt sich fast jede dritte Autofahrerin (29 Prozent) sehr stark verunsichert, wenn sie auf abgelegenen Parkplätzen parken muss. Bei den Männern sind es hingegen nur 4 Prozent.

 

Bildquelle: Pixabay

Unfall mit Wildtier: Wann springt meine Versicherung ein?

Mit Tempo 100 auf der Landstraße und plötzlich springt ein Reh vors Auto: Zusammenstöße mit Tieren gehören besonders im Herbst zu den häufigsten Autounfällen. Ob die Kfz-Versicherung den Schaden übernimmt, hängt von der Art des Tieres ab – und vom Versicherungsvertrag.

Teilkasko übernimmt Schäden durch Haarwild

Wer mit einem Wildtier wie Reh, Hirsch, Fuchs oder Wildschwein zusammenstößt, bekommt den Schaden in der Regel von seiner Teilkaskoversicherung erstattet. „Unfälle mit diesem sogenannten Haarwild sind in allen Tarifen abgedeckt“, erklärt Karl Walter, Kfz-Experte bei der R+V-Versicherung. Dazu gehören alle Tiere, die unter das Bundesjagdschutzgesetz fallen, auch Luchse, Seehunde und Wisente.
Anders sieht es bei Federwild, Haus- und Nutztieren aus. Nicht generell versichert sind auch Unfälle mit freilebenden Wölfen und exotischen Tieren wie Waschbären oder Nandus, die in einigen Regionen Deutschlands heimisch geworden sind. „Damit die Versicherung auch bei Kollisionen mit diesen Tieren oder streunenden Hunden einspringt, ist ein erweiterter Teilkaskoschutz notwendig, beispielsweise auf sogenannte Tiere aller Art“, so Walter. Ein Blick in die Police verrät Autofahrern, welche Tierarten bei ihnen eingeschlossen sind. Wenn Haus- und Nutztiere wie Kühe oder Schafe nicht in der Teilkaskoversicherung aufgelistet sind, können Autofahrer versuchen, ihren Schaden vom Tierhalter ersetzt zu bekommen – falls das Tier noch am Unfallort ist und der Halter eindeutig ermittelt werden kann.
Weitere Tipps des R+V-Versicherungsexperten:

- So schwer es Autofahrern fällt: Möglichst nicht ausweichen, wenn ein Tier über die Fahrbahn läuft. Das gilt besonders bei kleinen Tieren wie Hasen oder Igel. Denn bei kleinen Tieren ist der Schaden durch ein Ausweichmanöver mit hoher Wahrscheinlichkeit größer als bei einem Zusammenstoß.
- Besser ist, die Geschwindigkeit nach und nach zu drosseln. Eine Vollbremsung sollten Autofahrer vermeiden, damit ihnen der Hintermann nicht auffährt.
Geht beim Zusammenstoß ein Scheinwerfer oder eine Scheibe zu Bruch, ist dieser Schaden über die Teilkaskoversicherung abgedeckt – unabhängig von der Art des Tieres.
- Wichtig zu wissen: Die Kfz-Haftpflichtversicherung kommt für Schäden durch ein Tier am eigenen Fahrzeug nicht auf – sie ist für Schäden bei anderen zuständig und zahlt beispielsweise die kaputte Leitplanke oder das abgeknickte Verkehrsschild.
- Bei einem Unfall mit einem Tier immer die Polizei anrufen und tote Tiere auf keinen Fall mitnehmen.

Haarwild im Sinne des Bundesjagdgesetzes:

- Wisent, Elchwild, Rotwild, Damwild, Sikawild, Rehwild, Gamswild, Steinwild, Muffelwild, Schwarzwild
- Feldhase, Schneehase, Wildkaninchen, Murmeltier
- Wildkatze, Luchs, Fuchs
- Steinmarder, Baummarder, Iltis, Hermelin, Mauswiesel, Dachs
- Fischotter, Seehund

 

Bildquelle: Pixabay

Was muss ich über Parkschäden am Auto wissen?

Bei Pkw sind Kratzer und Dellen weit verbreitet. Das zeigt eine YouGov-Umfrage im Auftrag der DEVK. Besonders ärgerlich: 84 Prozent der Besitzer sind nicht selbst schuld. Oft kann aber kein Verursacher haftbar gemacht werden. In diesem Beitrag erfährst du, was du über Parkschäden wissen solltest.

Parkschäden sind häufig – und einfach zu reparieren

Leider kommt es täglich zu Parkschäden. Fast 60 Prozent der Autobesitzer hatten schon mal einen Parkschaden am Fahrzeug. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von YouGov unter mehr als 2.000 Bundesbürgern ab 18 Jahren. Welche Gründe die Deutschen dafür anführen und wie sie mit der Schadenregulierung umgehen, hat das Meinungsforschungsinstitut im Auftrag der DEVK untersucht.
Wie kommt es überhaupt zu Parkschäden? 66 Prozent der Deutschen vermuten Unaufmerksamkeit als Grund. Mehr als die Hälfte (56 Prozent) halten Parkplätze und Parkhäuser für zu eng. Die Garagenverordnungen der Bundesländer schreiben eine Mindestbreite von 2,30 Metern vor. Vor 45 Jahren mag das noch bequem gewesen sein. Heutige Autos sind aber deutlich breiter. 1974 brauchte z. B. ein VW Golf gut 1,60 Meter Platz - inzwischen sind es 20 Zentimeter mehr. Viele Familien-Van und SUV sind sogar oft um die zwei Meter breit. Da bleiben rechts und links kaum 15 Zentimeter bis zur nächsten Parktasche. Die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen empfiehlt deshalb eine Mindestbreite von 2,50 Metern. Es gibt allerdings nur wenige Parkhäuser, die dieses Kriterium erfüllen.
Als weitere Ursache für Parkschäden geben die Deutschen Hektik und Stress an (47 Prozent), Fahrfehler (35 Prozent) sowie Verkehrsuntüchtigkeit des Fahrers etwa durch Alkohol, Drogen oder Übermüdung (16 Prozent). Nur 10 Prozent meinen, dass risikofreudiges Fahren ein Grund sein könnte. Schlechte Beschilderung oder Beleuchtung sind auch nicht Schuld (4 Prozent).
84 Prozent der Befragten, die schon einmal einen Parkschaden am Auto hatten, sagen, sie hätten ihn nicht selbst verursacht. In 60 Prozent der Fälle konnte der Verursacher nicht ermittelt werden. Für Pkw-Besitzer ist das besonders bitter, weil sie das Problem haben - und im Zweifel auch die Kosten. So geben 52 Prozent der Betroffenen an, selbst für den Schaden aufgekommen zu sein. In 11 Prozent der Fälle hat die gegnerische Kfz-Haftpflicht gezahlt. 5 Prozent der Parkschaden-Opfer haben die Reparatur über ihre eigene Kaskoversicherung abgerechnet.

Die YouGov-Studie zeigt: Fast die Hälfte der Parkschäden (48 Prozent) werden nicht repariert. In jeweils 17 Prozent der Fälle wird das beschädigte Teil ausgetauscht bzw. aufwendig in Stand gesetzt. 15 Prozent der betroffenen Fahrzeughalter sagen, dass der Schaden mittels „Smart Repair“ behoben wurde. Das ist eine günstige Reparaturmethode für kleine Schäden wie Kratzer und Dellen.

 

Bildquelle: Pixabay

Wann darf ich die Nebelschlussleuchte einschalten?

Das nasskalte Wetter im Herbst ist ohnehin schon ein Ärgernis für viele Autofahrer. Regen, Sturmböen und Laub können die Straßen glatt und die Autofahrt gefährlich machen. Noch gefährlicher wird es, wenn eine plötzliche Nebelbank erscheint und der Autofahrer quasi blind weiterfahren muss. Dann sollte je nach Sichtweite die Nebelschlussleuchte eingeschaltet werden.

Nebelschlussleuchte nur bei Sichtweite unter 50 Metern benutzen

Bei schlechter Sicht durch Nebel sind Nebelschlussleuchten für Autofahrer eine gute Orientierungshilfe. Dabei gilt: Sie dürfen eingeschaltet werden, wenn die Sichtweite durch Nebel unter 50 Metern liegt – allerdings auch nur dann. Ansonsten, etwa bei Dunkelheit, Nieselregen oder schlechter Sicht durch Schneefall ist der Einsatz der Leuchten verboten. Der Grund: Nebelschlussleuchten verbessern zwar die Sichtbarkeit des eigenen Fahrzeugs, blenden aber bei falscher Verwendung nachfolgende Verkehrsteilnehmer.
„Bei Nebel geben die Leitpfosten am Straßenrand eine gute Orientierung. Ist der nächstgelegene Leitpfosten nicht zu erkennen, liegt die Sichtweite unter 50 Metern,“ rät Thorsten Rechtien, Kfz-Experte bei TÜV Rheinland. Bei einer derart schlechten Sicht von unter 50 Metern gilt zudem maximal Tempo 50.
Für Nebelscheinwerfer gibt es hingegen keine Sichtweitenbeschränkung. Sie dürfen bei erheblichen Sichtbehinderungen durch Nebel, Schnee oder Regen eingeschaltet werden.

Nebelbänke sind im Herbst vor allem in den Morgen- und Abendstunden keine Seltenheit. Orientierungspunkte fehlen im Nebel und das Gefühl für Geschwindigkeit geht mitunter gänzlich verloren. „Viele Autofahrer fühlen sich im Nebel beklommen, wollen das Gefühl schnell loswerden und beschleunigen – die schlechteste Reaktion“, sagt Rechtien. Das Orientieren an den Rückleuchten des vorausfahrenden Fahrzeugs ist ebenfalls ein typischer Fehler. Denn dabei neigen Autofahrer dazu, sehr dicht aufzufahren. Doch Abstand halten und Geschwindigkeit drosseln sollte bei schlechter Sicht immer die oberste Devise sein.
Die Leitpfosten liefern nicht nur Rückschlüsse auf die Sichtweite, sondern ihre Rückstrahler auch Informationen. An der rechten Straßenseite sind sie eckig, an der linken rund. Leuchten sie orange, verweisen sie auf eine Ausfahrt oder Einmündung. Bei blauen Reflektoren ist zusätzlich Vorsicht geboten, sie deuten auf Wildwechsel hin.

 

Bildquelle: Pixabay

Winterreifen: Was muss ich bei der Profiltiefe beachten?

Es ist wieder soweit: Der Oktober gilt als „Reifenwechsel-Monat“ und so kommen viele Autofahrer in die Werkstatt, um die Reifen ihres Autos wechseln zu lassen. Doch worauf muss man bei den Winterreifen achten – was ist bei der Profiltiefe wichtig?

Profiltiefe macht einen guten Winterreifen aus

Wenn die Witterung für matschige oder glatte Straßen sorgt, ist für Autofahrer der Wechsel auf wintertaugliche Reifen Pflicht. Um sich den Austausch auf Winterreifen zu ersparen setzen einige Fahrzeughalter auf Ganzjahresreifen. „Ebenso wie reine Winterreifen sind Ganzjahresreifen mit einem Schneeflockensymbol gekennzeichnet. Das heißt, dass der Hersteller die Wintertauglichkeit des Reifens zusichert. Der Reifen greift bei Temperaturen unter 7 Grad Celsius nachweislich besser auf der Straße“, erklärt Thorsten Rechtien, Kfz-Experte bei TÜV Rheinland. Doch Ganzjahresreifen sind laut Rechtien immer eine Kompromisslösung. Wer einen Ganzjahresreifen fährt, sollte besonders beachten: Hersteller garantieren die Wintertauglichkeit der Reifen nur bis zu einer Profiltiefe von vier Millimetern. „Wer seine Reifen während des ganzen Jahres fährt, hat diese Profiltiefe natürlich schneller erreicht als jemand, der zwischen Winter- und Sommerreifen wechselt. Grob geschätzt verlieren Reifen einen Millimeter Profiltiefe pro 10.000 Kilometer“, so Rechtien. Sein Tipp daher: Zu Beginn der Wintersaison unbedingt die Profiltiefe prüfen (lassen). Sind es weniger als vier Millimeter, verliert der Reifen an Griff und wird der Bremsweg bei Schnee und Eis länger – egal, ob Ganzjahresreifen oder reiner Winterreifen.
Als abgefahren und nicht mehr verkehrssicher gilt ein Reifen, wenn er weniger als die vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern aufweist. Ob die Profiltiefe noch genügt, lässt sich bei vielen Reifen an der Reifenverschleißanzeige (Tread Wear Indicator, TWI) erkennen. Diese ist durch ein Dreieckssymbol an der Flanke der Reifen gekennzeichnet. Ansonsten genügt ein einfacher Profiltiefenmesser.
Ebenfalls wichtig ist das Alter der Reifen. Die Härtung und damit Alterung der Reifen wird unter anderem davon bestimmt, ob Fahrzeughalter ihr Auto in der Regel in einer Garage oder draußen parken und wie sie diese bei Nichtnutzung lagern.

 

Bildquelle: Pixabay

Es wird wieder dunkler: Wie können Autofahrer ihr Licht überprüfen?

Die richtige Beleuchtung am Fahrzeug ist in der dunklen Jahreszeit das A und O für Verkehrssicherheit. Das Beleuchtungssystem seines Autos zu überprüfen und es in Schuss zu halten, kann lebenswichtig sein. Denn bei der richtigen Beleuchtung geht es nicht nur ums Sehen sondern auch ums Gesehen werden.

So überprüfen Autofahrer ihre Kfz-Beleuchtung selbst

Vor der nächsten Fahrt können Autofahrerinnen und Autofahrer die Beleuchtung ihres Autos ganz einfach selbst testen: „Wichtig ist es, dabei sämtliche Leuchten und Scheinwerfer zu überprüfen“, erklärt TÜV Rheinland-Fachmann Thorsten Rechtien. Das geht am einfachsten, wenn eine zweite Person bei der Kontrolle helfen kann. Alternativ heißt es: Beleuchtung einschalten und um das Fahrzeug herumgehen. Kniffliger ist es, Bremsleuchten allein zu testen, da hierfür das Bremspedal dauerhaft betätigt werden muss. Der Tipp von Fahrzeugexperte Thorsten Rechtien: „Um die Bremsbeleuchtung zu testen, kann man sich vor eine helle Wand oder zum Beispiel in die Tiefgarage stellen.“ Stellt sich bei der Überprüfung ein Defekt an der Beleuchtung heraus, empfiehlt Rechtien: „Den Wechsel von Xenonbrennern sollte man wegen der Hochvolttechnik besser einer Fachwerkstatt überlassen – ebenso den Austausch von LED-Leuchtmitteln.“
Eine funktionierende Beleuchtungsanlage in Herbst und Winter ist besonders wichtig für die Verkehrssicherheit. Auch tagsüber, bei schlechten Sichtverhältnissen durch Nebel, starken Regen oder Schneefall, sollten Autofahrer rechtzeitig das Abblendlicht einschalten. Hier gilt der Grundsatz: besser früher als zu spät. „Zwar besitzen heute viele moderne Autos eine Lichtautomatik, die in der Dämmerung die Beleuchtung von selbst einschaltet. Doch was viele nicht wissen: Bei Nebel oder diffusem Licht reagieren die Sensoren häufig zu spät“, so Rechtien.
Übrigens: Im Gegensatz zu den Nebelscheinwerfen in der Fahrzeugfront, die Autofahrer zusätzlich zum Abblendlicht bei unzureichender Sicht aktivieren dürfen, ist der Einsatz der Nebelschlussleuchte ausschließlich bei Nebel und Sichtweiten unter 50 Metern erlaubt. Besonders bei Nässe und Dunkelheit blenden die Schlussleuchten den nachfolgenden Verkehr ansonsten extrem. Zur Orientierung: Die Entfernung von 50 Metern entspricht auf der Autobahn dem Abstand zwischen zwei Begrenzungspfosten. Gleichzeitig sollte bei einer so schlechten Sicht die Höchstgeschwindigkeit von Tempo 50 nicht überschritten werden.

 

Bildquelle: Pixabay

Einen Bus mit Warnblinklicht überholen – ist das erlaubt?

Wenn ein Bus an einer Haltestelle hält, sind viele Autofahrer verunsichert. Wir sagen dir in diesem Artikel, wann du einen Bus an einer Haltestelle überholen darfst – und wann nicht

Dürfen Autofahrer mit unverminderter Geschwindigkeit vorbeifahren, wenn ein Bus mit Warnblinklicht an einer Haltestelle hält? 89 Prozent der deutschen Autofahrer wissen, was zu tun ist: Überholen ja, aber auf die Bremse treten. Das zeigt eine aktuelle Studie des Kfz-Direktversicherers R+V24. „Hält ein Bus mit eingeschaltetem Warnblinker an einer Haltestelle, dürfen Autofahrer nur mit Schrittgeschwindigkeit vorbeifahren“, sagt Anka Jost, Kfz-Expertin der R+V24 Direktversicherung. „Ist der Bus mit Warnblinker dabei noch in Bewegung, darf auf keinen Fall überholt werden.“
Was viele Autofahrer nicht wissen: Diese Straßenverkehrsregeln betreffen auch den Gegenverkehr: Steht der Bus mit Warnblinklicht an einer Haltestelle oder Busbucht, dürfen auch die Autofahrer auf der gegenüberliegenden Straßenseite nur mit maximal 7 km/h, also Schrittgeschwindigkeit, weiterfahren. Einzige Ausnahme: Zwei baulich voneinander getrennte Fahrbahnen.
„Busfahrer setzen an solchen Haltestellen den Warnblinker, um die Fahrgäste zu schützen. Denn gerade für aussteigende Fahrgäste, insbesondere Kinder, die schnell die Fahrbahn überqueren wollen oder Fahrgäste, die zum Bus rennen, besteht ein erhöhtes Risiko“, erklärt Anka Jost. Doch auch wenn die Warnblinklichter ausgeschaltet sind, geht Sicherheit vor: Autofahrer müssen dann mit erhöhter Vorsicht und in Bremsbereitschaft vorbeifahren. Schrittgeschwindigkeit ist nicht notwendig. „Dennoch müssen Autofahrer darauf achten, dass sie keine aus- und einsteigenden Fahrgäste behindern oder gefährden. Falls nötig, muss das Auto warten“, sagt die Kfz-Expertin.

Die Regeln kurz zusammengefasst:

- Fährt ein Bus mit eingeschaltetem Warnblinker die Haltestelle an, gilt absolutes Überholverbot.
- Steht ein Bus mit Warnblinker an der Haltestelle, dürfen Fahrzeuge aus beiden Richtungen nur mit Schrittgeschwindigkeit von max. 7 km/h vorbeifahren.
- Setzt der Bus nur den rechten oder gar keinen Blinker an einer Haltestelle, darf mit erhöhter Vorsicht und Bremsbereitschaft vorbeigefahren werden.

 

Bildquelle: Pixabay

Das Auto für Herbst und Winter fit machen – wie geht das?

Mit fallenden Temperaturen steigt die Wahrscheinlichkeit für Frost, Hagel und Schneefall. Für Autofahrer wird es höchste Zeit, sich auf winterliche Verhältnisse einzustellen und das Fahrzeug entsprechend vorzubereiten, damit ein Kälteeinbruch nicht zur bösen Überraschung wird.

Das Auto auf die kalte Jahreszeit vorbereiten – so geht es.

Bei eisigen Temperaturen ist das Starten des Fahrzeugs die erste Herausforderung. Lass in der Werkstatt rechtzeitig Ladezustand und vor allem Kapazität der Autobatterie prüfen und tausche diese gegebenenfalls aus. Ein Starthilfekabel sollte sich immer im Auto befinden.
Auch ein Ölwechsel kann vor dem Wintereinbruch hilfreich sein. Synthetische Leichtlauf-Motoröle helfen beim Kaltstart, da sie eine geringere Viskosität haben, also fließfähiger sind und somit auch bei niedrigen Temperaturen gut schmieren. Lässt sich das Auto gar nicht mehr starten oder bleibt es auf der Strecke liegen, hilft nur noch das Abschleppseil.
Bei Schnee, Schneematsch und Glatteis müssen in jedem Fall Winterreifen oder Ganzjahresreifen aufgezogen sein. Als wintertauglich gelten nur noch Reifen mit dem Alpine-Symbol auf der Flanke (Bergpiktogramm mit Schneeflocke). Reifen, die lediglich das alte „M+S“-Symbol haben und vor 2018 hergestellt wurden, dürfen zwar noch genutzt werden, jedoch entsprechen sie nicht mehr den geforderten Sicherheitsstandards. Winterreifen, die ab Januar 2018 produziert werden, müssen den höheren Standard erfüllen und das Alpine-Symbol tragen, sonst dürfen sie bei winterlichen Straßenverhältnissen nicht gefahren werden.
Sinken die Temperaturen, sinkt auch der Luftdruck in den Reifen. Prüfe diesen regelmäßig und kontrolliere gleich auch das Profil. Mindestens vier Millimeter Profiltiefe sind dringend empfohlen. In Bergregionen mit viel Schneefall gehören zusätzlich Schneeketten zur Standardausrüstung. Sie werden bei besonders harten Bedingungen auf die Antriebsräder gezogen. Wenn sie zum Einsatz kommen, beträgt die zulässige Höchstgeschwindigkeit 50 Km/h. Probiere das Anlegen vorher aus, damit es im Ernstfall schneller durchführbar ist.
Wenn es draußen friert, kann schon das Einsteigen zum Hindernis werden. Wer sein Auto nicht mit der Fernbedienung öffnen kann, braucht im Winter einen Türschlossenteiser – der gehört natürlich in die Jackentasche und nicht ins Handschuhfach.
Die Gummidichtungen von Türen, Heckklappe oder Motorhaube können am Blech anfrieren und beim Öffnen einreißen. Um das Festfrieren zu verhindern und die Dichtungen zu schützen, behandel diese am besten mit fetthaltigen Stoffen wie beispielsweise Silikonöl, Glycerin oder Talg.

 

Bildquelle: Pixabay

Wie bin ich sicher unterwegs im Herbst?

Gerade noch Altweibersommer – jetzt schon Herbst: Regen, Dunkelheit, Nebel, Wildwechsel, Schmutz und Laub auf den Straßen sorgen in dieser Jahreszeit für die verschiedensten Gefahren im Straßenverkehr, so der ADAC.

Was Autofahrer im Herbst beachten sollten

Allein durch die früher einsetzende Dunkelheit erhöht sich das Unfallrisiko – bei Autofahrern um 50 Prozent, bei Fußgängern sogar um 150 Prozent. Kein Wunder, beträgt die Sehschärfe bei schlechten Lichtverhältnissen doch nur noch etwa 20 bis 30 Prozent. Umso wichtiger ist das Gesehenwerden, wie der ADAC schreibt.
Bricht der Morgen an, beginnt in der Natur die Nahrungssuche. Hirsche, Rehe, Wildschweine – sie alle sind besonders in der Morgendämmerung aktiv und verirren sich immer wieder auch auf viel befahrene Straßen. In Niedersachsen gab es im Jagdjahr 2017/2018 immerhin 28.400 Wildunfälle, vor allem mit Rehwild. Grundsätzlich gilt also erhöhte Wachsamkeit, besonders dort, wo die Wildwechselschilder stehen. Lieber etwas langsamer fahren, um im Ernstfall noch rechtzeitig bremsen zu können. Sollte es dafür zu spät sein, auf keinen Fall ausweichen. Gerade bei glatten Straßen bringt man sich dadurch selbst in große Gefahr.
Sorgt Nebel für eingeschränkte Sicht, dann heißt es: Fuß vom Gas, Abstand halten und Licht an. Manchmal reagiert die Lichtautomatik bei dichtem Nebel nicht, dann empfiehlt es sich, das Licht manuell auf Fahrtlicht umzustellen. Nebelschlussleuchten dürfen nur bei Sichtweiten von weniger als 50 Metern genutzt werden, da sonst nachfolgende Verkehrsteilnehmer geblendet werden könnten. Als Orientierung kann man den Abstand der Leitpfosten nutzen, denn dieser beträgt in der Regel 50 Meter.
Neben Dunkelheit und Nebel sorgen auch die tiefstehende Sonne und nasse Fahrbahnen im Herbst oft für schlechte Sicht.
Dass Landwirte einen kleinen Teil ihrer Ladung verlieren, ist kein Herbst-Phänomen. Doch in dieser Zeit werden verlorene Erdklumpen besonders gefährlich. Auf nasser Fahrbahn sorgen sie für weniger Grip. Vor allem Motorradfahrer sollten sich vorsehen. Auch dicke Laubschichten erschweren die Kontrolle über das Fahrzeug. Daher gilt: Geschwindigkeit drosseln und riskante Überholmanöver vermeiden.

 

Bildquelle: Pixabay

„Alkohol-Interlocks“: Kommen bald Alkohol-Wegfahrsperren?

Eine breite Mehrheit der Bundesbürger befürwortet verpflichtende Alkohol-Wegfahrsperren in Fahrzeugen. Fast neun von zehn Deutschen (88 Prozent) sind der Meinung, dass Alkohol-Wegfahrsperren in Fahrzeugen für die gewerbliche Personenbeförderung wie Bussen oder Taxis obligatorisch sein sollten. Doch wann und für wen sollen die Alkohol-Sperren in Autos wirklich kommen?

TÜV-Verband: Alkohol-Wegfahrsperren bei Rehabilitation sinnvoll

86 Prozent befürworten Wegfahrsperren in gewerblich genutzten Nutzfahrzeugen wie Transportern oder Lastkraftwagen. Das hat eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des TÜV-Verbands unter 1.002 Personen ab 18 Jahren ergeben. In Fahrzeugen installierte Alkohol-Wegfahrsperren (Alkohol-Interlocks) verhindern mit Hilfe eines Atemtests, dass alkoholisierte Personen ein Fahrzeug starten können. „Wegfahrsperren sind ein wirksames Instrument, um Autofahrten unter Alkoholeinfluss zu verhindern“, sagt Marc-Philipp Waschke, Verkehrssicherheitsexperte beim TÜV-Verband (VdTÜV). „Einige Transportunternehmen haben heute schon freiwillig Alkohol-Wegfahrsperren in ihren Fahrzeugen im Einsatz.“ Laut der Umfrage sind 62 Prozent der Befragten auch dafür, Wegfahrsperren in allen privat genutzten Fahrzeugen einzubauen. Frauen befürworten das mit 69 Prozent deutlich häufiger als Männer mit 55 Prozent.

Aus Sicht des TÜV-Verbands könnten Wegfahrsperren vor allem im Rahmen der Rehabilitation von Alkoholfahrern eingesetzt werden, die wegen besonders hoher Promille-Werte eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) absolvieren. Eine MPU wird nach mehrfachen Trunkenheitsfahrten oder ab einem Blutalkoholwert von 1,6 Promille angeordnet. Bereits ab 1,1 Promille gelten Auto- und Motorradfahrer aber als absolut fahruntüchtig. „Das Unfallrisiko liegt dann um ein Zehnfaches höher als bei nüchternen Fahrern“, sagt Waschke. Der TÜV-Verband schlägt daher vor, die Teilnahme an einer MPU ab 1,1 Promille verpflichtend anzuordnen. Waschke: „Die Absenkung der Promillegrenze für die Anordnung einer MPU ist längst überfällig.“
Voraussetzung für das Bestehen der MPU ist, dass sich Alkoholfahrer kritisch mit ihren Trinkgewohnheiten auseinandersetzen und künftig in der Lage sind, Autofahren und Alkoholkonsum zu trennen. Das wird mit einem Leistungstest, einem Medizin-Check und einem psychologischen Gespräch begutachtet. Laut dem TÜV-Vorschlag könnten Alkoholfahrer mit 1,1 bis 1,59 Promille an einem Alkohol-Interlock-Programm teilnehmen. Damit hätten sie die Möglichkeit, die Sperrfrist bis zur Wiedererlangung ihrer Fahrerlaubnis zu verkürzen.

 

Bildquelle: Pixabay

Wie sieht die richtige Verhaltensweise nach einem Wildunfall aus?

Wenn die Tage kürzer werden und der Herbst unmittelbar vor der Tür steht, ist Vorsicht auf den Straßen zwischen Wald und Feld geboten. Besonders in der dunklen Jahreszeit kommt es vermehrt zu brenzlichen Situationen durch Wildwechsel, sodass in Deutschland pro Jahr rund 250.000 Wildunfälle nur mit Paarhufern gemeldet werden. Doch was ist zu tun, wenn sich ein Crash nicht vermeiden lässt und welcher Schaden wird von der Versicherung übernommen?

Das solltest du nach einem Wildunfall tun

Als erstes ist es wichtig, dass Betroffene unbedingt die Unfallstelle sichern und die Polizei rufen, auch wenn das Tier nicht auffindbar ist. Die Polizisten oder auch ein Jäger stellen anschließend eine Unfallbescheinigung aus, die bei der Versicherung eingereicht werden kann.
Sicherheit steht an oberster Stelle: dazu gehört das Anlegen der Warnweste aber auch das Einschalten der Warnblinkanlage und das Aufstellen eines Warndreiecks, um sich selbst und herannahende Fahrzeuge nicht in Gefahr zu bringen. Wenn alle Sicherheitsvorkehrungen getroffen sind, ist das angefahrene Wildtier zu versorgen: Sei es eine Warnweste über das tote Tier zu legen oder dieses von der Fahrbahn zu ziehen. Zweites jedoch nur, wenn das Tier klein genug ist, so dass es von der eigenen Kraft her machbar ist. Sollte das Tier noch leben, ist es ratsam Abstand zu halten. Nicht nur, weil das Tier Panik hat, sondern es kann auch ausschlagen und mit seinen Hufen Verletzungen zuführen.

Allgemein gilt: Bei einem Wildunfall übernimmt in den meisten Fällen die Teilkaskoversicherung die Kosten für die Reparatur am eigenen Fahrzeug. Die Haftpflichtversicherung jedoch kommt ausschließlich für Schäden Dritter auf, das heißt andere Fahrzeuge, Objekte oder auch Personen.
Die Beweislast liegt dabei beim versicherten Autofahrer. Dies ist meistens jedoch schwieriger, wenn das Tier nicht mehr auffindbar ist, weil es beispielsweise in den Wald geflohen ist. Neben der Ausstellung einer Unfallbescheinigung durch den Jäger oder der Polizei, wird daher empfohlen, den Unfall zu dokumentieren, möglichst mit Fotos vom Tier, dem Schaden am Auto und der Unfallstelle selbst. Auch kann es hilfreich sein, das Unfallfahrzeug bis zur Schadensregulierung nicht zu waschen.

 

Bildquelle: Pixabay

Nach Cannabis-Konsum Auto fahren: Wann ist das erlaubt?

Im berauschten Zustand am Steuer – das kann teuer werden und kostet im schlimmsten Fall den Führerschein. Was ist aber mit den rund eintausend Menschen in Deutschland, die Cannabis legal konsumieren dürfen?

Strenge Regeln: Auto fahren nach Cannabis-Konsum

Es sind vor allem Schmerzpatienten, aber auch Menschen mit Epilepsie, ADHS oder Angststörungen, die Cannabis vom Arzt verschrieben bekommen. Der Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC) verspricht ihnen Linderung, macht aber auch, je nach Dosis, „high“. Eine eingeschränkte Wahrnehmung und verzögerte Reaktion können die Folge sein. Cannabisblüten, die lose auf Rezept in Apotheken erhältlich sind, verfügen über keinen Beipackzettel. Die Patienten müssen also selbst sicherstellen, dass sie die verordnete Menge auch in Kleinstmengen, zum Teil bis unter 0,1 Gramm, richtig dosieren. Grundsätzlich dürfen diese Personen trotzdem, anders als alle anderen Konsumenten, am Straßenverkehr teilnehmen, soweit sie in der Lage sind, ein Fahrzeug sicher zu fahren. Es empfiehlt sich trotz allem einen Nachweis für den Fall einer polizeilichen Kontrolle mitzuführen. Sollte nachgewiesen werden können, dass das cannabishaltige Medikament missbräuchlich eingenommen wurde, kann die Fahrerlaubnis entzogen werden.
Es gilt also: Wer Cannabis legal konsumiert, darf zwar ein Auto fahren, ist aber für sich selbst verantwortlich. Auch in der Einstellungs- und Eingewöhnungsphase von cannabishaltigen Medikamenten kann die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigt sein. Im Zweifelsfall sollte das Auto stehen bleiben.
Weitere Informationen zur Fahrtüchtigkeit unter Medikamenteneinnahme hält die aktuelle Ausgabe des Magazins „Sicher zuhause & unterwegs“, herausgegeben von der Aktion Das sichere Haus (DSH), bereit.

Wer unter dem Einfluss von illegalen Drogen wie Cannabis Auto fährt, muss mit folgenden Strafen rechnen:

Erwischt beim 1. Mal: 500 Euro Bußgeld, 2 Punkte, 1 Monat Fahrverbot
Erwischt beim 2. Mal: 1.000 Euro Bußgeld, 2 Punkte, 3 Monate Fahrverbot
Erwischt beim 3. Mal: 1.500 Euro Bußgeld, 2 Punkte, 3 Monate Fahrverbot
Bei gleichzeitiger Gefährdung des Straßenverkehrs: Freiheits- oder Geldstrafe, 3 Punkte, Entziehung der Fahrerlaubnis

 

Bildquelle: Pixabay

Tachobetrug: Was ist das und was kann ich tun?

Bei Automodellen mit digitalen Tachometern kann der Kilometerstand ohne großen Aufwand manipuliert werden – nicht nur im Tacho, sondern auch in allen anderen Steuergeräten. In diesem Artikel erfährst du, was Tachobetrug ist und was du als Autofahrer tun kannst.

Tachobetrug: Gesamtschaden von 6 Milliarden Euro

Die Manipulationsgeräte für einen Tachobetrug sind frei erhältlich, Billigkopien für Privatanwender kosten weniger als 150 Euro. Das schreibt der ADAC. Die nötige Technik zur Abhilfe existiert bereits. Es handelt sich um sogenannte HSM-Chips (Hardware Security Module). Diese sind derzeit schon in Auto-Steuergeräten verbaut. Allerdings werden sie nicht zum Schutz gegen Tachobetrug verwendet, sondern gegen Diebstahl und Chiptuning. Eine Nutzung der HSM-Chips auch gegen Tachobetrug würde nach Einschätzung des ADAC nur wenige Cent pro Auto kosten.
Nach Ermittlungsergebnissen der Polizei fallen pro Jahr allein in Deutschland rund zwei Millionen Gebrauchtwagenkäufer Tachobetrügern zum Opfer. Der Gesamtschaden liegt etwa bei sechs Milliarden Euro. Dennoch war bis vor Kurzem in der Typgenehmigungsverordnung ein Gesamt-Kilometerzähler nicht verpflichtend vorgeschrieben. Das ändert sich zwar, jedoch ist bis heute keine Regelung vorgesehen, die sicherstellt, dass der Kilometerstand verlässlich abgesichert sein muss. Deshalb hat der ADAC z. B. einen entsprechenden Vorschlag für die Neuregelung der diesbezüglichen Richtlinie in der Typgenehmigungsverordnung vorgelegt.
Immer wieder werden Kilometerstands-Datenbanken in die politische Diskussion gebracht. Die Datenbanken täuschen eine Problemlösung allerdings nur vor: Weil ein Kilometerstand nicht auf Manipulation geprüft werden kann, können manipulierte Werte Eingang in solche Datenbanken finden – und den Betrug damit offiziell machen.

Als Autokäufer solltest du zwar nicht jeden Verkäufer gleich unter Verdacht stellen, aber auch nicht zu gutgläubig sein. Damit du nicht eines der zwei Millionen Opfer von Tacho-Betrügern wirst, solltest du Folgendes beachten:
Hinterfrage die Kilometerleistung des Autos. Laut FOCUS Online ist ein Auto hierzulande jährlich im Schnitt rund 12.000 Kilometer unterwegs; ein Vielfahrer-Diesel auch 20.000 Kilometer oder mehr. Wenn dir ein typisches (und vor allem ein paar Jahre altes) Vielfahrer-Auto mit ungewöhnlich niedriger Kilometerzahl vorgeführt wird, sollte der Verkäufer das gut begründen können.
Kilometerstände in TÜV-Berichten, dem Serviceheft und anderen Unterlagen aus Kfz-Werkstätten können einen Aufschluss über die wahre Kilometerleistung geben. Auch der kleine Zettel unter der Motorhaube, der den nächsten Ölwechsel bei einer bestimmten Kilometerzahl ankündigt, kann helfen.
Gibt es einen Vorbesitzer? Falls dem so sein sollte und der Autoverkäufer kein Dreck am Stecken hat, wird er dir die Kontaktdaten des Vorbesitzers geben, damit du dich nach dem Kilometerstand zum damaligen Verkaufszeitpunkt informieren kannst.
Vergiss vor allem nicht das Offensichtliche: Gebrauchsspuren! Der Grad der Abnutzung an Hebeln, Schaltern, Knöpfen, dem Lenkrad und den Pedalen verrät viel über das Alter und die Laufleistung des Autos. Passen die Gebrauchsspuren mit dem Kilometerstand zusammen?
Wenn der Verkäufer nichts zu verbergen hat und du sowieso noch eine Probefahrt machen wolltest, sollte er dir eine Fahrt für einen kurzen Check zu unserer Werkstatt gestatten. Wir haben das Know-How und die Technik, um einen möglichen Tachobetrug aufzudecken.

 

Bildquelle: Pixabay

Wie gelange ich stressfrei zur nächsten HU?

So manchem Auto- und Motorradbesitzer bereitet der anstehende Termin zur Hauptuntersuchung (HU) Stress. „Wird mein Fahrzeug ohne Beanstandung die Untersuchung bestehen, werden Mängel festgestellt, muss ich wiederkommen“, lauten erfahrungsgemäß die Überlegungen. Doch es geht ganz einfach auch ohne Stress zur nächsten HU.

Das sollten Autofahrer vor der nächsten HU wissen

Trotz aller Sorge: Wer sich darauf konzentriert, worauf es bei der Fahrzeugprüfung ankommt und was die Sachverständigen ins Augenmerk nehmen, kann sich beruhigt auf die Fahrt machen.
„Von den Sachverständigen unter die Lupe genommen wird die Verkehrssicherheit und Vorschriftsmäßigkeit, nicht der Betriebszustand“, sagt Eberhard Lang von TÜV SÜD. Im Klartext: Eine frische HU heißt noch lange nicht, dass das Fahrzeug in einem tadellosen Zustand ist.
Im Rahmen von Sicht-, Funktions- und Wirkungsprüfungen werden die gesamte Beleuchtung, Räder und Bereifung, Korrosion an Bauteilen sowie die Flüssigkeitsstände und Dichtheit der Aggregate in Augenschein genommen. Hinzu kommen die Kontrollen von Lenkung und Lenkspiel, Bremsen sowie den Ausrüstungen des Autos. Dazu zählen Rückspiegel, Kennzeichen und Plaketten sowie Signaleinrichtungen wie die Hupe. „Insbesondere die sicherheitsrelevanten Ausstattungen sollte man auch zwischen den HU-Terminen im Blick behalten“, empfiehlt Lang. Darunter fallen unter anderem Veränderungen am Fahrzeug und ihr ordnungsgemäßer Eintrag in die Fahrzeugpapiere oder aber einfach nur die funktionstüchtige Anhängersteckdose.

Eingeführt wurde die Hauptuntersuchung in Deutschland im Dezember 1951 für alle zulassungspflichtigen Kraftfahrzeuge sowie Anhänger. Nach und nach etablierten sich ähnliche Regelungen in anderen Staaten. Seit Mai 2009 regelt eine entsprechende Richtlinie (2009/40/EG) für alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union die Durchführung regelmäßiger Kontrollen der Kraftfahrzeugsicherheit sowie der Motoremissionen. In Deutschland finden sich die entsprechenden Regelungen in Paragraf 29 der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO). So soll sichergestellt werden, dass keine Fahrzeuge mit Sicherheitsmängeln am Straßenverkehr teilnehmen. „Im Laufe der Jahre und parallel zur technischen Entwicklung wurden die Prüfkataloge immer wieder angepasst“, erläutert der TÜV SÜD-Experte die Geschichte der HU. Für die Abgasuntersuchung (AU) im Rahmen der HU-Prüfung gilt beispielsweise seit letztem Jahr, dass die Messung der Abgase am Endrohr wieder vorgegeben ist.

 

Bildquelle: Pixabay

Bei welchen Automodellen ist die Versicherung am teuersten?

Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist für Halter von Oberklasselimousinen und SUV am teuersten. Das zeigt das Ergebnis einer interessanten Studie. Im Ranking von 300 Pkw-Modellen nach Jahresbeitrag landen Fahrzeuge wie der Audi Q7, der BMW X5 oder die ML-Klasse von Mercedes-Benz weit vorne.

Kfz-Versicherung: Das teuerste Auto ist ein Kia!

Nur bei einem Pkw-Modell müssen Besitzer höhere Beiträge Zahlen: dem Kia Carnival. Der südkoreanische Familienwagen ist im Schnitt aller betrachteten Tarife am teuersten. Die Pflichtversicherung für den Van ist durchschnittlich rund 100 Euro teurer als für den Mercedes ML. Das ergibt eine Studie von Check24.
„Die Typklassen spiegeln unter anderem die Unfallbilanzen der Automodelle sowie die Reparaturkosten für geschädigte Unfallgegner wider“, sagt Dr. Tobias Stuber, Geschäftsführer Kfz-Versicherung bei CHECK24. „Je höher die Einstufung, desto teurer in der Regel die Kfz-Versicherung für das Modell.“
Neben dem Kia Carnival fallen auch andere typische Familienautos wie der Ford Galaxy oder der VW Sharan in eine hohe Haftpflichttypklasse – und kosten entsprechend viel in der Versicherung. Für die Statistiken der Kfz-Haftpflichtversicherung sind laut Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) die Versicherungsleistungen für geschädigte Dritte nach Verkehrsunfällen maßgeblich.

Günstig lassen sich vor allem Kleinwagen versichern. So landen auf den hinteren Plätzen des Rankings z. B. der Renault ZOE, der Hyundai i10 oder der Seat Leon. Die niedrigsten Kfz-Haftpflichtbeiträge werden für den VW Polo 1.0 und das Smart Fortwo Cabrio fällig.

Der Studie zugrunde lagen über 100.000 Testangebote aller über CHECK24 abschließbarer Kfz-Versicherungstarife, mit den folgenden Daten: Testprofil: Versicherungswechsel, Mann (55 Jahre), verheiratet, Angestellter, Halterzulassung: August 2018, Versicherungsbeginn: September 2019, Gebrauchtwagen, Barkauf, Nutzung: nur privat (inkl. Arbeitsweg), 12.000 km/Jahr, Fahrer: nur Versicherungsnehmer, kein Wohneigentum, Stellplatz: Straße (öffentlich), Haftpflicht (SF 15), jährliche Beitragszahlweise; Erstwagen, Fahrzeughalter = Versicherungsnehmer, keine Punkte, 06268 Barnstädt, Auswahl: 300 häufig über CHECK24 versicherte PKW-Modelle.

 

Bildquelle: Pixabay

Schlechte Sicht- und Straßenverhältnisse in der Herbstzeit

Der Sommer hat sich verabschiedet und der Herbst ist da. Genießt die bunte Blättervielfalt und die letzten Sonnenstrahlen.

Achtet beim Autofahren auf nasse, rutschige Straßen und schlechter werdende Sichtverhältnisse.

Lasst euch dadurch aber nicht die Laune verderben und kommt immer sicher ans Ziel.

 

Kfz-Beleuchtung: Trotz neuer Systeme regelmäßig kontrollieren

Moderne Autos verfügen über allerlei technische Helferlein, Systeme und Assistenten, die auch bei defekter Beleuchtung sofort eine Warnung abgeben. Doch das ist gewiss nicht ausreichend und ersetzt die eigene, menschliche Überprüfung nicht.

Beleuchtung: Im Zweifel hilft die Werkstatt weiter

Beleuchtete Fahrzeuge sind im Straßenverkehr immer besser zu erkennen. Das gilt natürlich in den Wintermonaten, aber auch in der Sommerzeit. So sind Motorradfahrer verpflichtet, bei jeder Fahrt das Abblendlicht einzuschalten, damit sich die recht kleine Silhouette ihres Fahrzeugs für andere Verkehrsteilnehmer zumindest optisch vergrößert. Pkw-Fahrern ist es nach wie vor freigestellt, ob sie auch am Tage das Abblendlicht einschalten. So wird das Abblendlicht manchmal selbst bei einsetzender Dämmerung, starker Bewölkung oder Regen vergessen – besonders auf vielbefahrenen Straßen. Ein Grund, weshalb seit 2014 ein automatisches Tagfahrlicht für Neuzulassungen gesetzlich vorgeschrieben ist. „Das Tagfahrlicht ist nur nach vorne ausgerichtet und nicht so hell wie das Abblendlicht“, sagt Steffen Mißbach von TÜV Rheinland. „Das sorgt für einen geringeren Strom- beziehungsweise Spritverbrauch. Das Einschalten des Abblendlichts ist bei schlechter werdenden Sichtverhältnissen aber zwingend erforderlich.“
Bei vielen Autos der neueren Generationen wird die Beleuchtung von einer Lichtautomatik gesteuert, die sich nach den äußeren Bedingungen richtet. Zudem sind Systemen vorhanden, die dem Fahrer Defekte am Fahrzeug melden. Dazu gehören beispielsweise auch kaputte Leuchtmittel in den Scheinwerfern.

Autofahrer sollten vor jeder Fahrt die Beleuchtung kontrollieren und regelmäßig vom Schmutz befreien. Bei der Prüfung der Bremslichter helfen spiegelnde Flächen oder aber die Hilfe vom Beifahrer oder Nachbarn. „Ist ein Leuchtmittel defekt, sollte lieber die Werkstatt aufgesucht werden, um auf Nummer sicher zu gehen. Gerade die neueren Systeme sind relativ komplex“, rät Mißbach.

Bei mangelnder Beleuchtung drohen u. a. folgende Bußgelder:

- Beleuchtung nicht vorschriftsmäßig benutzt, nicht
rechtzeitig abgeblendet oder Beleuchtungseinrichtungen in verdecktem oder verschmutztem Zustand benutzt: 20 Euro Bußgeld
- 25 Euro Bußgeld bei gleichzeitiger Gefährdung
- 35 Euro Bußgeld bei Sachbeschädigung
- Nur mit Stand­licht oder auf einer Straße mit durch­gehender, ausrei­chender Beleuch­tung mit Fern­licht gefahren: 10 Euro Bußgeld
- 15 Euro Bußgeld bei gleichzeitiger Gefährdung
- 35 Euro Bußgeld bei Sachbeschädigung
- Kein Abblend­licht am Tage trotz Sicht­behin­derung durch Nebel, Schnee­fall oder Regen benutzt: 25 Euro Bußgeld innerorts; 60 Euro Bußgeld außerorts

 

Bildquelle: Pixabay

Jetzt kommen die Herbsturlauber – Was sollten Autofahrer beachten?

In den ersten Bundesländern beginnen die Herbstferien. Damit müssen sich viele Autofahrer auf vollere Straßen einstellen. Vor allem im Süden Deutschlands wird mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen und Staus auf den Fernstraßen gerechnet – viele Urlauber zieht es mit dem Auto in den Süden und in die Alpen.

Staus vor allem in Süddeutschland erwartet

Wegen der beginnenden Herbstferien in Hessen und Rheinland-Pfalz an diesem Wochenende erhöht sich der Reiseverkehr auf Deutschlands Autobahnen wieder ein wenig. Davor warnt der ADAC. Vor allem auf den süddeutschen Fernstraßen werden viele Urlauber und Wochenendausflügler in Richtung Alpen und Süden unterwegs sein. Das Verkehrsaufkommen wird allerdings bei Weitem nicht so hoch sein wie in den Sommerferien. Mit Verzögerungen muss vor allem an Baustellen, von denen es derzeit mehr als 500 gibt, gerechnet werden. Autofahrer im Großraum München sollten wegen des Oktoberfestes (21. September bis 6. Oktober) ebenfalls längere Fahrzeiten einplanen. Seine Höhepunkte erreicht der Verkehr am Freitag zwischen 13 und 19 Uhr, am Samstag zwischen 10 und 15 Uhr und am Sonntag zwischen 14 und 19 Uhr.
Die besonders belasteten Fernstraßen (beide Richtungen):

- A 1 Bremen – Hamburg und Trier – Saarbrücken
- A 3 Frankfurt – Nürnberg – Passau
- A 5 Hattenbacher Dreieck – Karlsruhe – Basel
- A 6 Kaiserslautern – Mannheim und Heilbronn – Nürnberg
- A 7 Kassel – Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte
- A 8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
- A 9 München – Nürnberg – Berlin
- A 44 Dortmund – Kassel
- A 45 Gießen – Aschaffenburg
- A 60 Wiesbaden – Frankfurt
- A 61 Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen
- A 93 Inntaldreieck – Kufstein
- A 95/B 2 München – Garmisch-Partenkirchen
- A 99 Umfahrung München

Herbsturlauber auf dem Weg in die Berge füllen auch im benachbarten Ausland die Fernstraßen. Staugefährdet sind unter anderem Arlberg-, Tauern-, Fernpass-, Brenner- und Gotthard-Route, aber auch die wichtigen Bundesstraßen in Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Kärnten und der Steiermark. Lange Zwangsstopps werden aber die Ausnahme bleiben. An den drei Autobahnübergängen Suben (A 3 Linz – Passau), Walserberg (A 8 Salzburg – München) und Kiefersfelden (A 93 Kufstein – Rosenheim) müssen sich Autofahrer vor allem am Sonntag auf Wartezeiten von cirka 30 Minuten bei der Einreise nach Deutschland einstellen.

 

Bildquelle: Pixabay

Autoverkauf und Kfz-Versicherung: Was ist zu bedenken?

Wenn es um den Kauf eines Gebrauchtwagens geht, ist der Autokauf von Privat an Privat immer noch ein Mittel der Wahl. Doch was ist bezüglich der Kfz-Versicherung zu bedenken – worauf muss geachtet werden?

Autoverkauf: Mustervertrag hilft auch in Sachen Kfz-Versicherung

Beim privaten Verkauf eines Autos geht die laufende Kfz-Versicherung erst einmal auf den Käufer über. Ein Versicherungswechsel ist aber jederzeit möglich. Der neue Eigentümer muss der Zulassungsstelle nur eine Versicherungsbestätigung des neuen Kfz-Versicherers vorlegen und das Fahrzeug ummelden.
Doch wie läuft ein privater Autoverkauf konkret ab? Am besten benutzt man einen Musterkaufvertrag, wie er sich auf Websites der meisten Versicherer herunterladen lässt. Wichtig ist, wie die HUK-COBURG mitteilt, Datum und Uhrzeit der Fahrzeugübergabe festzuhalten und die Kfz-Versicherungsfrage zu klären: Besteht der Vertrag fort oder wird er gekündigt?
Zudem enthält der Vertrag noch zwei Mitteilungen, eine für die Kfz-Versicherung und eine für die Zulassungsstelle (Veräußerungsanzeige). Beide Formulare müssen von Käufer und Verkäufer gemeinsam ausgefüllt und unterschrieben werden. Um das Verschicken muss sich der Verkäufer kümmern.
Übernimmt der Käufer die Kfz-Versicherung, müssen sich die Vertragspartner über die Beitragszahlung im laufenden Versicherungsjahr einigen. Dem Versicherer gegenüber haften beide gleichermaßen. Entscheidet sich der Käufer für einen neuen Versicherer, darf er die Ummeldung nicht vergessen. Ansonsten wird die Zulassungsstelle aktiv und zieht seinen Wagen aus dem Verkehr.

Und noch etwas: Bevor der Käufer mit seinem neuen Auto wegfährt, muss er den Kfz-Versicherungsschutz prüfen. Ein eindeutiger Beweis ist die Versicherungspolice mit dem dazugehörigen Abbuchungs- oder Einzahlungsbeleg als Nachweis, dass der Beitrag gezahlt ist. Selbstverständlich müssen die Kennzeichen gültige amtliche Stempel tragen.
Will der Verkäufer sich mit all dem nicht belasten, meldet er das Auto vor dem Verkauf bei der Zulassungsstelle ab. Beim Abholen des Gebrauchtwagens bringt der Käufer entweder ein Kurzkennzeichen mit oder meldet das Auto bei der Zulassungsstelle gleich an.

Schon vor dem endgültigen Verkauf spielt der Versicherungsschutz eine Rolle. Schließlich will der potentielle Käufer das Auto ausprobieren. Doch wer einem Fremden einfach den Autoschlüssel in die Hand drückt und gute Fahrt wünscht, spielt mit seinem Versicherungsschutz in der Teilkasko. So sollte sich ein Verkäufer vor der Probefahrt immer Ausweis und Führerschein des Interessenten zeigen. Verkäufer, die keine Lust haben, während der Probefahrt im Auto zu sitzen, sollten mindestens den Führerschein des potentiellen Käufers behalten.

Bildquelle: Pixabay

Wann droht für das Wohnmobil Transponderpflicht?

Wer auf slowenischen Autobahnen oder Schnellstraßen mit einem Fahrzeug über 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht unterwegs ist, zahlt bereits jetzt eine streckenabhängige Maut. Doch seit letztem Jahr müssen diese Fahrzeuge mit einem so genannten „DarsGo unit“-Transponder an der Innenseite der Windschutzscheibe ausgestattet sein.

Transponderpflicht für schwere Wohnwagen in Slowenien

Bei dem „DarsGo unit“-Transponder handelt es sich um ein Funk-Kommunikationsgerät, das eingehende Signale aufnimmt und weiterleitet. Dieses ermöglicht eine automatische Mautabrechnung. Der Stopp an den Mautstationen entfällt. Die bisherigen Bezahlsysteme – bar, mit Kreditkarte oder über aufladbare Mautkarten – werden ungültig. Wichtig: Betroffen sind nicht nur Lkw und Reisebusse, sondern auch schwere Wohnmobile.
Der Transponder funktioniert in ähnlicher Weise wie die österreichische „Go Box“, kann aber nicht in Österreich erworben werden. Wer aus dem Ausland kommt und ohne „DarsGo unit“ direkt auf einer slowenischen Autobahn weiterfährt, darf ohne das Gerät bis zur ersten DARS Servicestation weiterfahren. Dort muss er anhalten und den Transponder erwerben, ansonsten drohen empfindliche Strafen zwischen 300 und 800 Euro. Die slowenischen Polizeibehörden sind bei ausländischen Kraftfahrern befugt, die Geldbuße an Ort und Stelle einzuziehen. Bei Sofortzahlung wird ein Rabatt von 50 Prozent gewährt.
Die Registrierung für „DarsGo “ ist an allen Servicestationen der Autobahngesellschaft DARS oder online unter deren Webseite darsgo.si möglich. Die Ausgabe der „DarsGo unit“ erfolgt an den Servicestationen „DarsGo servis“ , hierfür fällt eine Bearbeitungsgebühr von zehn Euro an. Einzelheiten dazu stehen auch in deutscher Sprache zur Verfügung und sind zudem in einem deutschsprachigen Flyer zusammengefasst. Für Fahrzeuge bis zu 3,5 t ändert sich nichts. Für sie gilt weiterhin die reguläre Vignette.

Die Gebühren zur Nutzung der Autobahnen im europäischen Ausland unterscheiden sich stark. Teilweise hängt die Höhe der Kosten von Emissionsklasse, Gewicht oder Höhe des Fahrzeuges oder auch von der Tageszeit ab. Die Vignettenpreise für Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen fallen meist niedriger aus als für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen. Vignetten können für einen, sieben oder zehn Tage oder für einen ganzen Monat erworben werden. In Slowenien gibt es für 15 Euro die teuerste Vignette für Autofahrer. In Rumänien hingegen fahren Pkw-Fahrer mit einer Vignette für drei Euro am günstigsten. Ebenfalls preiswert ist die Vignette in der Republik Moldau mit vier Euro.

 

Bildquelle: Pixabay

Warum können Kopfhörer im Straßenverkehr lebensgefährlich sein?

Fast ein Viertel aller Verkehrsteilnehmer hört Musik mit Kopfhörern – als Fußgänger, als Radfahrer, als Fahrer im Auto. Das ist Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens Civey im Auftrag von TÜV Rheinland von August 2019. Doch ratsam sind Kopfhörer im Straßenverkehr nicht.

„Sowohl für Autofahrer als auch für Radfahrer gilt: Musik mit Kopfhörern zu hören, ist nicht ausdrücklich verboten“, sagt Thorsten Rechtien, Kraftfahrzeugexperte bei TÜV Rheinland. Doch heißt es in Paragraph 1 der Straßenverkehrsordnung: Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht. „Wer auf der Straße unterwegs ist, muss jederzeit aufmerksam sein. Das bedeutet konkret: Der Lärmpegel bei Kopfhörern darf grundsätzlich nur so hoch sein, dass sich Umgebungsgeräusche wie Hupen oder die Martinshörner von Polizei und Feuerwehr noch wahrnehmen lassen“, erklärt Rechtien. Besser ist es nach Einschätzung von Rechtien, ganz auf Kopfhörer zu verzichten: „Nur so können Verkehrsteilnehmer ihre Umwelt so gut wie möglich wahrnehmen. Und nur so können sie sich auf unseren vielbefahrenen Straßen sicher bewegen.“

Außerdem bieten Kopfhörer immer häufiger eine aktive Unterdrückung von Umgebungsgeräusche – „Noise Cancelling“ heißt das im Technikjargon. Dieser Trend ist jedoch bedenklich: „Eine aktive Geräuschunterdrückung ist für Musikliebhaber hervorragend – doch für die Verkehrsteilnahme denkbar ungeeignet. Die erforderliche Vorsicht können Verkehrsteilnehmer damit nicht gewährleisten", sagt Rechtien.

Wer Musik mit Kopfhörern hört, ist letztlich immer ein Stück weit vom Geschehen auf der Straße abgelenkt – egal, wie gut die Umgebung noch zu hören ist. „Im Straßenverkehr sollte man grundsätzlich auf das Tragen von Kopfhörern oder das Hören von übermäßig lauter Musik verzichten“, empfiehlt Rechtien daher. Das gilt nicht nur im Auto und auf dem Fahrrad, sondern auch für Fußgänger und auf dem E-Scooter. „Abgesehen von einer möglichen Gefährdung des Straßenverkehrs drohen dem eigenen Gehör bei permanenter Extrembeschallung dauerhafte Spätschäden.“

 

Bildquelle: Pixabay

Wallboxen im Test – Was sollten Autofahrer wissen?

Wer sich ein Elektroauto zulegt, braucht eine Ladestation für zuhause – eine sogenannte Wallbox. Nachdem der ADAC bereits 2018 zwölf Geräte getestet hat, wurden nun sechs weitere Wallboxen einem Systemvergleich unterzogen. Berücksichtigt wurden dabei auch Modelle, die beim ersten Test noch nicht verfügbar waren.

Test: Wallboxen zum Laden von E-Autos

Das Ergebnis ist grundsätzlich erfreulich: Alle Testkandidaten erfüllen ihre Aufgabe einfach, sicher und zuverlässig. Drei Geräte erhalten das ADAC Urteil „sehr gut“, zwei weitere „gut“ und lediglich eine Wallbox schneidet mit „befriedigend“ ab.
Testsieger und mit 524,39 Euro zudem preisgünstig ist die HEIDELBERG Wallbox Home Eco (Note 1,0), gefolgt von der WEBASTO Pure (Note 1,2) und der ESL Walli Light pro (Note 1,4).
Schlusslicht ist die PERDOK ecoLOAD (Note 2,8), da sie trotz einfacher Bedienung nur unzureichende Anleitungen und Sicherheitshinweise enthält. Dies kann negative Auswirkungen auf die vorschriftsmäßige Installation und damit den sicheren Betrieb der Wallbox haben.
Verbraucher sollten auf eine beiliegende Konformitätserklärung achten, die seit April 2019 für die verpflichtende Anmeldung der Wallbox beim regionalen Netzbetreiber benötigt wird.
Wichtig: Die Installation einer Wallbox darf nur von einer Elektrofachkraft ausgeführt werden. Im Falle einer Störung oder eines Defekts muss zudem die schnelle Verfügbarkeit eines Kundendienstes sichergestellt sein.
Wie bereits im Test 2018 wurden die Zuverlässigkeit beim Laden, die Einfachheit der Bedienung sowie die Sicherheit untersucht. Das Gesamturteil konnte dabei nicht besser sein als die Note der Sicherheit.

Ein Problem dürften die hohen rechtlichen und regulatorischen Hindernisse bei der Installation von Wallboxen sein: So verlangt das Wohnungseigentumsgesetz (WEG), dass bei Umbauten am Gemeinschaftseigentum alle Miteigentümer zustimmen müssen. Ist nur einer dagegen, kommt der Ausbau nicht zustande. Mieter haben hierauf bis heute keinen Anspruch. Die Pläne der Bundesregierung zur Beschleunigung des Hochlaufs der Elektromobilität werden dadurch gebremst.
"Unter diesen Umständen wird es kaum gelingen, die Elektromobilität für alle Interessierten nutzbar zu machen", kritisieren die ADAC Vizepräsidenten für Verkehr und Technik Gerhard Hillebrand und Karsten Schulze. Für Verbraucher sei es essentiell, dass sie ihr Fahrzeug unkompliziert zu Hause laden können. Denn rund 60 Prozent der Ladevorgänge von Privatnutzern fänden zu Hause statt.

 

Bildquelle: Pixabay

Vorsicht Wild: auch Motorradfahrer in Gefahr!

Wildunfälle machen etwa fünf Prozent aller Straßenverkehrsunfälle aus. Kollisionen mit Rehen, Hirschen und Wildschweinen passieren dabei nicht nur mit Pkw und Lkw, auch Motorradfahrer sind davor nicht gefeit.

ABS hilft bei Begegnung zwischen Motorradfahrer und Wild

Biker sind naturgemäß schlechter geschützt als Autofahrer. Umso wichtiger ist es laut ADAC, dass sie in entsprechenden Gebieten defensiv und vorausschauend fahren.
Grundsätzlich sind die Verhaltensregeln für Motorradfahrer die gleichen wie für Pkw-Fahrer. Der Fahrer sollte durch eine Vollbremsung so viel Geschwindigkeit wie möglich abbauen. ABS und vor allem das schräglagentaugliche ABS helfen dabei die Kontrolle über das Motorrad zu behalten. Die Kollision mit Rehen, die von allen Wildtieren am häufigsten in Unfälle verwickelt sind, geht oft glimpflich aus, da Rehe meist nur 20 bis 25 Kilo wiegen. Aber selbst bei einen Zusammenstoß mit einem Hirsch oder einem Wildschwein sind die Folgen eines Sturzes auf der Fahrbahn in der Regel geringer als ein Frontalaufprall mit dem Gegenverkehr oder einem Baum nach einem missglückten Ausweichmanöver.
Jedes Jahr kommen bei Unfällen mit Wildtieren rund 2.500 Menschen zu Schaden, zehn bis zwanzig verunglücken dabei tödlich. Nach Angaben des Deutschen Jagdschutzverbandes (DJV) kommt jedes Jahr mehr als eine Million Wildtiere bei Unfällen ums Leben.

Wildunfälle sind das ganze Jahr über eine potenzielle Gefahrenquelle, doch in den Herbstmonaten steigt das Risiko. Das Wild erweitert in dieser Jahreszeit sein Revier, da die Tiere weniger Nahrung und Deckung finden. Das schreibt CosmosDirekt. Dabei machen die Tiere auch vor kreuzenden Landstraßen nicht Halt. Außerdem fällt der Berufsverkehr zunehmend mit der Dämmerung zusammen, in der die Wildtiere besonders aktiv sind. Damit wächst die Gefahr einer Kollision erheblich. Wenn es dann doch passiert und die Kollision mit einem Wild nicht mehr vermieden werden konnte, sollte die Unfallstelle vernünftig abgesichert werden. Bitte Folgendes beachten:
Unfallstelle absichern: Warnblinkanlage einschalten, Warnweste anziehen und Warndreieck aufstellen.
Polizei benachrichtigen.
Verletztes oder getötetes Tier nicht anfassen.
Wildunfallbescheinigung für die Versicherung vom zuständigen Förster oder Jagdpächter ausstellen lassen.
Versicherung informieren: Fotos von Unfallort, Tier und Fahrzeug unterstützen die rasche Schadensregulierung.

 

Bildquelle: Pixabay

Hauptuntersuchung: Wie kann ich Kosten sparen?

Unfälle durch technische Defekte an Fahrzeugen sind auf deutschen Straßen eher eine Ausnahme. Ein wichtiger Grund hierfür ist die regelmäßige technische Untersuchung aller Kraftfahrzeuge, wie sie gesetzlich vorgeschrieben ist. Mit guter Vorbereitung kannst du als Autofahrer Zeit, Kosten und Mühen sparen.

Hauptuntersuchung: Richtige Vorbereitung und wichtige Infos

Um unnötigen Stress bei der Untersuchung zu vermeiden, sollten Autofahrer ein wenig Zeit investieren und ihren Wagen bereits im Vorfeld selbst inspizieren. Viele Mängel erkennen auch Laien und können sie dann von einer Werkstatt beseitigen lassen. Das erspart eine Nachuntersuchung, für die eine Gebühr fällig wird. Am häufigsten monieren die Prüfer fehlerhafte Beleuchtungseinrichtungen, obwohl sich die Funktion von Scheinwerfern, Blinkern und Rückleuchten leicht kontrollieren lässt. Das berichtet der TÜV Rheinland. Ist kein Beifahrer zur Stelle, hilft beim Check der Bremslichter eine Schaufensterscheibe oder in der Dunkelheit das Garagentor oder eine Hauswand. Wer mit einem sauberen, gepflegten Wagen zur HU fährt, ist zwar vor möglichen Mängeln nicht gefeit, doch in der Regel lässt das Gesamterscheinungsbild des Fahrzeugs auf den technischen Zustand schließen.

Stellen die Sachverständigen am Fahrzeug keine Mängel fest, gibt es die neue Prüfplakette. Bei geringen Mängeln wie einer defekten Begrenzungsleuchte oder einem leicht verkratzten Spiegelglas kann die Plakette trotzdem vergeben werden. Jedoch muss der Halter des Fahrzeugs die im Bericht vermerkten Mängel unverzüglich beheben lassen. Das vermeidet bei einer Polizeikontrolle ein Verwarnungsgeld und erhöht die Verkehrssicherheit. Darf die Plakette wegen erheblicher oder gefährlicher Mängel nicht zugeteilt werden, ist das Fahrzeug unverzüglich zu reparieren. Stufen die Experten ein Fahrzeug sogar als "verkehrsunsicher" ein, darf das Fahrzeug nicht mehr am Verkehr teilnehmen. In beiden Fällen müssen Halter ihr Fahrzeug innerhalb eines Monats zur Nachuntersuchung bringen, wenn sie das Auto weiter fahren wollen.

 

Bildquelle: Pixabay

Unfall als Fahrschüler – wer haftet?

Wer als Fahrschüler an der Seite des Ausbilders im Straßenverkehr unterwegs ist, hat meist keine Zeit sich darüber Gedanken zu machen, wer haftet, wenn mit dem Auto der Fahrschule ein Unfall passiert. Das ist auch nicht nötig, da in aller Regel die Haftpflichtversicherung der Fahrschule aufkommt, wenn ein Fahrschüler einen Schaden anrichtet.

In der Regel haftet der Fahrschüler nicht

Allerdings kann es auch vorkommen, dass ein Fahrschüler zumindest teilweise für die Folgen eines Unfalls herangezogen wird, wenn er oder sie eine Mitschuld trägt. Das berichtet das „Goslar Institut“. Auch für einen Unfall während der Ausbildung zum Motorradführerschein kommt normalerweise der Fahrlehrer auf.
Fahranfänger haben meist alle Hände voll damit zu tun, während der Ausfahrten mit dem Fahrlehrer möglichst wenig falsch zu machen. Doch da aller Anfang bekanntlich schwer ist, kann es dabei zu Unfällen kommen. Zwar verfügen Fahrschulautos über ein zweites Paar Fußpedale für den Fahrlehrer, über die er nötigenfalls in das Geschehen eingreifen kann, wenn der Fahrschüler „Mist baut“. Aber Fehler der Fahrschüler lassen sich nicht immer ausbügeln, manchmal kommt es eben auch zu einem Unfall. In einer solchen Situation muss sich der Fahranfänger meist keine Gedanken darüber machen, wer für die dabei entstandenen Schäden haftet.

Denn § 2 Absatz 15 des Straßenverkehrsgesetzes (StVG) stellt dazu fest: „Wer zur Ausbildung, zur Ablegung der Prüfung oder zur Begutachtung der Eignung oder Befähigung ein Kraftfahrzeug auf öffentlichen Straßen führt, muss dabei von einem Fahrlehrer oder einem Fahrlehreranwärter im Sinne des Fahrlehrergesetzes begleitet werden. Bei den Fahrten nach Satz 1 sowie bei der Hin- und Rückfahrt zu oder von einer Prüfung oder einer Begutachtung gilt im Sinne dieses Gesetzes der Fahrlehrer oder der Fahrlehreranwärter als Führer des Kraftfahrzeugs, wenn der Kraftfahrzeugführer keine entsprechende Fahrerlaubnis besitzt“. Somit kommt die Versicherung des Fahrlehrers als Fahrzeugführer für den entstandenen Unfallschaden auf.

Eine Mitschuld kann den Fahrschüler nur treffen, wenn er oder sie bereits einen bestimmten Ausbildungsstand erreicht hat und der Unfall eindeutig aufgrund etwa von Fahrlässigkeit verursacht wurde. Das setzt voraus, dass der Fahrschüler aufgrund seiner fortgeschrittenen Ausbildungssituation und unter Berücksichtigung seiner jeweiligen Fähigkeiten und Kenntnisse den Unfall hätte vermeiden können. Was im konkreten Einzelfall immer zu beweisen wäre.

 

Bildquelle: Pixabay

Raser und Drängler auf der Autobahn - wie reagierst du?

Fast ein Drittel der Autofahrerinnen und Autofahrer in Deutschland (32 Prozent) lassen sich beim Überholen durch Raser und Drängler auf der Autobahn verunsichern. Dies ergab eine repräsentative Befragung von knapp 2.000 Personen, die im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) vom Marktforschungsinstitut Ipsos im April 2018 durchgeführt wurde. Das hat Folgen.

Raser und Drängler verunsichern Autofahrer beim Überholen

19 Prozent der befragten Autofahrer reagieren aggressiv auf Raser und Drängler. Sie gaben an, dass sie sich von deutlich schneller Fahrenden nicht beeindrucken lassen. Im Gegenteil: Sie entscheiden sich dafür, bewusst auf der Überholspur zu fahren, selbst wenn der rechte Fahrstreifen wieder frei ist. Teilweise tippen sie sogar leicht aufs Bremspedal, um so für einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu sorgen. 15 Prozent antworteten, dass sie vor Fahrern und Fahrerinnen, die schneller als die Richtgeschwindigkeit von 130 km/h fahren, Angst haben. Sie fühlen sich bedrängt, schauen deshalb immer wieder in den Rückspiegel und versuchen, schnellstmöglich auf die rechte Spur zu kommen. Weitere zwölf Prozent vermeiden es, auf der Autobahn zu überholen. Sie setzen nur dann zum Überholen an, wenn kein Auto hinter ihnen zu sehen ist oder nur wenige Autos zu überholen sind. Zehn Prozent erhöhen die eigene Geschwindigkeit, wenn sie beim Überholen von hinten bedrängt werden. Dabei fühlen sie sich jedoch unwohl. Einige (sechs Prozent) - insbesondere Ältere - vermeiden aus Angst vor dieser Stresssituation Autobahnfahrten nach Möglichkeit ganz.
In Deutschland gilt auf Autobahnen ohne Tempolimit die Richtgeschwindigkeit von 130 km/h. Immer wieder nutzen Einzelne das, um deutlich schneller zu fahren. "Dieses Verhalten ist äußerst bedenklich. Schließlich gilt laut StVO der Grundsatz, gegenseitig Rücksicht aufeinander zu nehmen", sagt DVR-Hauptgeschäftsführer Christian Kellner. Zu schnelles Fahren und mangelnder Sicherheitsabstand sind nach wie vor Hauptunfallursachen. Der DVR empfehle daher allen Autofahrerinnen und Autofahrern, auf der Autobahn eine angepasste Geschwindigkeit zu wählen und die Richtgeschwindigkeit von 130 km/h einzuhalten.

 

Bildquelle: Pixabay

Gurt oder Transportbox? – So werden Tiere im Auto richtig gesichert

Ob auf dem Weg zum See oder Tierarzt – manchmal sind auch Tiere Mitfahrer im Auto. Dann stellen sich viele Autofahrer die Frage, nach der korrekten Sicherung. Schließlich soll das geliebte Tier sicher und wohlbehalten am Zielort ankommen

So werden Tiere im Auto richtig gesichert

Viele Herrchen werden es nicht gern hören bzw. lesen, aber ihre vierbeinigen Freunde, ob Hund, Katz oder Maus, gelten laut Straßenverkehrsordnung (StVO) als Ladung, wenn sie im Auto transportiert werden. Und wie jedes Gepäckstück müssen deshalb auch die Vierbeiner im Auto so verstaut und gesichert werden, „dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen können.“ So will es das Gesetz. Dem liebevollen Hundehalter kommt es zudem sehr darauf an, dass es dem Tier während der Fahrt gut geht. Daher stellt sich spätestens, wenn ein Urlaub ansteht, unweigerlich die Frage, welche Transportmöglichkeit für das Haustier die beste ist?
Experten empfehlen hierfür eine Box: Von den am Markt angebotenen Sicherungssystemen hat sich in Crash-Tests des ADAC unter anderem die Transportbox als am empfehlenswertesten erwiesen. Sie soll gute Sicherheit auch für den vierbeinigen Mitfahrer bieten, insbesondere wenn die Box mit dem Tier quer zur Fahrtrichtung direkt hinter der Rücksitzlehne positioniert wird. Große Boxen müssten speziell bei älteren Fahrzeugen zusätzlich festgezurrt werden, rät der ADAC. Denn bei diesen Fahrzeugen reicht demnach vielfach die Stabilität der Sitzlehnen nicht aus, um eine rutschende Box abzufangen. Zu diesem Zweck empfiehlt der Automobilclub ein stabiles Laderaumtrenngitter, -trennnetz oder das Festspannen mit Gurten.

Sicherheitsgurte für Hunde, sogenannte Geschirre, schnitten in den Tests weniger gut ab: Denn bei zu viel Bewegungsspielraum für den Hund in solchen Vorrichtungen können sowohl das Tier als auch der davor sitzende Passagier verletzt werden. Mit derartigen Gurten werden die Tiere auf dem Rücksitz untergebracht.

 

Bildquelle: Pixabay

Wie sicher sind Reisebusse?

Nach dem Busunfall im Mai dieses Jahres der A9 nahe Leipzig ist die Diskussion um die Sicherheit von Reisebussen neu entfacht. Doch laut Statistischem Bundesamt ist der Bus das sicherste Kraftfahrzeug auf deutschen Straßen. Das Risiko, während einer Busfahrt tödlich verletzt zu werden, ist demnach 14-mal geringer als beim Auto.

Sicherheit in Reisebussen: Anschnallen ist auch hier Pflicht

"Selbst das seriöseste Unternehmen mit exzellent gewarteten Fahrzeugen, der besten technischen Ausstattung und einem topgeschulten Fahrer kann jedoch keine hundertprozentige Sicherheit gewähren", sagt Thorsten Rechtien, Kfz-Experte bei TÜV Rheinland. Dennoch haben Unternehmer und Kunden Möglichkeiten, das Risiko eines Unfalls so gering wie möglich zu halten.
Obwohl in Deutschland seit 1999 die Gurtpflicht in Reisebussen gilt, kommt diesem Gebot nach Schätzungen der Unfallforschung der Versicherer nur rund jeder vierte Fahrgast nach. "Passagiere sollten sich unbedingt anschnallen, um im Falle eines Unfalls nicht durch den Bus geschleudert zu werden", rät Rechtien.
Entscheidenden Einfluss auf die Sicherheit haben auch die Betriebsabläufe in den Unternehmen und die Qualifikation der Fahrer. Nur wer den gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitscheck durch den Fahrer vor Reisebeginn auch gewissenhaft durchführt, sein Fahrzeug regelmäßig wartet und kleinste Mängel sofort beseitigt, kann höchstmögliche Sicherheit garantieren. Auch Lenk- und Ruhezeiten sind europaweit geregelt und zwingend einzuhalten. So darf ein Fahrer innerhalb von 24 Stunden nicht länger als neun Stunden am Steuer sitzen, wobei die Tageslenkzeit aber zweimal pro Woche auf zehn Stunden ausgedehnt werden kann. Spätestens nach 4,5 Stunden muss der Fahrer eine Erholungspause von 45 Minuten einlegen.

Assistenzsysteme warnen bei Müdigkeit

Zwar existieren seit einigen Jahren Assistenzsysteme, die das Lenkverhalten analysieren und bei Abweichungen den Fahrer im Zusammenspiel mit den Spurhalteassistenten warnen. Doch diese Müdigkeitswarner sind in der EU erst ab dem Jahr 2022 für neue Fahrzeuge verpflichtend. "Busunternehmer sind jedoch gut beraten, wenn sie ihre Neufahrzeuge bereits jetzt mit diesen Systemen ausstatten", so Rechtien. Spur-, Abstand- und Bremsassistenten sind hingegen seit November 2015 in allen Neufahrzeugen Pflicht, lassen sich jedoch allesamt vom Fahrer deaktivieren. Das geschieht besonders häufig beim Abstandassistenten. Die Fahrer rechtfertigen diese Entscheidung oft damit, dass die automatisch eingehaltene Lücke zum vorausfahrenden Fahrzeug so groß sei, dass andere Fahrzeuge in diese hineinfahren. Weil der Abstandassistent dann auf den neuen Vordermann reagiert, das Fahrzeug herunterbremst und den angemessenen Abstand wiederherstellt, befürchten sie deutlich langsamer unterwegs zu sein. Eine völlig unverständliche Argumentation für Rechtien. "Das System hält stets den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabstand ein. Wird es deaktiviert, macht der Fahrer unmissverständlich klar, dass er nicht gewillt ist, die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten. Diese sind aber keine willkürlichen Schikanen für die Fahrer, sondern dienen der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Und die sollte immer an erster Stelle stehen."

 

Bildquelle: Pixabay

Wie sicher sind Reisebusse?

Nach dem Busunfall im Mai dieses Jahres auf der A9 nahe Leipzig ist die Diskussion um die Sicherheit von Reisebussen neu entfacht. Doch laut Statistischem Bundesamt ist der Bus das sicherste Kraftfahrzeug auf deutschen Straßen. Das Risiko, während einer Busfahrt tödlich verletzt zu werden, ist demnach 14-mal geringer als beim Auto.

Sicherheit in Reisebussen: Anschnallen ist auch hier Pflicht

"Selbst das seriöseste Unternehmen mit exzellent gewarteten Fahrzeugen, der besten technischen Ausstattung und einem topgeschulten Fahrer kann jedoch keine hundertprozentige Sicherheit gewähren", sagt Thorsten Rechtien, Kfz-Experte bei TÜV Rheinland. Dennoch haben Unternehmer und Kunden Möglichkeiten, das Risiko eines Unfalls so gering wie möglich zu halten.
Obwohl in Deutschland seit 1999 die Gurtpflicht in Reisebussen gilt, kommt diesem Gebot nach Schätzungen der Unfallforschung der Versicherer nur rund jeder vierte Fahrgast nach. "Passagiere sollten sich unbedingt anschnallen, um im Falle eines Unfalls nicht durch den Bus geschleudert zu werden", rät Rechtien.
Entscheidenden Einfluss auf die Sicherheit haben auch die Betriebsabläufe in den Unternehmen und die Qualifikation der Fahrer. Nur wer den gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitscheck durch den Fahrer vor Reisebeginn auch gewissenhaft durchführt, sein Fahrzeug regelmäßig wartet und kleinste Mängel sofort beseitigt, kann höchstmögliche Sicherheit garantieren. Auch Lenk- und Ruhezeiten sind europaweit geregelt und zwingend einzuhalten. So darf ein Fahrer innerhalb von 24 Stunden nicht länger als neun Stunden am Steuer sitzen, wobei die Tageslenkzeit aber zweimal pro Woche auf zehn Stunden ausgedehnt werden kann. Spätestens nach 4,5 Stunden muss der Fahrer eine Erholungspause von 45 Minuten einlegen.

Assistenzsysteme warnen bei Müdigkeit

Zwar existieren seit einigen Jahren Assistenzsysteme, die das Lenkverhalten analysieren und bei Abweichungen den Fahrer im Zusammenspiel mit den Spurhalteassistenten warnen. Doch diese Müdigkeitswarner sind in der EU erst ab dem Jahr 2022 für neue Fahrzeuge verpflichtend. "Busunternehmer sind jedoch gut beraten, wenn sie ihre Neufahrzeuge bereits jetzt mit diesen Systemen ausstatten", so Rechtien. Spur-, Abstand- und Bremsassistenten sind hingegen seit November 2015 in allen Neufahrzeugen Pflicht, lassen sich jedoch allesamt vom Fahrer deaktivieren. Das geschieht besonders häufig beim Abstandassistenten. Die Fahrer rechtfertigen diese Entscheidung oft damit, dass die automatisch eingehaltene Lücke zum vorausfahrenden Fahrzeug so groß sei, dass andere Fahrzeuge in diese hineinfahren. Weil der Abstandassistent dann auf den neuen Vordermann reagiert, das Fahrzeug herunterbremst und den angemessenen Abstand wiederherstellt, befürchten sie deutlich langsamer unterwegs zu sein. Eine völlig unverständliche Argumentation für Rechtien. "Das System hält stets den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabstand ein. Wird es deaktiviert, macht der Fahrer unmissverständlich klar, dass er nicht gewillt ist, die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten. Diese sind aber keine willkürlichen Schikanen für die Fahrer, sondern dienen der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Und die sollte immer an erster Stelle stehen."

 

Bildquelle: Pixabay

Erste Hilfe am Unfallort ist keine Selbstverständlichkeit

Am 14. September ist der Tag der Ersten Hilfe. In diesem Zusammenhang wurde in einer Umfrage ermittelt, wie es um die Bereitschaft zur ersten Hilfe in der Bevölkerung steht. Das ernüchternde Ergebnis: Erste Hilfe ist immer noch keine Selbstverständlichkeit – obwohl sie Leben retten kann.

Zwischen Selbstüberschätzung und Unsicherheit

„Ein wichtiges Thema, denn Ersthelfer können im Notfall Leben retten“, sagt Nicolas Tobaben, Bereichsleiter für Bildung, Integration und Katastrophenschutz bei der Johanniter-Unfall-Hilfe im Landesverband Nord zur ersten Hilfe. Wie die Tankstellenkette HEM jetzt in einer Umfrage zum Thema „Erste Hilfe“ herausfand, gilt trotz ausreichender Theorie Erste Hilfe auf Deutschlands Straßen noch immer nicht als Selbstverständlichkeit. Zwar besuchte nahezu jeder der Befragten bereits erfolgreich einen Erste-Hilfe-Kurs, aber jeder Zweite traut sich nicht zu, an einem Unfallort Erste Hilfe zu leisten. „Der Tag der Ersten Hilfe ist enorm wichtig, um Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken. Der reine Besuch eines Kurses reicht nicht aus, wenn er mehrere Jahre zurückliegt. Manche Dinge ändern sich auch. Wir empfehlen daher, regelmäßig - etwa alle zwei bis drei Jahre - einen Erste-Hilfe-Kurs zu besuchen und so das Wissen und vor allem die Kompetenzen aufzufrischen“, so Tobaben weiter.

Täglich passieren in Deutschland unzählige Unfälle, sei es im Haushalt oder im Straßenverkehr. Im Notfall spielt derjenige die wichtigste Rolle, der als erster am Unfallort eintrifft. Laut der Auswertung der repräsentativen Umfrage der Deutschen Tamoil fühlen sich die Deutschen für den Ernstfall vorbereitet und schätzen die eigenen Kenntnisse als Ersthelfer mit einem „Gut“ ein (85 Prozent). Demzufolge sollte die Hilfsbereitschaft in der Not eine Selbstverständlichkeit sein. Überraschend zeigte sich jedoch, dass sich nur zwei Drittel zutraut, im Falle eines Unfalls den Notruf zu wählen. Große Überwindung kostet den Deutschen besonders die Herzdruckmassage oder Personen mit starken Blutungen zu helfen (30 Prozent). „Hier sind regelmäßiges Training und Übung fundamental und geben Handlungssicherheit!“, führt Tobaben weiter aus. Des Weiteren traut sich nur jeder fünfte Deutsche zu, eine Unfallstelle zu sichern, um noch weitere kritische Situationen zu verhindern.

 

Bildquelle: Pixabay

Wintercaravans: Was können die Camper für Herbst und Winter?

Die Anschaffung eines Wintercaravans kann für häufige Wintercamper durchaus Sinn machen. Das ist das Ergebnis eines Tests, bei dem der ADAC vier Caravans mit spezieller Winterausrüstung wie besonders starken Heizungen oder einer besseren Dämmung untersuchte.

Alle Wintercaravans im ADAC-Test mit Note „gut“

Hintergrund des ADAC-Test ist nach eigenen Angaben die wachsende Beliebtheit von Wintercamping. Nach den Zahlen des Bundesverbandes Campingwirtschaft Deutschland (BVCD) stieg die Zahl der Übernachtungen allein in Deutschland auf 1,3 Millionen Übernachtungen und damit um 94 Prozent gegenüber der Wintersaison 2011/2012. 
Die vom ADAC getesteten Modelle sind – was die Wintertauglichkeit betrifft – Standardmodellen überlegen: Die vier Kandidaten Adria Alpina 663 UK, Fendt Diamant 560 SG, Hymer Eriba Nova SL 530 sowie Knaus Südwind 650 UDF Scandinavian Selection erhielten alle das ADAC Urteil „gut“. Sie überzeugen aber nicht nur als Winterspezialisten, sondern punkten auch mit ihrer Ausstattung und Wohnqualität. Angesichts von Preisen bis zu 37.400 Euro darf das allerdings durchaus vorausgesetzt werden. 
Im Einzelnen kann das Modell von Fendt mit seiner Luftheizung überzeugen, dank derer die Aufheizungsdauer signifikant geringer ausfällt als bei den drei übrigen Caravans und dem Referenzgefährt, einen handelsüblichen Sommercaravan. Der Hymer hingegen kühlt deutlich langsamer aus. 
Die Kältetests offenbarten aber auch Schwächen: So sind die integrierten Temperaturfühler der untersuchten Caravans oft träge und ungenau. Allein der Knaus konnte hier realistische Daten liefern. Abhilfe lässt sich zum Glück meist schaffen: In den Untermenüs der Heizungsbedienungen kann man einen Temperaturoffset einstellen und damit einen Abgleich machen. 
Nach Ansicht der ADAC-Experten lohnt sich die Anschaffung eines Wintercaravans für diejenigen, die in der kalten Jahreszeit häufig mit dem Caravan unterwegs sind. Wer nur gelegentlich campt, kommt mit einem herkömmlichen Modell gut zurecht, muss aber höhere Kosten für Gas und Strom einkalkulieren und Maßnahmen gegen Eis im Abwassertank ergreifen.

Für Wintercamper hat der ADAC die wichtigsten Tipps zusammengestellt: Wasserheizungen regeln die Temperatur mit geringeren Schwankungen als eine Luftheizung, dazu leiser und zugfrei. Wer Wert auf eine besonders angenehme Wärme legt und mit der längeren Aufheizdauer leben kann, ist damit gut beraten. Eine Fußbodenheizung erhöht den Komfort und kann den Caravan schneller auf Temperatur bringen. Und gedämmte oder gar im Innenraum verbaute Wassertanks sind in sehr kalten Regionen extrem hilfreich. Wichtig: Auf den rein elektrischen Betrieb der Wasserheizungen sollte nur im Notfall zurückgegriffen werden, denn damit wird es schnell teuer.

 

Bildquelle: Pixabay

In Baustellen: Lieber sicher rechts, als ängstlich links fahren

Baustellen auf den Autobahnen gehören zum automobilen Alltag. Vor allem in den Sommermonaten und bis Oktober prägen sie laut dem Statistischen Bundesamt das Fernstraßenbild. Derzeit gibt es bundesweit etwa 550. So nötig Baustellen sind, sie behindern leider auch den Verkehrsfluss.

In Baustellen besonders besonnen Auto fahren

Baustellen sorgen nicht nur für Staus und stockenden Verkehr, „sie sind erfahrungsgemäß eine häufige Unfallquelle“, wie Marcellus Kaup von TÜV SÜD sagt. Insbesondere das Fahren auf der linken Fahrspur wird aufgrund der Enge von vielen Autofahrern als besonders unangenehm empfunden.
„Knapp die Hälfte der Befragten fühlen sich in Autobahnbaustellen nicht sicher und jeder sechste Fahrer verspürt sogar regelrecht Angst“, zitiert Kaup Umfrageergebnisse. Die engen Platzverhältnisse, die ungewohnte Spurführung verzeihen kein gedankliches Abschweifen, kein Hantieren am Radio und schon gar nicht am Telefon, selbst bei Freisprecheinrichtung.
Grundsätzlich ist in Baustellenbereichen die rechte Fahrspur breiter und deshalb empfiehlt Kaup Autofahrern, die sich auf der linken Spur unsicher fühlen, sich rechts einzuordnen und so die Nerven zu schonen, der Zeitverlust ist minimal. „In einer fünf Kilometer langen Baustelle bringen zehn Kilometer pro Stunde (km/h) mehr gerade einmal 25 Sekunden Zeitgewinn“, rechnet Kaup vor.
Zudem kommt, dass die linke Spur erfahrungsgemäß nur bis zu einer bestimmten Breite erlaubt ist. Das Problem: Die in den Fahrzeugpapieren eingetragene Fahrzeugbreite weist nur die Fahrzeugdimension ohne Außenspiegel aus. „Deshalb sollte man sich über die tatsächliche Breite seines Fahrzeugs informieren“, legt der TÜV SÜD-Fachmann Autofahrern ans Herz, „sonst droht Bußgeld“. Das gilt ebenso für die Tempolimits., denn Baustellenbereiche sind ein gern gewählter Platz für polizeiliche Kontrollen.

Wenn vor der Baustelle die Anzahl der Fahrspuren reduziert wird, muss man sich nach dem Reißverschlusssystem einordnen. So schreibt es die Straßenverkehrsordnung (StVO) vor. In diesem Fall sortieren sich die Fahrzeuge abwechselnd auf der weiterführenden Spur ein, eines von der einen, dann eines von der anderen Seite. Dieses Fahrmanöver sollte erst unmittelbar vor Ende des Fahrstreifens erfolgen; Autofahrer, die bis zum Hindernis fahren, verhalten sich also korrekt. „Zu frühes Einfädeln vor dem Ende des Fahrstreifens verursacht eher einen Stau oder Stockungen. Autofahrer auf der weiterführenden Spur müssen die anderen Verkehrsteilnehmer nach dem Reißverschlussverfahren einfädeln lassen“, erinnert Kaup.

 

Bildquelle: Pixabay

Ruheversicherung: Welche Autofahrer brauchen diesen Schutz?

Viele Cabrios und Motorräder verschwinden spätestens im November wieder von der Straße. Sie werden vorübergehend außer Betrieb gesetzt und erst im Frühjahr bei schönem wieder Wetter hervorgeholt. Hier kann eine Ruheversicherung von Vorteil sein.

Ruheversicherung schützt Auto und Motorrad im Winterschlaf

Wer nur ein paar Monate im Jahr fährt, will natürlich auch nur für diese Zeit Steuern und Versicherungsbeiträge zahlen. Mit Saisonkennzeichen ist das kein Problem. Mehr als 800.000 Pkw- und 1,3 Millionen Motorradfahrer nutzen laut Kraftfahrt-Bundesamt die Möglichkeit, ihr Fahrzeug einmalig für mindestens zwei, maximal elf Monate bei der Zulassungsstelle anzumelden. Mit Beginn der neuen Saison kann sich der Fahrer ins Auto setzen, Gas geben und losfahren. Der Saisonzeitraum bleibt bis zur endgültigen Abmeldung von Jahr zu Jahr gültig. 
Aber nicht nur das: Wird das Fahrzeug eingemottet, erlischt, wie die HUK-COBURG mitteilt, der Versicherungsschutz nicht völlig. Während des Stilllegungszeitraums besteht in der Kfz-Versicherung eine kostenlose Ruheversicherung. Sie kommt in der Kfz-Haftpflichtversicherung hauptsächlich dann zum Tragen, wenn auslaufende Betriebsstoffe wie Öl oder Benzin das Erdreich verschmutzen, vielleicht sogar ins Grundwasser sickern. Fordern zum Beispiel Vermieter oder Kommune deshalb Schadenersatz, wäre das ein Fall für die Versicherung. 
Die Ruheversicherung kann auch eine Teilkasko-Versicherung (TK) miteinschließen, vorausgesetzt die Versicherung bestand schon vor der Ruhephase. Wichtig wird die Ruheversicherung in der TK vor allem, wenn Winterstürme schwere Gegenstände durch die Luft wirbeln, die dann das Kraftfahrzeug beschädigen. Aber auch Themen wie Motorbrand durch Kurzschluss in der Elektronik oder Diebstahl spielen immer wieder eine Rolle. 
Um von der kostenlosen Ruheversicherung zu profitieren, muss es sich beim Winterquartier entweder um einen Raum oder zumindest um einen umfriedeten Abstellplatz handeln. Umfriedung kann heißen, der Platz ist von einem Zaun oder einer Hecke umschlossen. Wer ein Carport für diesen Zweck nutzt, sollte die freien Seiten wenigstens mit einer Kette sichern.

 

Bildquelle: Pixabay

Was Autofahrer über Fahrzeugbreiten wissen sollten

Rund 70 Prozent aller neu zugelassenen Automobile weisen inzwischen eine Fahrzeugbreite von mehr als zwei Metern auf, wie der ADAC feststellte – und sind damit zum Beispiel zu breit für die verengten linken Spuren von Autobahnbaustellen. Doch das wissen viele Autofahrer offenbar nicht…

Vorsicht: Zu breites Auto gefährdet auch Versicherungsschutz

Die einen Autofahrer wissen gar nicht, dass ihr Gefährt viel zu breit ist, als es viele Baustellen oder Straßen eigentlich erlauben, die anderen – vor allem Tuning-Fans – nehmen das eher mickrige Bußgeld von 20 Euro gerne in Kauf. Diese Fahrer übersehen allerdings, dass bei einem Unfall der Kasko-Schutz ihrer Versicherung durch die Überbreite des Autos eingeschränkt werden kann. Zudem droht ihnen wegen Mitschuld, dass die gegnerische Haftpflicht-Versicherung ihren Schadenersatz einschränkt.

Nach Angaben des ADAC waren Autos der sogenannten Kompaktklasse, wie etwa der VW Golf, im Jahr 1978 im Mittel nur knapp 1,6 Meter breit. Seitdem wuchsen die Ausmaße von Fahrzeugen dieser Klasse auf knapp 1,8 Meter an. Rechnet man noch die Außenspiegel hinzu – und nur so ergibt sich das tatsächliche Außenmaß eines Autos – dann kommt schnell eine Breite von mehr als zwei Metern zusammen.
Das wiederum bedeutet tatsächlich, dass zahlreiche Autos inzwischen zu breit für die linke Spur sind. Dies mag für Tuning-Enthusiasten Traumbild und Horrorvision zugleich sein, denn die gepimpten Fahrzeuge sollen ja auch beim „Überholimage“ zulegen. Ab zwei Meter Fahrzeugbreite jedoch verbietet sich für alle Autofahrer zum Beispiel die Nutzung der meisten linken Fahrstreifen in Autobahnbaustellen. Denn die sind in der Praxis häufig nur für Pkw bis maximal zwei Meter Breite zugelassen. Und diese Maße werden – wie gesagt – vielfach schon von vergleichsweise kompakten Autos überschritten. Gar nicht zu reden von großen Limousinen, schweren SUV oder Transportern. Für sie sollte die Überholspur in Autobahnbaustellen wegen Überbreite ebenfalls tabu sein.

Deshalb raten Experten Autofahrern dazu, sich genau über die Breite des eigenen Fahrzeugs zu informieren. Dazu reicht demnach nicht der einfache Blick in die Fahrzeugpapiere. Denn darin ist in der Regel lediglich die Karosseriebreite ohne Außenspiegel aufgeführt. Diese Rückspiegel zählen aber nun mal mit zur tatsächlichen Fahrzeugbreite. Vor dem Hintergrund kann es im Zweifel sogar sinnvoll sein, selbst nachzumessen, empfehlen die Fachleute. Denn Unkenntnis schützt im Schadensfall nicht vor finanziellen Einbußen.

 

Bildquelle: Pixabay

P+R-Parkplätze im Test: Was sollten Autofahrer wissen?

Dass man nicht auf sein Auto verzichten muss und trotzdem etwas zum Umweltschutz beitragen kann, zeigen die zahlreichen P+R-Parkplätze im ganzen Land. „Park and Ride“ ermöglicht es Autofahrern, ihren Wagen an einer Straßenbahn- oder S-Bahn-Haltestelle zu parken und dann die Bahn zur Arbeit zu nehmen. Gerade in Zeiten zunehmender Umweltbelastung und voller Straßen in den Innenstädten hat der ADAC 60 Anlagen einem Test unterzogen.

So gut (und schlecht) sind Deutschlands P+R-Parkplätze

P+R-Anlagen können dazu beitragen, das Verkehrsaufkommen in den Innenstädten zu reduzieren. Vor diesem Hintergrund hat der ADAC 60 P+R-Anlagen in zehn deutschen Städten mit hohem Pendleraufkommen getestet. Die Ergebnisse sind weitgehend positiv: Ein Drittel der getesteten P+R-Anlagen erhielt die Wertung gut oder sehr gut, 26 Anlagen schnitten noch mit ausreichend ab. Aber: 13 waren mangelhaft, eine sogar sehr mangelhaft. Damit fiel fast jede vierte Anlage im Test durch. 
Beste Anlage im ADAC-Test ist das gebührenpflichtige Parkhaus Österfeld in Stuttgart, dicht gefolgt von den Anlagen Messestadt Ost und Fröttmaning in München sowie Haus Borsigallee in Frankfurt. Schlechteste Anlage im Test ist der P+R-Platz Plovdiver Straße in Leipzig mit dem Gesamturteil sehr mangelhaft. 
Besonders gut gefielen den Testern die pendlerfreundlichen Lösungen der Stuttgarter und Münchner Betreiber, die online Prognosen über freie Stellplätze zur Verfügung stellten. Oder die P+R-Anlage Bremen-Burg, wo man über eine Anzeigetafel freie Stellplätze und die Abfahrtszeiten der nächsten beiden Züge ablesen konnte. 
Ärgerlich dagegen ist die Tatsache, dass im Test ein Viertel der Anlagen bei Anfahrt voll waren. Weitere Hauptmängel: Keine webbasierten Prognosen zur Auslastung der Anlagen, keine Trennung zwischen Fußgänger- und Autobereichen auf Parkplätzen, nur selten Video-Überwachung, kaum E-Lademöglichkeiten und häufig fehlende Kennzeichnung der Stellplätze. An die Adresse der ÖPNV-Anbieter geht: Zu große Abstände zwischen den Abfahrten und lange Reisezeiten ins Zentrum. 
Damit P+R-Anlagen für den Verbraucher attraktiver werden und die Innenstädte park- und stautechnisch stärker entlasten, gibt es aber noch Verbesserungspotenzial. Dabei sind Autofahrer, Betreiber, Kommunen und ÖPNV gleichermaßen gefordert. Dazu sagt Gerhard Hillebrand, ADAC Vizepräsident für Verkehr: „P+R-Anlagen können Menschen, die in die Zentren von Großstädten einfahren wollen, bereits im Umland zu einem Umstieg auf den ÖPNV bewegen. Das ist sinnvoll, funktioniert aber nur, wenn die Anbindung an den ÖPNV stimmt. Takt und Kapazitäten können oft noch deutlich verbessert werden. Die Bedeutung von P+R-Anlagen wird in Zukunft noch steigen, wenn insbesondere in den Großstädten bezahlbarer Wohnraum fehlt.“

 

Bildquelle: Pixabay

Sicherer Umgang mit Seil und Haken – so geht Abschleppen

Beim Abschleppen eines Autos können viele Fehler passieren. Denn wenn du ein Auto richtig an den Haken nehmen möchtest, solltest du einige Dinge beachten. In diesem Artikel gibt es hilfreiche Tipps, damit du sicher mit Seil und Haken umgehen kannst, wenn es drauf ankommt.

Bei Panne mit dem Auto: So wird richtig abgeschleppt

Nur Fahrzeuge, die nicht mehr fahrbereit sind, dürfen abgeschleppt werden. Ist die Elektrik ausgefallen, muss ein professionelles Abschleppunternehmen beauftragt werden. Steht ein Fahrzeug auf der Autobahn oder behindert es den Straßenverkehr, sollte zunächst die Pannenstelle gesichert werden. Beim Abschleppen langsam (nicht schneller als 50 km/h) fahren, denn bei Motorausfall arbeiten Lenk-und Bremshilfe nicht. Bei niedrigem Tempo bleibt dem Fahrer des Pannenautos genügend Zeit, zu reagieren.

Abgeschleppt werden kann mit einem Seil oder einer festen Stange. Diese sind am jeweiligen Abschlepphaken der Fahrzeuge zu befestigen – jedoch nicht diagonal, weil das Auto sonst ausbrechen könnte. Seil oder Stange dürfen höchstens fünf Meter lang sein und müssen, z. B. mit einem roten Fähnchen, kenntlich gemacht werden.

Wer ein Auto abschleppt, sollte es auf dem kürzesten Weg zum Zielort bringen. Bei Autos mit Automatikgetriebe, Hybrid- oder Elektrofahrzeugen sollten Besonderheiten in der Bedienungsanleitung beachtet werden. Beide Fahrzeuge müssen die Warnblinkanlage und bei Dunkelheit die Beleuchtung einschalten.
Wer abschleppt, benötigt eine gültige Fahrerlaubnis. Der Lenker des defekten Fahrzeugs braucht keinen Führerschein, sollte aber hinsichtlich Körpergröße, Kraft und Erfahrung dazu geeignet sein, das Auto sicher zum Bestimmungsort zu bringen.
Der Fahrer des Pannenfahrzeugs kuppelt immer aus. Bei defektem Blinker zeigt er nachfolgenden Fahrzeugen Richtungsänderungen per Handzeichen an. Das Abschleppseil muss während der Fahrt möglichst straff gehalten werden. Falls möglich, empfiehlt es sich, das Anfahren und Bremsen an ungefährlichen Stellen wie Parkplätzen zunächst zu üben.

Das Abschleppen auf der Autobahn ist nur dann erlaubt, wenn die Panne auf der Autobahn passiert ist. Diese ist an der nächsten Ausfahrt zu verlassen. Wer weiterfährt muss mit einem Bußgeld von 20 Euro rechnen. Das Auffahren auf die Autobahn ist mit abzuschleppenden Fahrzeugen generell nicht erlaubt.

 

Bildquelle: Pixabay

Sicher durch den Sommer: Was sollten Motorradfahrer beachten?

Sommerzeit ist Motorradzeit. Für viele Autofahrer bedeuten ein strahlend blauer Himmel, Sonnenschein und hohe Temperaturen einen perfekten Motorrad-Sommer. Auch um Unfälle zu vermeiden, sollten Biker sich und ihr Fahrzeug jedoch vor den ersten großen Touren gut vorbereiten. Neben der Technik und Sicherheitsausrüstung ist aber auch eine gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr dringend notwendig, wie der ADAC berichtet. Das gilt es demnach beachten:

Das Motorrad gründlich reinigen und auf Fehler oder Roststellen überprüfen.
Batterie prüfen, ist sie ausreichend gefüllt und geladen?
Motoröl, Bremsflüssigkeit und Kühlmittel überprüfen und bei Bedarf nachfüllen.
Lichtanlage und elektronische Anlage, z.B. Kupplungs- und Seitenständerschalter, testen.
Antriebskette korrekt spannen und schmieren.
Bremsbeläge und Bremswirkung prüfen.
Profilzustand und Luftdruck der Reifen prüfen.
Wer mehr Motorrad fahren möchte als bisher, sollte auf das Reifenherstellungsdatum achten. Liegt dies fünf Jahre oder mehr zurück, sollte der Reifensatz ausgetauscht werden.
Eventuelle Mängel vor Fahrtbeginn reparieren lassen.
Gegebenenfalls die Schwimmerkammern der Vergaser entleeren. Benzinhahn öffnen und frischen Kraftstoff in den Vergaser füllen.

Auf die richtige Kleidung kommt es an

Nicht nur die Maschine braucht nach der Winterpause eine Auffrischung, auch der Fahrer sollte nicht ohne Vorbereitung wieder aufsteigen. Wichtig ist es, sich vor Saisonbeginn wieder mit der Maschine vertraut zu machen. Die erste Fahrt sollte auf einer wenig befahrenen Straße erfolgen, um die Bremsen nochmals im Fahrbetrieb zu testen und das Fahren in Schräglage oder Ausweichen wieder aufzufrischen. Nach einer längeren Pause empfiehlt sich auch die Teilnahme an einem Motorrad-Wiedereinsteiger-Training. Lange und anspruchsvolle Ausflüge wie Berg- und Passfahrten sollten deshalb anfangs vermieden werden.
Unverzichtbar ist die richtige Kleidung, sie ist Voraussetzung für sicheres Fahren. Neben Helm und Handschuhen sind eine warme Kombi sowie Nierengurt bzw. Rückenprotektor nicht nur in der Übergangsjahreszeit zu empfehlen. Kontrastreiche Kleidung machen Motorradfahrer für andere Verkehrsteilnehmer noch besser sichtbar. Das Anti-Beschlag-Visier sollte auf Kratzer untersucht und im Zweifelsfall ausgetauscht werden.

Autofahrer haben Zweiräder noch nicht im Blick

Nicht nur Motorradfahrer müssen sich ans Fahren und die Maschine wieder gewöhnen, auch für Autofahrer ändert sich nun die Verkehrslage Bei den ersten Ausflügen sollten Zweiradfahrer möglichst defensiv fahren, denn oftmals werden Geschwindigkeit und Beschleunigungsvermögen von den Autofahrern noch unterschätzt. Für viele Autofahrer ist es schwierig, sich bei Ausweich- und Bremsmanövern in die Motorradfahrer hineinzuversetzen. Darum sollten alle Verkehrsteilnehmer zu jeder Zeit rücksichtsvoll und vorausschauend fahren.
Eine defensive Fahrweise ist auch deshalb angebracht, weil es vor allem in Waldstücken und auf Brücken morgens noch feuchte und eisglatte Straßenabschnitte geben kann. Schlaglöcher sowie liegengebliebener Streusplitt können für Zweiradfahrer gefährlich werden.

 

Bildquelle: Pixabay

Was sollten Autofahrer über Alkohol am Steuer wissen?

Gott sei Dank weiß jedes Kind mittlerweile: Alkoholisiert Auto fahren ist verboten. Auch die Promillegrenzen von 0,5 Promille sollte jedem Autofahrer in Deutschland geläufig sein. Doch es gibt einige Regeln und Verbote, die nicht jeder kennt. Wusstet du beispielsweise, dass auch der Beifahrer für die Trunkenheit des Fahrers verantwortlich gemacht werden kann?

Alkohol: Diese Regeln und Verbote sollten Autofahrer kennen

Für viele Menschen gehört der Schluck Wein beim Abendessen oder das kühle Bier nach der Arbeit einfach dazu und manch einer fühlt sich nach ein, zwei Gläsern immer noch als Herr des Geschehens. Doch: Der Eindruck täuscht nicht selten. Schon geringe Alkoholmengen genügen, um die Reaktionsfähigkeit drastisch einzuschränken. 
Was viele nicht wissen: Schon bei Fahrauffälligkeiten – wie dem Fahren von Schlangenlinien oder zu dichtem Auffahren – drohen bereits ab 0,3 Promille ein Fahrverbot, Punkte und ein Bußgeld. Wer mit 0,5 Promille in eine Polizeikontrolle gerät, wird mit mindestens 500 Euro zur Kasse gebeten, darf sich mindestens einen Monat nicht ans Steuer setzen und kassiert zwei Punkte in Flensburg. 
Ist ein Autofahrer mit mehr als 1,1 Promille unterwegs, geht der Gesetzgeber automatisch von absoluter Fahruntüchtigkeit aus. Wen die Polizei so antrifft, der muss sich für mindestens sechs Monate von seinem Führerschein verabschieden. Weitere Konsequenzen sind drei Punkte in Flensburg und eine Geldstrafe. Bei solch einer Trunkenheitsfahrt wird der Führerschein entzogen. Seine Rückgabe muss bei der Straßenverkehrsbehörde beantragt werden.

Fahranfänger sollten berücksichtigen: Bis zum 21. Geburtstag beziehungsweise während der Probezeit ist Alkohol am Steuer absolut tabu. Auch Rad fahren und Alkohol passen nicht zusammen: Wer angetrunken einen Unfall verursacht, läuft ab 0,3 Promille ebenfalls Gefahr, seinen Führerschein zu verlieren. Ab 1,6 Promille muss auch ein Radfahrer mit einem Verfahren rechnen – unabhängig davon, ob er einen Führerschein besitzt.

Lieber nicht mit dem Versicherungsschutz spielen

Soweit die strafrechtliche Seite. War bei einem Unfall Alkohol im Spiel, kann sich das, wie die HUK-COBURG mitteilt, auch auf den Versicherungsschutz auswirken. Inwiefern hängt vom Blutalkoholspiegel und der individuellen Fahrtüchtigkeit ab. Also davon, ob der Fahrer eine Situation erkannt und angemessen reagiert hat. Wer Schlangenlinien gefahren ist, Autos gerammt hat oder von der Straße abgekommen ist, hat diese Grenze überschritten. Wie viel Alkohol zu Ausfallerscheinungen führt, ist bei jedem verschieden. Im Extremfall genügt ein Glas Sekt. 
Lässt sich der Unfall eindeutig auf Alkoholkonsum zurückführen, greift in der Kfz-Haftpflichtversicherung die Trunkenheitsklausel. Sie befreit den Versicherer von seiner Leistungspflicht. Das heißt: Die Versicherung reguliert den Schaden des Opfers, nimmt aber den Unfallverursacher in Regress. Maximal 5.000 Euro kann sie sich vom Schädiger zurückholen. 
In der Kasko-Versicherung kann sich der Versicherer auf Leistungsfreiheit berufen und nur einen Teil des Schadens oder gar nichts bezahlen. Bei 1,1 Promille gilt der Alkoholgenuss automatisch als unfallursächlich. Allerdings genügen auch geringere Mengen, um den Versicherungsschutz ins Wanken zu bringen. Die Gretchenfrage ist und bleibt die Ursächlichkeit für die Karambolage.

Auch wer bei seinem alkoholisierten Trinkkumpan ins Auto steigt, muss bei einem Unfall mit Konsequenzen rechnen. Wird der Beifahrer verletzt, können seine Ansprüche gekürzt werden, die er im Normalfall gegen den Verursacher gehabt hätte. Dies gilt zum Beispiel für das Schmerzensgeld. Die Rechtsprechung unterstellt hier, dass ein Beifahrer, der sich zu einem Betrunkenen ins Auto setzt, sich selbst gefährdet und die Verletzungsfolgen dadurch mit verursacht hat. Selbst am Morgen nach einer fröhlich durchzechten Nacht ist der Alkohol immer noch ein Thema. Schließlich dauert es um die zehn Stunden, bis ein Promille Alkohol im Körper abgebaut wird. Im Zweifelsfall empfiehlt sich der Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel.

 

Bildquelle: Pixabay

Was sollten Autofahrer über (hungrige) Marder wissen?

Ab jetzt wird zugebissen: Der Sommer ist die Paarungszeit der Steinmarder. Die Männchen verteidigen dann heftig ihr Revier. Unsichere Zeiten für Autofahrer. Besonders für alle, die zwischen Orten hin- und herpendeln, an denen unterschiedliche Marder den Motorraum heimsuchen.

Auch Marder lieben Autos

Nicht nur die Deutschen lieben ihre Autos. Auch die kleinen Raubtiere lieben das Fortbewegungsmittel, besonders den engen Platz unter der Motorhaube: Eine kuschelige Höhle zum Wohlfühlen. Doch: Allein der Geruch eines vermeintlichen Konkurrenten, der seine Duftmarke hinterlässt, kann ihr Wohlgefühl trüben. In diesem Moment sind wilde Beißattacken vorprogrammiert. Autofahrer mit Garage müssen damit rechnen, dass sich Marder zum Beispiel an den Kabeln ihrer Zündkerzen oder an den Brems- und Kühlwasserschläuchen ihrer Pkw vergehen. Das kann nicht nur teuer, sondern auch gefährlich werden. Zumal die Schäden oft unentdeckt bleiben, da die spitzen, kleinen Zähne der Raubtiere oft nur stecknadelgroße Einstiche hinterlassen. Während der Fahrt kann es recht schnell zu Folgeschäden, zum Beispiel am Motor, kommen. Ein Blick auf die Temperaturanzeige des Kühlwassers kann hier helfen: Geht der Zeiger in den roten Bereich, sollte man auf jeden Fall einen Blick unter die Motorhaube werfen.

Einziger Trost: Schäden, die Marder anrichten, sind oftmals in der Teilkasko mitversichert. Allerdings bieten nicht alle Versicherungen diesen Schutz. Wer es genau wissen will, sollte nachfragen oder einen Blick in seine Bedingungen werfen. Zudem sind in der Teilkaskoversicherung manchmal auch nur die unmittelbaren Schäden – also die zerbissenen Schläuche – versichert. Teuer werden jedoch meist die Folgeschäden, wenn der Motor oder die Bremsen in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Bei manchen Versicherungen sind auch diese Folgeschäden bis zu einer Summe von 3.000 Euro mitversichert. Wenn sich das kleine Raubtier an den Schläuchen und Kabeln von Autos, Campingfahrzeugen oder Krafträdern vergangen hat, greift natürlich auch die Vollkasko-Versicherung. Allerdings gilt hier: Wer einen Schaden meldet, wird in seinem Schadenfreiheitsrabatt hochgestuft.

Vorbeugen ist möglich

Ein Wundermittel, das den Marder vom Motorraum fernhält, gibt es nicht. Autobesitzer können dem Marder das Zubeißen aber zumindest erschweren. Wirkungsvoll und günstig sind stabile Kabelummantelungen für gefährdete Bauteile aus dem Fachhandel. Zudem verderben spezielle Vorrichtungen zum Abschotten des Motorraums dem kleinen Raubtier den Spaß mit Kabeln, Dämmmatten und Wasserschläuchen. Auch gelegentliche Motorwäschen sollen helfen. Sie entfernen alle Geruchsspuren, die andere Marder anlocken, aus dem Motorraum. Sprich uns einfach an, wir helfen dir gerne weiter, auch wenn sich ein Marder bereits an deinem Auto zu schaffen gemacht hat.

 

Bildquelle: Pixabay

Wie werden Kinder im Auto richtig angeschnallt?

Bereits seit 1902 gibt es Sicherheitsgurte für Autos, seit 1993 die Kindersicherungspflicht. Doch obwohl längst mehrfach bewiesen wurde, dass Sicherheitsgurte Leben retten können, haben ca. 2 Prozent der Deutschen (2013) ihre Kinder noch immer nicht angeschnallt. Dabei ist das gar nicht mal so schwer...

Kinder im Auto richtig anschnallen – so geht es

61 Kinder kamen 2017 auf deutschen Straßen ums Leben. Am häufigsten verunglücken Kinder im Straßenverkehr als Insasse eines Autos, wobei vor allem Kleinkinder im Alter bis zu sechs Jahren gefährdet sind. Die schweren Unfallverletzungen erleiden sie auch deshalb, weil Kindersitze oftmals nicht vorschriftsmäßig installiert oder die Kinder nicht richtig angegurtet wurden. Doch ob der Gurt gestrafft ist oder der Airbag besser ausgeschaltet bleibt, kann über Unfallfolgen entscheiden. Hier die wichtigsten Tipps, um Kinder im Auto richtig zu sichern:

- Den Gurt an das Kind möglichst straff anpassen, zwischen Gurte und Körper des Kindes darf nur eine flache Hand passen.

- Auf den Gurtverlauf achten: Der Schultergurt sollte mittig über die Schulter, der Beckengurt so tief wie möglich über die Leistenbeuge laufen.

- Der Kindersitz muss stabil und kippsicher auf dem Autositz befestigt sein und darf nicht verrutschen – das Isofix-System bietet hier die beste Sicherheit.

- Die Höhe der Kopfabstützung von Zeit zu Zeit prüfen, kleine Kinder wachsen schnell. Wenn der Kopf aus der Babyschale herausragt, auf die nächste Größe wechseln.

- Bei Fahrzeugen mit Airbag auf die Hinweise des Kindersitz- und des Autoherstellers achten. Bei aktiven Beifahrer-Frontairbags dürfen rückwärts gerichtete Kindersitzsysteme nicht auf dem Beifahrersitz verwendet werden. Wird ein solcher Sitz dort genutzt, Airbag deaktivieren.

- Weiter empfiehlt der ADAC, den Kindersitz auf den Rücksitzen zu installieren. Es sollte der Platz hinten rechts oder hinten in der Mitte ausgewählt werden, da dann das Kind auf der Seite zum Fußweg aus- und einsteigt.

- Keine schweren oder scharfkantigen Gegenstände in den Innenraum legen, sie können beim Unfall die Insassen erheblich verletzen. Der Kindersitz muss auch fest gesichert sein, wenn kein Kind darin sitzt.

- Keine Veränderungen an Kindersitzen vornehmen.

 

Bildquelle: Pixabay

Haftstrafe möglich: Welche Verkehrsregeln sind im Ausland anders?

Wer mit dem Auto eine Reise ins Ausland unternimmt, sollte sich gründlich über die Verkehrsregeln des Ziellandes informieren. So wird in England beispielsweise auf der linken Straßenseite gefahren. Doch es gibt auch weniger bekannte Verkehrsregeln, die ziemlich anders sind, als hierzulande. Dann kann es auch mal richtig teuer werden...

Licht abkleben oder doch Lichtpflicht?

Dass Urlauber in Großbritannien beispielsweise ihre Geschwindigkeit von Stundenkilometern in Meilen pro Stunde umrechnen und auf der linken statt rechten Straßenseite fahren müssen, dürfte weitestgehend bekannt sein. Was jedoch nicht so viele Autofahrer und Urlauber wissen: Aufgrund der entgegengesetzten Verkehrsführung müssen diejenigen, die ein Fahrzeug mit asymmetrischem Abblendlicht besitzen und in Großbritannien unterwegs sind, den entsprechenden Bereich am Scheinwerfer abkleben, damit der Gegenverkehr nicht geblendet wird. Gerade dem Thema Beleuchtung sollte bei der Fahrt ins Ausland besondere Beachtung geschenkt werden. So gilt beispielsweise in Polen, Dänemark oder Kroatien eine ganzjährige Lichtpflicht auch am Tag. In Tschechien und Serbien muss zudem ein Set Ersatzglühlampen im Wagen mitgeführt werden.

Haftstrafen für Radarwarngeräte

Blitzer-Apps für das Smartphone sind in Deutschland genauso verboten wie Navigationssysteme mit integrierten Warnfunktionen. Verstöße werden mit bis zu 75 Euro und einem Punkt in Flensburg geahndet. In Belgien, Frankreich, Luxemburg und Spanien ist die Nutzung eines Navigationsgerätes mit Warnung vor stationären Blitzern hingegen erlaubt. Trotzdem sollte man sicherheitshalber immer von einem Verbot ausgehen. Es gibt viele Grauzonen und etwaige Strafen können sehr hoch ausfallen. Besonders trifft das auf die Verwendung von aktiven Radarwarngeräten zu. In Tschechien wird das Mitführen dieser speziellen Geräte mit bis zu 7.000 Euro geahndet – in Luxemburg, Schweden oder Belgien können sogar zwischen einem und sechs Monate Haft verhängt werden.

Was tun bei Brandstiftung am Auto?

Lodernde Flammen, heulende Sirenen, ein vollständig ausgebrannter Wagen: Ein solches Szenario gibt es schon lange nicht mehr nur in Filmen. Besonders in Großstädten kommt es immer wieder zu brennenden Autos, denn die Anzahl der Brandstiftungen nimmt zu. Doch was solltest du tun, wenn es bereits zu spät ist?

Immer mehr Autos mutwillig in Brand gesetzt

Allein in Berlin gingen in diesem Jahr bereits über 300 Autos in Flammen auf. Bundesweit gehen die Schäden jedes Jahr in die Millionen. Doch wer zahlt die Rechnung, wenn ein Brandstifter zuschlägt? – Im schlimmsten Fall der Fahrzeugeigentümer selbst, sofern er keine Kaskoversicherung für sein Auto abgeschlossen hat. Eine Teilkaskoversicherung übernimmt in der Regel den Schaden am eigenen Auto. Das gilt auch dann, wenn der Wagen völlig ausbrennt und zu einem Totalschaden wird. Der Fahrzeugeigentümer bekommt dann im Regelfall den Wiederbeschaffungswert seines Autos ausgezahlt, also den Preis eines gleichwertigen Autos auf dem regionalen Gebrauchtwagenmarkt. Manchmal lohnt auch ein Blick in den Versicherungsvertrag, da teilweise auch der Neu- oder Kaufpreis des Wagens erstattet wird.

Wer haftet, wenn das Feuer übergreift?

Wer trägt jedoch die Kosten, wenn das Feuer auf benachbart abgestellte Autos oder Gebäude übergreift? In diesem Fall sind der Autohalter und seine Versicherung nicht in der Pflicht zum Schadenersatz. Der Besitzer eines durch Brandstiftung in Flammen gesetzten Autos haftet nicht für Schäden, die an anderen Autos oder Häusern entstehen. Gefragt ist hier die Kasko-Versicherung des betroffenen Wagens, beziehungsweise die Gebäudeversicherung eines Wohnhauses. Sind diese Versicherungen nicht vorhanden, geht der Geschädigte leer aus. Es sei denn, der Brandstifter wird ermittelt und für seine Straftat haftbar gemacht.

Möchten Sie einen Kommentar hierzu schreiben?

Wenn das Auto plötzlich streikt: Wer hilft mir jetzt?

Manchen Autofahrern widerfährt sie nie, anderen ist sie schon viel zu oft passiert: Die Autopanne. Der Ärger ist meist groß, wenn das Auto plötzlich streikt. Viele Autofahrer wissen nicht, was in einer solchen Situation die ersten, wichtigen Schritte sind und wer dann weiterhelfen kann.

Werkstatt und Pannendienst helfen weiter

Platter Reifen, Motor defekt: Eine Panne kommt immer ungelegen und kostet neben Nerven und Zeit unter Umständen auch eine Menge Geld. Im Vorteil sind Autofahrer, die Inhaber eines Schutzbriefes sind. Der Kfz-Schutzbrief, beziehungsweise die Mitgliedschaft bei einem Autoclub oder einer Versicherung, garantiert Hilfe bei einer Panne oder einem Unfall: Im Notfall einfach die Notrufzentrale unter entsprechender Servicenummer anwählen und Hilfe kommt. Viele Autoclubs und Versicherungen bieten ihren Mitgliedern einen Notruf-Service, der das ganze Jahr 24 Stunden erreichbar ist. Muss dein Auto abgeschleppt werden, solltest du es direkt zu deiner Werkstatt des Vertrauens schleppen lassen – wir freuen uns jederzeit über deinen Anruf und helfen dir bei einer Panne gerne weiter, damit du schnell wieder mobil bist.

Was jeder bei einer Panne beachten sollte:

Warnblinklichter einschalten, sobald du bemerkst, dass mit dem Auto etwas nicht in Ordnung ist. So wird der folgende Verkehr gewarnt.
Geeignete Stelle zum Anhalten suchen – dies kann eine Pannenbucht oder ein regulärer Parkplatz und im Notfall auch der Seitenstreifen sein. Stelle dein Fahrzeug auf jeden Fall so weit rechts wie möglich am Fahrbahnrand ab.
Warnweste anziehen, anschließend das Warndreieck ca. 150 Meter von der Pannenstelle entfernt aufstellen. Erst danach solltest du den Pannendienst über Servicenummer oder Notrufsäule anrufen.
Wenn du die Notrufsäule nutzt, verlange ausdrücklich deinen Autoclub.
Halte für den Anruf des Notruf-Services Mitgliedsnummer, Name, Heimatanschrift sowie am besten den Fahrzeugschein – für technische Rückfragen – bereit.
Gib deinen Aufenthaltsort an – wenn möglich mit genauer Anschrift, alternativ Name der Institution, in der du dich befinden, beispielsweise Werkstatt, Hotel oder Krankenhaus.

Möchten Sie einen Kommentar hierzu schreiben?

Wie sparst du bares Geld beim Autofahren?

Laut einer forsa-Umfrage wissen 12 Prozent der deutschen Autobesitzer den wahren Verbrauch ihres Wagens nicht. Jedem Dritten (35 Prozent) sind noch nicht einmal die Verbrauchsangaben des Herstellers bekannt. Autofahrer können aber in jedem Fall auch selbst etwas zur Reduzierung der Kosten für den Kraftstoff tun. In diesem Artikel gibt es Tipps, wie sich die Spritkosten senken lassen und somit bares Geld gespart werden kann.

Auf die richtige Fahrweise kommt es an

Der größte Einflussfaktor ist die eigene Fahrweise. So solltest du beim Starten des Autos kein Gas geben und immer genügend Abstand zum Vordermann halten. Wenn du mit Abstand und vorausschauend fährst, kannst du starkes Abbremsen vermeiden, das – genau wie starkes Beschleunigen – ein extremer Spritfresser ist. Wenn du rechtzeitig den Gang wechselst und hohe Drehzahlen vermeidest, senkst du zusätzlich den Kraftstoffverbrauch. Der Wirkungsgrad des Motors ist meist zwischen 2.000 und 2.500 Umdrehungen am größten.

Tankpreis hängt von der Tageszeit ab

Das Sprichwort „Morgenstund hat Gold im Mund“ mag für viele Lebensbereiche gelten, allerdings nicht fürs Tanken. So ist etwa der Vormittag nicht die günstigste Zeit für sparsame Autofahrer. Ab 23 Uhr erreicht der Preis an vielen Tankstellen seinen Höchststand. Ab 4 oder 5 Uhr morgens nimmt er leicht ab und gegen 18 Uhr ist er am niedrigsten. Für den Verbraucher kann das einiges ausmachen: "Wer am späten Nachmittag tankt, zahlt jedenfalls deutlich weniger als am Morgen", sagt Frank Bärnhof. Feiertage sollte man möglichst umgehen; auch da ist mit Preisaufschlägen an der Tanksäule zu rechnen.

Per App die günstigste Tankstelle finden

Tankstellenbetreiber sind seit Sommer 2013 dazu verpflichtet, ihre Kraftstoffpreise an die Markttransparenzstelle des Bundeskartellamtes zu melden. Die Zentrale gibt die Daten an Apps und Internetseiten weiter, so dass sich Verbraucher jederzeit aktuell über die besten Spritpreise in ihrer Umgebung informieren können.

Elektronische Helferlein im Auto: Skepsis bei deutschen Autofahrern

Die aktuelle Trend-Tacho-Umfrage beschäftigt sich unter anderem mit Fahrassistenzsystemen. Das Resultat bestätigt den Autofahrerinnen und Autofahrern zunächst einmal eine, wenn auch abnehmende, so doch immer noch vorhandene Skepsis gegenüber den elektronischen Helfern.

Trend-Tacho: Skepsis bei Fahrassistenzsystem nimmt ab

Der überwiegende Teil der Befragten sieht Fahrassistenzsysteme als eher unwichtig an. Aber, so die Umfrage, rund 80 % erkennen darin schon einen Nutzen für die Steigerung von Komfort und Fahrsicherheit. Der Notbremsassistent punktet mit 36 % Zustimmung auf Platz eins, gefolgt von Einparksensoren (34 %) und Spurwinkel-/Toter-Winkel-Assistent (34 %). Weniger Anklang findet die Verkehrsschilderkennung mit 16 %, das Alkohol-Testsystem mit 11 % und die App zur Parkplatzsuche mit 9 %.
Mit 37 % Zuspruch wird die eigene, nicht zu ersetzende Fahrerfahrung von den Verkehrsteilnehmern eingeschätzt. Immerhin noch 15 % sehen in den Assistenzsystemen sogar eine Spaßbremse beim Autofahren.
Der Begriff Connected Car, also die Nutzung von Internet und WLAN im Fahrzeug, ist jedem vierten Autofahrer bekannt, so der Trend-Tacho. Im Fahrzeug vorhanden ist er jedoch gerade einmal bei 2 % der Befragten. Angeboten über Connected Car wurden Inspektionstermine (57 %), Termine zur Hauptuntersuchung (33 %), Reifen-/Räder-Angebote (30 %) und Zubehör (29 %), die restlichen 5 % entfielen auf die beliebte Sparte „Sonstiges“. Laut Trend-Tacho haben 46 % die Angebote genutzt, der Rest hat darauf verzichtet.

„Es zeigt sich, dass die Fahrassistenzsysteme im Fahrzeug sehr wohlbekannt sind, aber noch zögerlich genutzt werden. Eine konkrete, sachliche Aufklärung ist hier wichtig - weniger am Spektakel als an der konkreten Funktion orientiert“, so Peter Schuler, der Bundesgeschäftsführer der KÜS. Der Trend-Tacho wird für die Prüforganisation KÜS und das Fachmagazin kfz-betrieb vom Kölner Institut BBE Automotive GmbH erstellt.

Möchten Sie einen Kommentar hierzu schreiben?

EU schreibt ab 2022 Fahrassistenzsysteme vor

Die EU will mithilfe von Fahrzeugassistenzsystemen bis 2050 die Zahl der Toten und Schwerverletzten im Straßenverkehr möglichst auf null reduzieren. Zu diesem Zweck sollen für neue Autos ab Mai 2022 sowie für bereits auf dem Markt befindliche Modelle ab Mai 2024 rund 30 Assistenzsysteme vorgeschrieben werden.

Diese Assistenzsysteme sollen ab 2022 Pflicht sein

Auf einen entsprechenden Vorschlag, den die EU-Kommission im vergangenen Jahr vorgelegt hatte, einigten sich im Frühjahr dieses Jahres Vertreter des Europaparlaments und der EU-Mitgliedstaaten. Das schreibt das Goslar Institut. Die neue Vorschrift muss zwar noch offiziell vom Europaparlament und den EU-Staaten bestätigt werden, bevor sie in Kraft treten kann, doch diese Zustimmung gilt in Brüssel als sicher.
Zu den wichtigsten elektronischen Systemen, die ab 2022 für alle neuen Fahrzeuge verpflichtend sein sollen, gehören unter anderem:

- ein Geschwindigkeitsassistent, der dafür sorgt, dass vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeiten eingehalten werden
- Spurhalte- und Notbremsassistenten
- ein Warnsystem, das erkennt, wenn der Fahrer müde wird und seine Konzentration nachlässt
- der Rückfahrassistent
- Sensoren und Kameras für LKW und Busse, um den toten Winkel zu eliminieren
- für alle Fahrzeuge eine Art Fahrtenschreiber, vergleichbar der aus Flugzeugen bekannten „Blackbox“

Im Gespräch ist auch eine Wegfahrsperre, welche die Atemluft des Fahrers auf Alkoholgeruch untersucht, und gegebenenfalls den Wagen lahmlegt. Dieser Assistent ist allerdings noch nicht verpflichtend vorgeschrieben. Doch die Möglichkeit des Einbaus eines solchen Instruments soll vorgesehen werden.

Mit den erweiterten Sicherheitsmerkmalen werde eine ähnlich große Wirkung erzielt werden wie durch die Einführung der Sicherheitsgurte, ist sich EU-Industrie-Kommissarin El?bieta Bie?kowska sicher. Sollte dies der Fall sein, würden sich die künftig vorgeschriebenen Assistenzsysteme tatsächlich bewähren. Denn die Einführung der Anschnallpflicht in Deutschland in den 1970er Jahren ließ die Zahl der Verkehrstoten hierzulande um mehr als die Hälfte sinken, wie die amtliche Statistik ausweist. Danach kamen zu Beginn der 70er Jahre noch mehr als 20.000 Menschen im Straßenverkehr um. Mitte der Achtziger lag die Zahl der Verkehrstoten bereits deutlich unter 10.000 und ging bis 2018 weiter auf 3.275 zurück. Dazu trug auch weiterer technischer Fortschritt in Form von ABS, Airbags, verbesserte Knautschzonen etc. bei.

Wie komme ich ohne Technikwissen durch die Hauptuntersuchung?

Wenn die Hauptuntersuchung ansteht, sind einige Autofahrer aufgeregt und vielleicht sogar etwas verunsichert. „Schafft es mein Auto, die Plakette zu bekommen?“, fragen sie sich. Doch mit guter Vorbereitung lässt sich die Chance steigern, den Wagen sicher durch die HU zu bringen.

Vor der HU unbedingt den Selbstcheck machen

Alle zwei Jahre ist die Hauptuntersuchung (HU) für Pkw gesetzlich vorgeschrieben. Ohne HU-Plakette keine Weiterfahrt, denn hier geht es um die Verkehrssicherheit. Umso wichtiger ist es, den Prüforganisationen keinen Grund zu liefern, einem die Plakette zu verweigern. Praktisch, dass du mit einem Selbstcheck das Risiko vor unliebsamen Überraschungen bei der HU reduzieren kannst. Etwas Zeit vorab zu investieren lohnt sich, wie der ACE informiert.

HU-Termin vereinbaren

Die Zahl in der Mitte der Plakette verrät, in welchem Jahr die nächste Hauptuntersuchung (HU) ansteht. Eine grüne Plakette am Kennzeichen deutet zudem darauf hin, dass die HU noch in diesem Jahr fällig ist. Betroffene sollten sich schnellstmöglich um einen Termin bemühen. Doch bevor DEKRA, GTÜ, KÜS oder TÜV das eigene Auto begutachten, lohnt es sich, es selbst gründlich in Augenschein zu nehmen, um ein wiederholtes Vorführen, was Zeit und Geld kostet, zu vermeiden.

Beleuchtung überprüfen

Nicht nur vor der HU, sondern regelmäßig sollte jeder Autofahrer die gesamte Beleuchtung am Auto kontrollieren. Während defekte Scheinwerfer bei Dunkelheit schnell ins Auge fallen, sind kaputte Rückleuchten, Brems- und Blinklichter weniger auffällig aber ebenso gefährlich. Brennt eine der Warnleuchten am Armaturenbrett, unbedingt vor der HU einen Werkstattbesuch einplanen.

Reifen untersuchen

Nicht nur der optimale Luftdruck ist wichtig, sondern auch die Profiltiefe: Reifen sollten nie auf die gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern abgefahren werden. Der ACE empfiehlt bei Sommerreifen drei und bei Winterreifen mindestens vier Millimeter. Auch sollte überprüft werden, dass die Reifen nicht ungleichmäßig abgefahren sind.

Notfallausrüstung kontrollieren

Im Falle eines Verkehrsunfalls sind Warndreieck und Verbandskasten im Auto lebenswichtig. Ob beides vorhanden und in gutem Zustand ist, ist auch in der Hauptuntersuchung entscheidend. Deshalb ist es ratsam, genauer hinzuschauen und das Verbandszeug auf Vollständigkeit und Haltbarkeit zu überprüfen.

Klare Sicht garantieren

Ein uneingeschränkter Blick auf das Verkehrsgeschehen muss am Steuer immer gewährleistet sein. Entsprechend wichtig sind funktionsfähige Scheibenwischer und ausreichend Wasser in der Scheibenwaschanlage.

Durch die Waschanlage fahren

Das Auto vor der HU zu säubern, lohnt sich in mehrfacher Hinsicht: Mögliche Steinschläge in der Frontscheibe, die dringend vor dem Experten-Check repariert werden müssen, werden sichtbar. Auch gewährleistet die Reinigung, dass das Kennzeichen sauber und gut lesbar ist. Vorsichtshalber sollte nach dem Waschgang auch die sichere Befestigung überprüft werden.

Einmal kräftig hupen

Die Hupe kommt im Normalfall selten zum Einsatz. Nicht zuletzt deshalb gilt es, spätestens vor jeder HU ihre Einsatzfähigkeit zu testen. Gerade bei älteren Autos kommt es vor, dass der Signalgeber mit der Zeit verstummt.

Möchten Sie einen Kommentar hierzu schreiben?

Was sind die größten Gefahren im Straßenverkehr?

Dem Vordermann auf die Stoßstange rücken, am Steuer Smartphone-Nachrichten schreiben oder das Tempolimit ignorieren: Schlechte Angewohnheiten im Straßenverkehr werden von vielen unterschätzt. Denn sie können schnell zur Gefahr für einen selbst, aber auch für andere Verkehrsteilnehmer werden und zu schweren Unfällen führen.

Das sind die größten Gefahren im Straßenverkehr

In einer repräsentative Umfrage, durchgeführt vom Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag von CosmosDirekt, wurden deutsche Autofahrer gefragt, was für sie die größten Gefahren im Straßenverkehr darstellt. 
Bleifuß – kein Kavaliersdelikt: 43 Prozent der deutschen Autofahrer halten zu schnelles Fahren für die mit Abstand größte Gefährdung im Straßenverkehr, so die forsa-Studie im Auftrag von CosmosDirekt, dem Direktversicherer der Generali in Deutschland. Auf Platz zwei: Egoisten am Steuer. Mehr als jeder vierte deutsche Autofahrer (28 Prozent) meint, dass ein rücksichtsloser Fahrstil besonders gefährlich für alle Beteiligten ist. Freisprechanlage? Brauch ich nicht! Sich während der Fahrt von seinem Smartphone ablenken zu lassen, erhöht das Unfallrisiko: So sehen es 27 Prozent der Befragten – und schätzen Handy-Nutzung am Steuer als größtes Sicherheitsproblem ein. Ein Tipp für alle, die auch unterwegs nicht auf ihr Handy verzichten wollen: Mit Head-up-Displays, Freisprecheinrichtung oder Sprachsteuerung können Smartphones am Steuer sicher bedient werden.

Kleinere Übel – die jedoch nicht weniger gefährlich sind

Mach Platz! Knapp jeder fünfte deutsche Autofahrer (19 Prozent) hält zu geringen Sicherheitsabstand bzw. dichtes Auffahren für das größte Sicherheitsrisiko. Doch zu dichtes Auffahren kann schnell zu einem Auffahrunfall führen. Um dies zu vermeiden, sollte man immer vorausschauend fahren und einen ausreichenden Sicherheitsabstand zum Vordermann einhalten. Auch Fahrradfahrer, die sich nicht an die Regeln halten, können die Sicherheit gefährden: 11 Prozent der Autofahrer sehen Radler in diesem Fall als größtes Sicherheitsproblem. Generell gilt: Vor dem Abbiegen sollten Autofahrer unbedingt an den Schulterblick denken, damit Fahrradfahrer mit ihrer schmalen Silhouette nicht im toten Winkel übersehen werden.

Möchten Sie einen Kommentar hierzu schreiben?

Was zahlt die Kfz-Versicherung im Schadenfall?

Wenn es zu einem Unfall kommt und ein Schaden am Auto entsteht, sind die Betroffenen oft verunsichert und wissen nicht, wie es nun beim Thema „Kfz-Versicherung“ weitergeht. Was zahlt die Versicherung überhaupt? Und was ist ein ein „Wiederbeschaffungsaufwand“? In diesem Artikel verraten wir dir, was du wissen solltest.

Wiederbeschaffungswert in der Kfz-Versicherung

In der Kraftfahrzeugversicherung spricht man häufig auch vom Wiederbeschaffungsaufwand.Hier wird beispielsweise in der Kaskoversicherung nach einem Totalschaden der Wiederbeschaffungswert abzüglich Restwert bezahlt. Der Wiederbeschaffungswert entspricht hier dem Händlerverkaufspreis – also wie viel ein genauso altes Fahrzeug gleicher Bauart aktuell beim Händler kosten würde. Das schreibt die uniVersa Versicherung. Der Restwert wird in der Regel von einem Sachverständigen durch Schätzung oder anhand von Restwert-Börsen ermittelt.

Zeitwertentschädigung in der Haftpflichtversicherung

Wird ein Dritter schuldhaft geschädigt, hat er Anspruch auf Schadenersatz. Die Haftpflichtversicherung übernimmt dann entweder die Kosten für eine Reparatur, bei einem wirtschaftlichen Totalschaden den Zeitwert. Das ist der Wert, den der Gegenstand zum Zeitpunkt des Schadens hatte. Hier wird vom Neuwert des Gegenstandes ein Abzug aufgrund von Alter und Abnutzung vorgenommen. Beispiel: Ein Mann kaufte sich im Oktober vergangenen Jahres ein Smartphone für 849 Euro. Im April wurde es von einer Frau beschädigt. Zum Schadenzeitpunkt betrug der Neuwert nur noch 774 Euro. Abzüglich Alter und Abnutzung bekam der Mann von der Haftpflichtversicherung den Zeitwert von 619 Euro ersetzt.

Attenzione! – Welche Geldfallen lauern in Italiens Innenstädten?

Viele Deutsche zieht es zur Urlaubszeit nach Italien. Dass hier ein ganz anderer Fahrstil als in Deutschland herrscht, ist den meisten mittlerweile bekannt. Doch wusstest du auch, dass in vielen italienischen Innenstädten Geldfallen lauern? 

Vorsicht vor „Zone a Traffico Limitato“

Die Innenstadtbereiche vieler Städte in Italien dürfen nicht oder nur eingeschränkt befahren werden. In die „Zone a Traffico Limitato (ZTL)“ - die verkehrsbeschränkten Bereiche - dürfen in der Regel nur Anlieger, Busse oder Taxis einfahren. Für jede unberechtigte Einfahrt, die meist mittels Videoüberwachung festgestellt wird, ist ein Bußgeld in Höhe von mindestens 80 Euro fällig. Mit Verfahrensgebühren kommen dabei schnell 100 bis 120 Euro zusammen. Wird das Bußgeld innerhalb von fünf Tagen gezahlt, gibt es eine Ermäßigung von 30 Prozent.

Schilder am Beginn der ZTL weisen auf die jeweils geltenden Beschränkungen hin. Wer ein Hotel innerhalb der ZTL gebucht hat, sollte sich bei diesem vorab über die Anfahrtsmöglichkeiten informieren. Zumeist kann über das Hotel eine Zufahrtsberechtigung beantragt werden.

Die Bußgeldbescheide werden von den kommunalen Polizeibehörden oder vom Inkassounternehmen EMO/NiviCredit aus Florenz ausgestellt, das hierfür eine entsprechende gesetzliche Befugnis hat. Bei Ignorieren der Zahlungsaufforderung verdoppelt sich das Bußgeld. Überdies kann es fünf Jahre lang in Italien und in Deutschland vollstreckt werden. Einen Widerspruch gegen das Bußgeld einzulegen, ist unter anderem dann zu empfehlen, wenn zum „Tatzeitpunkt“ ein Hotelaufenthalt innerhalb der ZTL nachgewiesen werden kann.

Möchten Sie einen Kommentar hierzu schreiben?

Was musst du nach einem Unfall tun?

Ferienzeit ist Urlaubszeit. Wie in jedem Jahr quälen sich Autokolonnen über deutsche Straßen. Das Risiko, in einen Unfall verwickelt zu werden, steigt. Das Risiko kennen die Autofahrer. Deutlich weniger können die Frage beantworten: Was ist im Fall der Fälle zu tun?

Das sind die ersten Schritte nach einem Unfall

Werden Menschen verletzt, sollte die Polizei und wenn nötig auch der Krankenwagen informiert werden. Noch bevor die Polizei eintrifft, gilt es erste Hilfe zu leisten und die Unfallstelle zu sichern. Letzteres beginnt mit dem Einschalten der eigenen Warnblinkanlage und dem Anziehen der Warnweste noch im Auto. Danach wird das Warndreieck aufgestellt: Innerorts sollte es 50 Meter und auf Landstraßen mindestens 150 Meter entfernt zur Unfallstelle stehen. Auf Autobahnen beträgt die Distanz zwischen Warndreieck und Schadenort mindestens 200 Meter. Liegt die Unfallstelle in einer Kurve oder hinter einer Kuppe, wird das Warndreieck davor aufgestellt. Wichtig ist, dass das Warndreieck so steht, dass andere Verkehrsteilnehmer rechtzeitig und deutlich sichtbar auf die Gefahrenstelle aufmerksam werden. 
Das Aufstellen auf Landstraßen und Autobahnen ist ein nicht ganz ungefährliches Unterfangen. Zum eigenen Schutz läuft man ganz weit rechts, am äußersten Fahrbahnrand – noch besser: das Laufen hinter der Leitplanke. Wer das Warndreieck aufgeklappt vor sich her trägt, verbessert zusätzlich seine Sichtbarkeit. 


Die Polizei hält alle Unfall-Fakten in einem Protokoll fest. Bleiben die Kontrahenten unter sich, füllt man, wie die HUK-COBURG mitteilt, am besten einen europäischen Unfallbericht aus. Der sollte griffbereit im Handschuhfach liegen. Wer alle Fragen nach Personalien, Versicherung und Unfallhergang beantwortet sowie ein Foto vom Unfallgeschehen macht, hat eine solide Basis für die Schadenregulierung gelegt. Gibt es Zeugen, werden natürlich deren Personalien notiert. – Den Unfallbericht stellen Versicherer ihren Kunden in der Regel kostenlos zur Verfügung. 
Stehen die Fakten fest, ist der Unfallverursacher am Zug: Er muss seiner Versicherung den Schaden zeitnah melden. Und selbst wenn die Haftung klar zu sein scheint, sollte der Geschädigte das Gespräch mit der gegnerischen Kfz-Haftpflichtversicherung suchen.

Möchten Sie einen Kommentar hierzu schreiben?

Kreuzungsunfälle: Was sollten Autofahrer wissen?

Die ADAC-Unfallforschung hat Unfälle auf deutschen Straßenkreuzungen analysiert. Demnach ist die Zahl der Unfälle immer noch sehr hoch und es ist kein positiver Trend erkennbar. Mögliche Lösungsansätze und was Autofahrer wissen sollten, erfährst du in diesem Artikel.

Weiterhin hohe Zahl an Kreuzungsunfällen

Bei den sehr häufigen Unfällen an Straßeneinmündungen und Kreuzungen ist bezüglich der Unfallzahlen in den vergangenen zehn Jahren keine Besserung zu verzeichnen. Das ergeben Analysen der ADAC-Unfallforschung. Die Forscher untersuchten schwere Überlandunfälle, welche durch die ADAC-Luftrettung registriert sind. Werden Unfälle beim Abbiegen und Kreuzen aufgrund ihrer Ähnlichkeit zusammengezählt, stellen diese sogar knapp ein Viertel aller untersuchten Unfallarten dar. In den Jahren 2005 bis einschließlich 2015 wurden rund 2.400 solcher Unfälle gezählt. Häufig handelt es sich dabei um Unfälle, bei denen der Verursacher nach links abbiegt (mehr als 23 Prozent). Eine weitere Erkenntnis: Motorradfahrer sind dabei besonders gefährdet. Unfallgegner der motorisierten Zweiräder sind nämlich in vier Fünftel der Fälle Pkw. Dadurch steigt die Unfallschwere für Biker deutlich an.

Mögliche Lösungsansätze für weniger Unfälle

Anhand der Analysen lassen sich allerdings auch Lösungsansätze aufzeigen: Wichtig ist, zunächst die Rundumsicht der Fahrzeuge zu verbessern. Diese ist – laut ADAC-Autotest – in den vergangenen Jahren bei vielen Modellen immer schlechter geworden. Fahrzeughersteller sollten bei der Entwicklung von Autos neben den gesetzlichen Anforderungen an die Sichtfelder auch darauf achten, Winkelwerte und Flächenverdeckungen stärker zu berücksichtigen. 
Ein weiterer Schwerpunkt der Forscher ist die Unfallstellenbegehung und die genaue Untersuchung der Unglücksorte. Bis zu 100 einzelne Ortsparameter werden untersucht und in eine Datenbank des ADAC aufgenommen. Auch hieraus lassen sich Wege zur Verbesserung der Situation ablesen. Wichtig: Unfälle passieren oft an gut einsehbaren Verkehrsknotenpunkten. Es ist entscheidend, diese Knotenpunkte, zum Beispiel Kreuzungen, so zu gestalten, dass die Verkehrsteilnehmer nicht allzu komplexe Situationen erfassen und verarbeiten müssen. Hindernisse und Bewuchs an Straßen sollten so gestaltet werden, dass eine sichere Einschätzung der anderen Verkehrsteilnehmer möglich ist.
Ein weiterer wichtiger Faktor in der Unfallvermeidung ist die technische Weiterentwicklung von Fahrerassistenzsystemen. Dem Kreuzungsassistenten, über den noch nicht viele Fahrzeuge verfügen, kommt künftig eine besondere Bedeutung zu. Um diese Technologie aber vollends zur Geltung zu bringen und wirklich viele Todesfälle und Verletzungen zu verhindern, ist es zwingend notwendig, dass die Systeme in jeder Verkehrssituation und in jeder sich anbahnenden Unfallkonstellation fehlerfrei funktionieren.

Rettungsgasse bilden: Darf ich den Standstreifen überfahren?

Bei Stau gilt: Sofort Rettungsgasse bilden! – So einfach das klingt, so selten funktioniert es in der Realität. Nicht selten gibt es News-Meldungen über schwere Unfälle auf Autobahnen und nicht funktionierende Rettungsgassen. Manche Autofahrer sind ignorant, andere wiederum sind einfach verunsichert und wissen nicht genau, was sie machen dürfen, um eine Rettungsgasse zu bilden.

Rettungsgasse: In Ausnahmefällen darf der Standstreifen befahren werden

Nach einem Unfall zählt jede Minute: Eine Rettungsgasse hilft Notfallfahrzeugen, schnell die Unfallstelle zu erreichen. Doch wie wird die Rettungsgasse genau gebildet? Mehr als die Hälfte der deutschen Autofahrer nehmen an, man müsste dafür ganz rechts auf die Standspur ausweichen, wie eine aktuelle Studie des Kfz-Direktversicherers R+V24 zeigt. Doch das ist nur in Ausnahmefällen erlaubt. Die Rettungsgasse wird zwischen dem äußersten linken und dem unmittelbar rechts danebenliegenden Fahrstreifen gebildet – egal ob die Straße zwei, drei oder sogar vier Spuren hat. Der Standstreifen muss freigehalten werden. Nur im Notfall oder zum Beispiel nach Aufforderung durch die Polizei darf er befahren werden.
Wenn es aus Platzgründen keine andere Möglichkeit gibt, dürfen Autofahrer für die Rettungsgasse ausnahmsweise auch auf den Standstreifen ausweichen. Wer jedoch den Standstreifen nutzt, um schneller voran zu kommen, muss mit 100 Euro Strafe und 1 Punkt rechnen. Die Befragung der R+V24 zeigt, dass viele Autofahrer nicht genau wissen, wie sie im Notfall eine Rettungsgasse bilden müssen. Dabei fällt auf, dass die Unsicherheit mit dem Alter der Autofahrer wächst. So glauben 73 Prozent der befragten Autofahrer über 60, dass sie bis auf den Standstreifen ausweichen müssen. Bei den unter 40-jährigen sind es nur rund 48 Prozent.

Frühzeitig reagieren

Unsicherheit herrscht auch oft bei der Frage, ab wann Autofahrer für die Rettungsgasse an die Seite fahren müssen. Richtig ist, die Rettungsgasse bei Stau oder stockendem Verkehr frühzeitig zu bilden, nicht erst, wenn man das Blaulicht hinter sich im Rückspiegel sieht. Wer gar keinen Platz für eine Rettungsgasse macht, dem droht ein Bußgeld von 200 Euro und 2 Punkten in Flensburg. Besteht außerdem eine Behinderung, Gefährdung oder Sachbeschädigung, kann das bis zu 320 Euro, 2 Punkten und 1 Monat Fahrverbot bestraft werden.

Möchten Sie einen Kommentar hierzu schreiben?

„Mallorca-Police“ – Was solltest du über die internationale Zusatzve

Was umgangssprachlich oft „Mallorca-Police“ („Police“ im Sinne einer Versicherung) genannt wird, heißt eigentlich „Versicherung für den Gebrauch fremder, versicherngspflichtiger Fahrzeuge“ und was so kompliziert klingt, wird natürlich abgekürzt. Hierbei handelt es sich um eine Zusatzversicherung für Mietwagen, die nicht nur Mallorca-Urlauber kennen sollten.

Mallorca-Police gibt Sicherheit beim Mietwagen im Urlaub

Nicht jeder will mit dem eigenen Auto in den Urlaub fahren, am Urlaubsort aber schon automobil sein. Dann muss ein Mietwagen her. Angebote gibt es meist genug und ein günstiger Verleiher ist – im Internet – ebenfalls schnell gefunden. Doch Achtung: Wenn man im Ausland mit einem Mietwagen einen Unfall verschuldet, kann das teuer werden. Denn die lokale Kfz-Versicherung haftet vielfach nur bis zu einem geringen Betrag. Darüber hinaus muss der Unfallverursacher aus eigener Tasche für Schäden aufkommen. Es sei denn, er oder sie verfügt über eine sogenannte Mallorca-Police …


Der Name dieser Zusatzversicherung zur Kfz-Haftpflicht besagt nicht, dass sie nur auf Mallorca gültig ist. Vielmehr hat sich die Bezeichnung eingebürgert, weil deutsche Urlauber auf ihrer Lieblingsferieninsel häufig Mietfahrzeuge buchen. Inzwischen ist der Begriff „Mallorca-Police“ so gebräuchlich, dass er selbst im Geschäftsverkehr verwendet wird. 
Richtig heißt die Mallorca-Police „Versicherung für den Gebrauch fremder, versicherungspflichtiger Fahrzeuge“. Sie sorgt im Wesentlichen dafür, dass die Deckungssummen für Haftpflichtschäden bei Mietwagen im Ausland auf das hierzulande vorgeschriebene Mindestniveau angehoben werden. Denn darin besteht eine Tücke beim Anmieten von Autos in fremden Ländern: Man ist dort vielfach nur bis zu den in dem jeweiligen Land geltenden Mindestversicherungssummenhaftpflichtversichert – außer der Versicherungsvertrag sieht explizit höhere Summen vor.

Dies Mallorca-Police ist bei einigen deutschen Versicherern bereits in der Kfz-Versicherung enthalten. Wenn nicht, lässt sie sich bei einer Versicherungsgesellschaft oder einem Automobilclub separat abschließen – in der Regel für geringe Kosten. Eine Ausgabe, die sich im Schadensfall meist schnell bezahlt machen kann. Das gilt ganz besonders für Länder außerhalb der EU.

Möchten Sie einen Kommentar hierzu schreiben?

Achtung: Die ersten Jahresvignetten lohnen sich nicht mehr

Urlauber sollten aufhorchen: Die kalendarische Hälfte des Jahres ist um und damit lohnen sich die ersten Jahresvignetten nicht mehr. Wer beispielsweise nach Österreich verreisen will, sollte lieber sich lieber für eine Kurzzeitvignette entscheiden. Diese ist mittlerweile die günstigere Alternative.

Jahresvignette im Juli kaufen? – Was Autofahrer wissen sollten

An einer Vignette führt in vielen Ländern für Kraftfahrer kein Weg vorbei, sonst drohen hohe Bußgelder: So wurden 2018 allein in Österreich rund 190.000 Fahrer ohne gültige Vignette erwischt, rund 80.000 davon deutsche Reisende – sie mussten eine sogenannte „Ersatzmaut“ von bis zu 240 Euro zahlen. Wer die Zahlung verweigert, riskiert zusätzlich bis zu 3.000 Euro Verwaltungsstrafe.


Doch: Für viele Autofahrer, die bis Ende des Jahres regelmäßig in Länder mit Vignettenpflicht reisen, lohnt sich seit Mitte des Jahres der Kauf einer Jahresvignette nicht mehr. Die verschiedenen Kurzzeitvignetten in Österreich, Tschechien und Slowenien stellen günstigere Alternativen dar, wie die ADAC Reise und Medien GmbH schreibt:
Österreich: Die Jahresvignette 2019 für Pkw kostet 89,20 Euro. Sie gilt noch bis Januar 2020. Der Preis für eine Zwei-Monats-Vignette beträgt 26,80 Euro. Vielfahrer können ab August die Zeit bis Ende November mit zwei Zwei-Monats-Vignetten überbrücken. Geldersparnis gegenüber der Jahresvignette: 35,60 Euro. Bereits ab 1. Dezember ist die Jahresvignette 2020 erhältlich und gültig.


Tschechien: Ab September sollten Autofahrer genau prüfen, ob sie die derzeit 60 Euro teure Jahresvignette tatsächlich noch ausreichend nutzen. Die Monatsvignetten kosten aktuell 18 Euro und können je nach Reiseverhalten eine Alternative sein. Die neue Jahresvignette 2020 ist ab 1. Dezember erhältlich und gültig.
Slowenien: Bei den slowenischen Jahresvignetten ist ein Kauf ab 1. September nicht mehr zu empfehlen. Die Jahresvignette kostet 110 Euro, eine Monatsvignette 30 Euro. Wer bis November drei Monatsvignetten nutzt, spart 20 Euro. In Slowenien gilt die Jahresvignette 2020 ab 1. Dezember.

Wie wird mein Auto sicher?

Spurhalteassistent, Abstandsregler oder Parkautomatik – durch moderne Technologien ist das Autofahren heute viel einfacher und sicherer als noch vor 20 Jahren. Aber ist das wirklich so? Die aktuellsten Zahlen des Statistischen Bundesamts zu den Unfällen im Straßenverkehr sprechen eine andere Sprache: 3.265 Menschen sind im Jahr 2018 auf Deutschlands Straßen ums Leben gekommen, Tendenz steigend.

Blindes Vertrauen in Technik erhöht die Unfallgefahr

So hilfreich und praktisch die automobilen Assistenzsysteme sind, bergen sie doch noch einige Gefahren. Denn: Sie wiegen den Fahrzeuglenker in die trügerische Sicherheit, dass das System ja für ihn aufpassen wird. Oder sie lenken vom eigentlichen Geschehen durch Aufleuchten, Blinken oder Warntöne ab, obwohl eigentlich gar keine Gefahrenquelle besteht. Der ADAC konstatiert außerdem: Durch die technischen Hilfsmittel kennen viele Fahrer ihre Fahrzeuge nicht mehr so gut wie früher und können daher potenzielle Unfallgefahren nicht mehr adäquat einschätzen. 
Für die Experten liegt neben der vielzitierten, angepassten Fahrweise die Lösung darin, durch ein mehr an Kontrolle und eine bessere Kenntnis des eigenen Automobils die Aufmerksamkeit zu erhöhen und so mögliche Unfallgefahren zu mindern. Beispielsweise ergänzt ein klassischer Schulterblick den Spurwechselassistenten, abrupte Lenkmanöver werden so vermieden. Und auch wenn das Auto selbstständig in die Parklücke einschwenkt, ist das aufmerksame Kontrollieren der Umgebung für ein Eingreifen im Notfall unerlässlich.

Sicherheit durch die richtigen Reifen

Einen weiteren Faktor für Unfälle im Straßenverkehr können die Reifen bilden, der Kontaktpunkt zwischen Fahrzeug und Untergrund. Da die derzeit eingesetzten Assistenztechnologien hier keinen Einfluss haben, müssen die Lenker selbst für den optimalen Zustand der Bereifung zur Vermeidung von Gefahrensituationen sorgen. Robert Waldmann, Leiter des Technischen Kundendienstes bei Continental, nennt die beiden wichtigsten Faktoren: "Die Profiltiefe ist ganz entscheidend wenn es um mögliche Unfälle geht, zum Beispiel durch einen verlängerten Bremsweg auf nasser Straße und zur Vermeidung von Aquaplaning. Im Sommer empfehlen wir daher eine Profiltiefe von mindestens drei Millimetern." Auch der Luftdruck sollte einmal im Monat überprüft und angepasst werden, so der Reifenexperte. Positiver Zusatzeffekt: Durch den idealen Reifendruck kann auch der Kraftstoffverbrauch optimiert werden.

Bildquelle: Pixabay

Wissenswertes zu Reparaturen an E-Autos

Klar, manche Arbeiten an Autos können auch vom Besitzer selbst Zuhause erledigt werden. Viele Autofahrer nehmen jedoch an, dass „Auto gleich Auto“ sei und scheuen sich so auch bei ihren E-Autos nicht vor einem beherzten Griff unter die Motorhaube. – Ein fataler Entschluss! Denn Arbeiten und Reparaturen an E-Autos erfordern eine passende Ausbildung, geschultes Personal und spezielles Werkzeug.

Reparaturen an E-Autos: Vorsicht Hochspannung!

Reparaturen an Hybridfahrzeugen und E-Autos erfordert wie die Arbeit an Hochvoltanlagen besondere Qualifikationen. Denn zusätzlich zur Ausbildung als Kfz-Mechaniker braucht der Monteur noch eine Schulung über Besonderheiten und Gefährdungen an Kraftfahrzeugen mit Hochvolt-Systemen. Auch spezielles Werkzeug ist erforderlich. Schließlich stehen die Autos, an denen Mechaniker und Meister arbeiten, wortwörtlich unter Strom. Heißt im Umkehrschluss: Selbst vermeintlich unkomplizierte Arbeiten am E-Auto sollten nicht Zuhause vom Laien vorgenommen werden. In einer für E-Autos qualifizierten Werkstatt lernen die Mechaniker in Hochvoltschulungen nicht nur, wie sie Arbeiten am E-Auto ohne das Risiko eines Stromschlages durchführen, sondern auch, was im Falle eines Falles zu tun ist. Jeder Heimwerker weiß, wie schnell es bei der einfachsten Arbeit zu einem „Wisch“ kommen kann – wie man darauf zu reagieren hat, ist den meisten jedoch nicht klar. Ganz davon abgesehen, dass es sich bei E-Autos nicht wie bei der Installation eines Lichtschalter um hohe elektrischen Spannungen von bis zu 800 V handelt. der sichere Umgang mit dieser Hochspannung erfordert nunmal spezielle Kenntnisse bei Diagnose- und Wartungsarbeiten, bei der Reparatur von Unfallschäden und selbst bei einer einfachen Motorraumreinigung. Bei Arbeiten an Hybrid- und Elektrofahrzeugen müssen alle beteiligten Personen sämtliche Sicherheitsvorgaben immer strikt beachten. So brauchen Werkstätten auch eine besondere Qualifikation und geschultes Fachpersonal. Diese können dann die erforderlichen Arbeiten an Hochvoltsystemen sicher und fachgerecht durchführen.

 

Bildquelle: Pixabay

Welche Verkehrsregeln ignorieren die meisten Autofahrer?

Mehr als ein drittel der Auto- und Radfahrer pfeift auf Verkehrsregeln – „Kein Wunder“, werden viele Verkehrsteilnehmer denken, „...den Eindruck habe ich doch schon längst gewonnen.“ Denn laut einer Studie im Rahmen der bundesweiten Verkehrssicherheitskampagne „Fahr mit Herz!“ des Autoclubs ACE sind rund 40 Prozent der Auto- und knapp 36 Prozent der Radfahrer Verkehrsregeln „schnuppe“.

Schulterblick, Blinken und Smartphones – diese Verkehrsregeln missachten die meisten Autofahrer gerne

Rund 40 Prozent aller Autofahrer und knapp 36 Prozent aller Radfahrer setzen sich regelmäßig über die einschlägigen Vorschriften hinweg, missachten sie aus Unaufmerksamkeit, Zeitnot, Bequemlichkeit oder Rücksichtslosigkeit. Das berichtet das Goslar Institut. Du dieses Fehlverhalten würden diese Verkehrsteilnehmer ihre eigene und die Gesundheit ihrer Mitmenschen gefährden.

Ganz oben auf der Liste der häufigsten Verstöße gegen Verkehrsregeln, die der Verkehrsclub bei Autofahrern beobachtete, steht demnach der fehlende Schulterblick. Sei es, weil sie nicht daran denken oder weil es für sie unbequem ist: Nahezu jeder dritte Autofahrer vergewissert sich beim Abbiegen nicht vorher mit einem Blick über die Schulter nach hinten, dass dies ohne Behinderung oder Gefährdung des nachfolgenden Verkehrs möglich ist. So geht etwa die Unfallforschung der Versicherer (UDV) davon aus, dass bei 90 Prozent der sogenannten Abbiegeunfälle den Autofahrer die Hauptschuld trifft: Fahrradfahrer werden vielfach übersehen.

Als weitere häufige „Sünden“ von Autolenkern registrierte der ACE unterlassenes Blinken, die Nutzung von Smartphones am Steuer, Fahren bei Rot und das Missachten der Vorfahrt anderer im Kreuzungsbereich.

In der Kategorie Fehlverhalten von Radfahrern listet der Verkehrsclub ganz oben den Trend auf, sich über das Gebot hinwegzusetzen, den Fußgängerüberweg freizuhalten. Nahezu jeder fünfte Radler hält sich demnach nicht an das Verbot, Fußgängerüberwege zu überfahren. Als weitere oft vorkommende „Nachlässigkeiten“ von Radfahrern bemängelt der ACE, dass vor dem Abbiegen kein entsprechender Hinweis mit dem Arm gegeben wird, Fahren bei Rotlicht an der Ampel sowie das Benutzen der Straße statt des Radweges an einer Kreuzung.

Bildquelle: Pixabay

Viele Medikamente schränken die Fahrtüchtigkeit ein

Lesen Sie unbedingt im Beipackzettel nach, ob Sie nach der Einnahme eines Arzneimittels am Straßenverkehr teilnehmen dürfen. Die Informationen finden Sie im Abschnitt "Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen". Herkömmliche Schmerzmittel, wie Ibuprofen oder Paracetamol, sind meist kein Risikofaktor. Prüfen Sie dennoch kritisch, ob Sie in der Lage sind, sicher ein Kraftfahrzeug zu führen“, erklärt Dr. Matthias Wilken, Apotheker beim Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI).

Besonders problematisch im Hinblick auf die Fahrtüchtigkeit sind Schlafmittel, die am Vortag eingenommen wurden. Hier kommt es auf die richtige Dosierung und den ausreichenden zeitlichen Abstand zwischen der Einnahme und der Teilnahme am Straßenverkehr an. Apotheker Dr. Wilken: „Je später die Einnahme von Schlafmitteln erfolgt, desto größer wird das Risiko, dass sich am nächsten Tag die Müdigkeit noch auf Ihre Fahrtauglichkeit auswirken kann.“
Vorsicht ist auch geboten, wenn Autofahrer im Akutfall oder als Chroniker mehrere verschreibungspflichtige Arzneimittel gleichzeitig einnehmen. Dann sollten sie mit ihrem Arzt oder Apotheker über etwaige Auswirkungen auf die Fahrtauglichkeit sprechen. „Kommen zusätzlich noch rezeptfreie Medikamente dazu, sollten Betroffene dies auch unbedingt erwähnen. Es können nämlich Wechselwirkungen auftreten, die sich negativ auf Ihre Reaktionsfähigkeit oder Konzentration auswirken“, sagt Dr. Wilken. „Bei Schwindel, Benommenheit und Müdigkeit setzen Sie sich bitte auf keinen Fall hinters Steuer.“

Möchten Sie einen Kommentar hierzu schreiben?

Unfall im Ausland: Was solltest du wissen?

Sommer, Sonne, Urlaubsstimmung – und plötzlich kracht es. Ein Verkehrsunfall im Urlaub kann ebenso passieren wie daheim. Doch wie verhält man sich in der Situation im Ausland richtig?

Das solltest du bei einem Unfall im Ausland beachten

Einen Rat haben alle Experten für Autofahrer parat, die im Ausland in einen Verkehrsunfall verwickelt werden: Ruhe bewahren. Das kann im Zweifel jedoch leichter gesagt als getan sein, wenn etwa ein aufgeregter oder gegebenenfalls sogar erboster Unfallgegner in einer fremden Sprache auf dich einredet und du selbst wenig bis gar nichts verstehst.

Wie hierzulande gehört es auch bei einem Verkehrsunfall im Ausland zu den ersten Pflichten eines Autofahrers, den Unfallort zu sichern. Dabei solltest du vor dem Aussteigen zunächst die gelbe Warnweste anlegen. Sie zu tragen, ist in den meisten Ländern Europas inzwischen vorgeschrieben. Dann solltest du den Unfall protokollieren, am besten mit aussagefähigen Fotos. Die für eine problemlose Schadensregulierung wichtigen Informationen werden alle in dem europäischen Unfallbericht abgefragt, den du bei deinem Versicher erhältst. Wichtig: In Frankreich oder den Beneluxstaaten habe dieser Bericht eine ungleich größere Bedeutung als in Deutschland, warnt die HUK-COBURG. Denn dort wird der Inhalt des Berichts mit der Unterschrift unwiderruflich anerkannt.

Ebenfalls wichtig zu wissen bei einem Unfall im Ausland: Es gilt nationales Recht. Dies bedeutet, dass die Deckungssummen und die Kosten, die geltend zu machen sind, erheblich niedriger sein können als in Deutschland. Da kann sich – bei Mietwagen – eine sogenannte Mallorca-Police als sehr nützlich erweisen, die eine Erweiterung der Haftpflichtversicherung auf im europäischen Ausland angemietete Pkw ermöglicht.

Grundsätzlich empfehlen alle Experten, bei einem Unfall im Ausland die Polizei hinzuzuziehen und sich von den Beamten eine Kopie ihres Unfallprotokolls aushändigen zu lassen. Eine wesentliche Erleichterung der Abwicklung von Unfallfolgen durch die jeweiligen Versicherungen bedeuten deren ausländische Regulierungsbeauftragte. Jede europäische Versicherung verfügt über solche Repräsentanten in jedem Mitgliedsland der Gemeinschaft. Sie helfen bei der Regulierung von Unfallschäden in deutscher Sprache. Außerdem stehen die Deutschen Autoversicherer über den kostenlosen Zentralruf (0800 25 02 600) ihren Kunden im Fall der Fälle zur Seite.

Bildquelle: Pixabay

Warum ist Autofahren mit Flip-Flops keine gute Idee?

Wir haben bereits im letzten Jahr die Frage beantwortet, ob Autofahren mit Flip-Flops erlaubt ist. Der Gesetzgeber schreibt zwar ein sicheres Schuhwerk vor, doch Flip-Flops sind laut Straßenverkehrsordnung nicht explizit verboten. Trotzdem raten Experten davon ab, sich mit Flip-Flops oder ähnlich lockeren Schuhen hinters Steuer zu setzen. Die Gefahr eines Abrutschens der Füße ist einfach zu groß.

Warum Flip-Flops am Steuer keine gute Idee sind

Jetzt ist Sommer: Da geht ohne Flip-Flops gar nichts. Doch muss man das Sommergefühl an der Autotür lassen und das Schuhwerk wechseln - oder ist es auch erlaubt mit Flip-Flops Auto zu fahren? Für die große Mehrheit der deutschen Autofahrer ist die Rechtslage eindeutig: 69 Prozent der Befragten denken, dass das Fahren mit dem luftigen Schuhwerk verboten ist, wie eine aktuelle Studie des Kfz-Direktversicherers R+V24 zeigt. Doch das ist einer der größten Verkehrsirrtümer. Die Straßenverkehrsordnung gibt an keiner Stelle vor, welche Schuhe beim Autofahren getragen werden müssen. Anders sieht es bei einem Unfall mit Flip-Flops aus: Hier kann die Versicherung unter Umständen Leistungen kürzen. 
Barfuß, mit High Heels oder Sandalen: Die Straßenverkehrsordnung macht keine Angaben darüber, ob oder welches Schuhwerk Autofahrer tragen müssen. Erlaubt ist theoretisch alles. Aber: Flip-Flops oder lockere Sandalen bieten keinen sicheren Halt und schnell rutscht man als Autofahrer damit vom Pedal oder der Schuh verhakt sich. Gerade in brenzligen Situationen, bei denen jede Sekunde zählt, kann das zu einem Unfall führen. Flip-Flop-Träger sollten deshalb immer ein Paar festes Schuhwerk griffbereit haben, zum Beispiel im Kofferraum. Außerdem schützen sich Autofahrer so auch davor, dass sie sich mit den offenen Schuhen beim Abrutschen vom Pedal am Fuß verletzen. Kommt es beim Autofahren mit Flip-Flops zu einem Unfall mit einem anderen Verkehrsteilnehmer, kann dem Autofahrer eine Teilschuld drohen. Das wäre jedoch nur der Fall, wenn der Fahrer durch die Flip-Flops nachweislich vom Bremspedal abrutscht und deshalb der Unfall passiert. Die Kfz-Haftpflichtversicherung kommt für die Schäden des Unfallopfers auf – egal, welches Schuhwerk getragen wurde. Anders kann es bei der Vollkaskoversicherung aussehen: Hier kann die Versicherung die Leistungen kürzen, wenn der Autofahrer mit dem Tragen von ungeeigneten Schuhen grob fahrlässig gehandelt hat. Aber das muss immer im Lichte des Einzelfalls geprüft werden.

Bildquelle: Pixabay

Vorsicht: Bußgeldbescheide per Mail sind gefährlich!

Wenn ein Brief mit dem Siegel der Stadtkasse im Briefkasten liegt, ahnen viele Autofahrer bereits, worum es gehen könnte. In letzter Zeit häufen sich jedoch Berichte von vermeintlichen Verkehrssündern, die Bußgeldbescheide direkt in ihr E-Mail-Postfach bekommen. Was sie meist nicht wissen: Behörden dürfen einen Bußgeldbescheid gar nicht elektronisch versenden. Bei diesen Mails handelt es sich um einen gefährlichen Fake.

"Bußgeldbescheide" per Mail können richtig teuer werden

Laut onlinewarnungen.de sind aktuell zahlreiche E-Mails mit gefährlichen Trojanern im Umlauf – verpackt in seriöser Optik eines vermeintlich echten Bußgeldbescheides. Für alle Betroffenen gilt: Nicht öffnen! Denn dahinter steckt weder die Polizei noch die Bußgeldbehörde. Die Absender sind Betrüger, die mit einem Virus versuchen, Daten der Betroffenen auszuspähen und schlimmstenfalls den gesamten PC zu sperren und nur gegen Zahlung eines hohen Betrages wieder freizugeben.
Die betrügerischen Mails weisen schon im Betreff darauf hin, dass der jeweilige Adressat angeblich einen Verstoß begangen haben soll, untermauert durch eine gefälschte Absenderadresse der Polizei Brandenburg. Die Texte der Bußgeldbescheide enthalten Links, die letztlich zu einer ZIP-Datei führen. Entpackt man diese, wird ein Trojaner freigesetzt, der nach bisherigem Erkenntnisstand vor allem für das Betriebssystem Windows eine Gefahr darstellt. 
Betroffene sollten die Mail umgehend löschen. Für den Fall, dass der Virus bereits auf dem Rechner ist, muss ein Fachmann eingeschaltet werden, da die Schadsoftware von den meisten gängigen Antivirenprogrammen nicht erkannt und eliminiert werden kann. Es wäre nicht das erste Mal, dass Kriminelle auf diese Weise sensible Daten ausspähen wollen. Auch eine Verschlüsselung von Dateien ist denkbar, um diese erst gegen eine Geldzahlung wieder frei zugängig für den Besitzer zu machen. Davon ist aber abzuraten. Die Berliner Polizei empfiehlt auf ihrer Homepage stattdessen, Anzeige gegen den oder die Täter zu erstatten. 
Das Portal zur Prüfung von Bußgeldvorwürfen aus dem Straßenverkehr "Geblitzt.de" berichtet: „Es ist den Behörden gar nicht gestattet, Anhörungsbögen oder Bußgeldbescheide via Mail zu verschicken. Das geschieht noch immer analog. Ganz abgesehen davon besitzt die Bußgeldstelle nicht die Mailadressen eines jeden Fahrers.“

 

Bildquelle: Pixabay

Was sollten Autofahrer über E-Scooter wissen?

Elektrische Tretroller, sogenannte E-Scooter, sind momentan in aller Munde. Nach dem Hype um E-Bikes wird nun auch E-Scootern eine große Zukunft vorhergesagt. Doch was kommt dabei auf Autofahrer zu? Was ändert sich im Straßenverkehr? Worauf sollten sie achten? In diesem Artikel sagen wir dir, was du über E-Scooter wissen solltest.

E-Scooter: Das sollten alle Verkehrsteilnehmer jetzt wissen

Seit dem 15. Juni 2019 ist es amtlich: Mit Inkrafttreten der Verordnung für „Elektrokleinstfahrzeuge“ ist in Deutschland eine neue Fahrzeugklasse für den Straßenverkehr zugelassen. Zu den neuen Kraftfahrzeugen gehören beispielsweise Elektrotretroller, sogenannte E-Scooter. Alle diese kleinen Fahrzeuge zeichnet aus, dass sie einen Elektroantrieb besitzen, über keinen Sitz verfügen, maximal mit Tempo 20 fahren dürfen und nur Radwege oder – wenn diese nicht vorhanden sind – die Fahrbahn benutzen dürfen. Gehwege sind tabu. 
Die elektrisch betriebenen Fahrzeuge sollen eigentlich dazu beitragen, Mobilität modern und umweltfreundlich zu machen. Aber schon in den ersten beiden Wochen ereigneten sich mehrere schwere Unfälle, wie die „Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung“ berichtet. Sie gibt Hinweise, die auch Autofahrer kennen sollten. Schließlich können sie einen E-Scooter-Fahrer auf der Straße so besser einschätzen.

- E-Scooter und Segways, die ebenfalls zu den Elektrokleinstfahrzeugen zählen, dürfen nicht schneller als 20 km/h fahren.

- Elektro-Tretroller sind versicherungspflichtig.

- Sie müssen die Mindestanforderungen der Verkehrssicherheit erfüllen, das heißt, zum Beispiel mit einem funktionierenden Brems- und Lichtsystem und einer Warnklingel ausgestattet sein.

- Personen ab 14 Jahren können die Fahrzeuge nutzen.

- Eine Führerscheinpflicht besteht bei E-Scootern nicht.

- Fahren dürfen E-Scooter nur auf Radwegen und Fahrradstraßen. Wenn diese fehlen, muss die Fahrbahn genutzt werden. Gehwege und Fußgängerzonen sind tabu.

- Auf den Fahrbahnen sollten E-Scooter möglichst weit rechts fahren.

- Ein Fahrbahnwechsel oder eine Richtungsänderung sollte rechtzeitig mit der Hand bzw. ausgestrecktem Arm angekündigt werden.

- Es besteht außerdem keine Helmpflicht, aber das Tragen eines Helms wird empfohlen, ebenso wie reflektierende Kleidung bei schlechter Sicht und Dunkelheit.

 

Bildquelle: Pixabay

Trotz RDKS: Reifendruck regelmäßig prüfen

Wer mit zu geringem Druck in den Autoreifen fährt, geht ein erhöhtes Unfallrisiko ein. Außerdem sind ein höherer Kraftstoffverbrauch sowie eine kürzere Lebensdauer der Reifen die Folge. Deshalb ist es wichtig, den Reifendruck nicht nur vor längeren Fahrten, sondern auch im Alltag alle 14 Tage zu kontrollieren. Das gilt auch für neuere Fahrzeuge mit Reifendruckkontrollsystem (RDKS).

Der Reifendruck macht den Unterschied

Fahren mit Minderdruck ist gefährlich. Vor allem in Kurven und bei Spurwechsel kann das Fahrzeug ein instabiles Fahrverhalten zeigen. Zu niedriger Druck kann zudem bei Fahrerassistenzsystemen wie etwa ABS und ESP zu Fehlfunktionen und auf nasser Fahrbahn zu längeren Bremswegen führen. Im Extremfall kann sich der Reifen bei hoher Beanspruchung sogar von innen her auflösen und plötzlich ausfallen. Bei solchen „Reifenplatzern“ besteht eine hohe Unfallgefahr. Minderdruck führt außerdem vor allem an der Reifenschulter zu stärkerem Abrieb. 
Einen absolut druckdichten Reifen gibt es nicht. Bei jedem Reifen lässt mit der Zeit der Druck nach. Eine regelmäßige Reifendruckkontrolle ist deshalb für jeden Fahrer unverzichtbar. Wir empfehlen: alle 14 Tage. Wichtig dabei: Den Druck immer am kalten Reifen prüfen, also gleich zu Beginn der Fahrt. Die korrekten Druckwerte für normale und für volle Beladung findet der Fahrer in der Regel auf einem Aufkleber an der B-Säule oder in der Tankklappe.

Ein zu hoher Reifendruck ist ebenfalls keine Lösung. Er beeinträchtigt zwar nicht die strukturelle Haltbarkeit des Reifens, bringt aber Nachteile: Auf trockener Fahrbahn kann sich der Bremsweg verlängern, außerdem kann sich das Kurvenverhalten durch geringere Seitenführungskräfte verschlechtern. Zudem lässt der Federungskomfort nach, und die Reifen nutzen sich stärker in der Mitte der Lauffläche ab. 
Moderne Pkw und Wohnmobile sind seit November 2014 ab Werk mit einem Reifendruckkontrollsystem ausgestattet. Dieses System entbindet den Fahrer aber nicht von der Pflicht, regelmäßig selbst die Reifen zu checken. Bei einer Warnmeldung heißt es, umgehend den Reifendruck prüfen und wenn nötig anpassen. Aber Achtung: Bei betriebswarmen Pneus ist zu beachten, dass der Druck im Reifen bei Wärme ansteigt. Deshalb keinesfalls Luft ablassen, sonst ist der Druck bei kaltem Reifen zu gering.

Bildquelle: Pixabay

Phänomen „Gaffen“: Warum das so gefährlich ist

"Schaulustige und Gaffer an Unfallstellen gab es schon immer. Doch im Zeitalter von Smartphone, Youtube und Co. hat das Phänomen eine neue Qualität erhalten," schrieb der ADAC in einer Meldung. Tatsächlich kann jeder Autofahrer selbst beobachten, wie sich oft der Verkehr staut, weil Autofahrer bremsen und gaffen. Doch das ist nicht nur pietätlos und verboten, sondern auch sehr gefährlich.

Gaffen ist respektlos, teuer und gefährlich

Unsicherheit, Angst oder Unkenntnis – die Gründe, warum immer wieder Autofahrer bei einem Verkehrsunfall keine Erste Hilfe leisten, sind vielfältig. Dabei wäre rasches Handeln am Unfallort dringend notwendig, kommt es doch oft auf die ersten Sekunden und Minuten nach einem Unfall an. War früher vor allem die Verunsicherung, etwas Falsches zu machen, ausschlaggebend für unterlassene Hilfeleistung, passiert es mittlerweile immer häufiger, dass Menschen anstatt zu helfen ungeniert den Unfallort und die Opfer mit dem Handy filmen und dabei auch die Rettungsmaßnahmen behindern.
Im Zeitalter von Smartphone, Youtube und Facebook lassen sich Videos binnen weniger Minuten verbreiten. Dabei tritt bei vielen Menschen der Gedanke, helfen zu können, zurück hinter das Bedürfnis, durch aufsehenerregende oder schockierende Bilder Aufmerksamkeit und Anerkennung zu erhalten. Schaulust gab es zwar schon immer, durch die Informations- und Bilderflut im Fernsehen und im Internet ist jedoch die Hemmschwelle gesunken, selber Bilder schrecklichen Inhalts zu verbreiten.

Wer auf dem Standstreifen anhält, um das Geschehen zu beobachten, und damit den Rettungsweg blockiert, muss zwar „nur“ mit 30 Euro Geldbuße rechnen, wer jedoch konkret die eigentlichen Rettungsmaßnahmen stört, muss mit Strafen bis zu 5.000 Euro rechnen. In der Praxis geht die Polizei gegen den Gaffer häufig auch mit einem Platzverweis vor. Wer vor einer Unfallstelle im Stau steht, muss für die Einsatzfahrzeuge eine Rettungsgasse bilden und sollte bei Erreichen der Unfallstelle zügig weiterfahren, sofern eine Hilfeleistung nicht erforderlich ist.

Bildquelle: Pixabay

Was machen gute Fahrradträger für die Anhängerkupplung aus?

Gerade zur Ferienzeit sieht man sie auf Autobahnen überall: Fahrradträger für die Anhängerkupplung. Manch ein Autofahrer bekommt eher ein mulmiges Gefühl, wenn er einem Auto mit einem solchen Fahrradtransportsystem hinterher fährt. Zurecht, wie ein aktueller Test des ADAC zeigt. Denn von elf getesteten Fahrradträgern schnitt nur weniger als die Hälfte mit „gut“ ab.

Fahrradträger im Test: Darauf sollten Käufer achten

Fahrradheckträger unterscheiden sich preislich sowie in Bezug auf die Handhabung teilweise erheblich. Das ist das Ergebnis des aktuellen Tests, für den der ADAC elf Fahrradheckträger für die Anhängerkupplung untersucht hat. Ausgewählt wurden Modelle, auf denen drei Räder Platz haben und die auch den Transport von E-Bikes erlauben. Gegenstand der Untersuchung waren jeweils unter anderem das Verhalten im Crashtest, Eigen- sowie Belastungsgewicht, Sicherheit und Handhabung. Fünf Modelle bewerteten die Tester mit „gut“, vier mit „befriedigend“ und zwei mit „ausreichend“. Testsieger wurde mit dem ADAC Urteil 1,9 der „i31“ von Uebler. Dieser war mit einem Preis von 698 Euro aber auch der teuerste Testkandidat. Auf dem letzten Platz landete der „SR3 plus“ von Bullwing mit dem ADAC Urteil 3,8 – mit 215 Euro das günstigste Modell im Test. Dabei finden sich allerdings gut bewertete Träger auch im mittleren Preissegment.

Im Crashtest schnitt der „VeloSpace XT 3“ von Thule am besten ab: Bei ihm gab es kaum Kontakt zum Aufbau des Autos und annähernd keine Defekte an den Befestigungen. Bei „SR3 plus“ (Bullwing), „BackPower“ (Mft) und „FoldClick 3“ (Yakima) entstanden beim Crash massive Einschläge in den Aufbau. Mindestens zwei Haltearme brachen. Beim Bullwing rutschten zudem die Räder aus den Führungsschienen. Beim Mft erwies sich die Verzahnung des Befestigungsbügels als zu schwach. 
Große Unterschiede zeigten sich auch beim Gewicht der getesteten Träger. Dabei ist ein geringes Eigengewicht des Trägers von Vorteil, weil die Stützlast des Autos begrenzt ist und auch inklusive Fahrräder nicht überschritten werden darf. Auch hier fiel Testsieger Uebler mit 16,4 kg positiv auf. Beim mit Abstand schwersten Modell „BackPower“ von Mft (30,8 kg) kann schon die Beförderung von drei Rädern problematisch sein. Die Transportmöglichkeiten sind auch beim „SR3 plus“ von Bullwing und beim „Alphard Plus“ von Menabo eingeschränkt: Bullwing erlaubt je Schiene maximal 20 kg Beladung und meldete nach dem Test, dass der Träger für den Transport von Pedelecs nicht geeignet ist. Menabo gestattet beim Transport von drei Rädern nur 15 kg pro Rad. Diese Gewichtsgrenze ist schnell überschritten.

Für die Beladung der Fahrradheckträger ist es sehr hilfreich, wenn sich die Haltearme nachträglich am Rahmen des Trägers befestigen lassen. Dies ist bei Uebler, Eufab, Bosal (künftig vertrieben unter dem Namen Oris), Thule, Westfalia und Yakima möglich. Zur Befestigung der einzelnen Räder am Rahmen eignen sich Klemmsysteme besser als Ratschensysteme, weil sie das das Spannen der Halterarme erleichtern. Einfach gestaltete Bänder ohne Rasterverschluss wie beim Träger von Bullwing sind dagegen eher ungeeignet. Bei Uebler, Norauto, Menabo, Thule und Atera bemängelten die ADAC-Experten zudem einen zu geringen Abstand der Halteschienen, weil bei einem Abstand von weniger als 190 mm im Test beispielsweise die Gabeln der transportierten Räder aneinander scheuerten.

Wichtig beim Transport von teureren Fahrrädern: eine vernünftige Diebstahlsicherung. Diese fehlte beim Träger von Bullwing komplett. Bei allen Modellen vermissten die Tester umfassende Sicherheitshinweise direkt an den Trägern. Am besten schnitt diesbezüglich noch Westfalias "Bikelander" ab. Besonders wenig Information gab es bei Mft, gar keine bei Menabo.

Bei den beiden günstigsten Trägern "SR3 plus" (Bullwing) und "Alphard Plus" (Menabo) gestaltete sich Erstmontage ausgesprochen langwierig. Zudem fehlte bei diesen Modellen sowie beim "Rapidbike 3P+" von Norauto eine zufriedenstellende Lösung für die Kabelführung. Beim "VeloSpace XT 3" (Thule) beanspruchte die Montage des Haltebügels ungewöhnlich viel Zeit. Positiv fielen Uebler und Yakima auf: Hier genügt auspacken, anstecken und losfahren.

 

Bildquelle: Pixabay

Höhere Temperaturen fordern mehr Autounfälle

Am 1. Juni ist endlich meteorologischer Sommeranfang – viele können es kaum erwarten, wenn die 20-Grad-Marke endlich wieder geknackt wird. Bei gutem Wetter wird viel unternommen und so sind auch mehr Autos auf den Straßen unterwegs. Was oft unterschätzt wird: Kräftiger Sonnenschein und höhere Temperaturen sind für längere Autofahrten nicht besonders förderlich. Im Auto können schon Temperaturen über 15 Grad gefährlich für Konzentration und Wohlbefinden des Autofahrers werden.

Mehr Autounfälle an warmen Tagen

Jeder siebte Verkehrsunfall mit Verletzten ereignet sich an heißen Sommertagen mit Temperaturen von 25 Grad und mehr. Hauptursache sind vor allem Fahrfehler, die durch mangelnde Konzentration verursacht wurden – wie etwa das Missachten der Vorfahrt, das Übersehen des Gegenverkehrs oder der Zusammenstoß mit vorausfahrenden Autos. Während der Anteil konzentrationsrelevanter Unfälle an kälteren Tagen, d.h. bei Temperaturen von weniger als 15 Grad, bei 47 Prozent liegt, steigt er im Sommer auf 63 Prozent an.
Autofahrer sollten die Hitzegefahr nicht unterschätzen. Der Rat viel zu trinken (drei Liter Wasser, Schorle oder Tee) ist zwar nicht neu – kann aber dennoch Leben retten. Warnzeichen für eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme sind Kopfschmerzen oder Schwindel, die umgehend zu einer Pause und zur Flüssigkeitsaufnahme führen sollten. Bei längeren Fahrten, etwa in den Urlaub, sind regelmäßige Zwischenstopps im Schatten und leichte Gymnastikübungen sinnvoll, um Geist und Körper wieder in Schwung zu bringen.
Die Klimaanlage sollte nicht zu kühl eingestellt und der Luftstrom nicht direkt auf Körperpartien gerichtet werden (Erkältungsgefahr). Sie solltent alle Luftaustrittsdüsen öffnen und so einstellen, dass der Luftstrom möglichst über die Schultern der vorne sitzenden Personen geblasen wird. Die Wohlfühltemperatur liegt zwischen 22 und 25°C.
Außerdem empfiehlt es sich, luftige und helle Kleidung aus Baumwolle zu tragen. Wer Ledersitze im Auto hat, sollte keine kurzen Hosen oder Röcke tragen, da sich die Sitze stark aufheizen. Gleiches gilt für das Lenkrad: nicht losfahren, wenn das Steuer zu heiß ist.
Für den optimalen Sonnenschutz lönnen Sie die hinteren Seitenscheiben und die Heckscheibe mit einer speziellen Sonnenschutz-Folie bekleben lassen – sprechen Sie uns dazu gerne an! Diese schützt nicht nur vor UV-, sondern auch vor Infrarot-Strahlung, die für die Hitze im Auto verantwortlich ist. Wichtig: Das Sichtfeld des Fahrers darf dadurch nicht beeinträchtigt werden.

Traumwagen nach Maß: Der Opel Insignia Exclusive

Rüsselsheim. Das eigene Traumauto im ganz persönlichen, einzigartigen Farbton kreieren – das funktioniert mit dem Individualisierungsprogramm Opel Exclusive. Damit können Opel Insignia-Käufer – unabhängig davon, ob sie sich für einen Grand Sport, Sports Tourer oder Country Tourer entscheiden...
Hier gibt es mehr Informationen zu diesem Thema...
Möchten Sie einen Kommentar hierzu schreiben?

„Als Team eng beieinander stehen“: 2.600 Teilnehmer beim siebten Opel-Firmenlauf Rüsselsheim.

„Mit PACE! ans Ziel“ lautete in diesem Jahr das Motto für alle Opelaner beim siebten Firmenlauf. Nicht umsonst wählten die Verantwortlichen diesen Slogan für die Opel-Lauf-T Shirts...
Hier gibt es mehr Informationen zu diesem Thema...
Möchten Sie einen Kommentar hierzu schreiben?

Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoff- und Stromverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem 'Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH , Helmuth-Hirth-Straße 1, D-73760 Ostfildern unentgeltlich erhältlich ist.

 


Nissan Qashqai
1.3 DIG-T N-Motion 4x2
Preis (brutto): 25.225,00 €
Preis (netto): 21.197,00 €
MWSt. ausweisbar
Verbrauch: 5.7 l/100km
co2-Emissionen: 135 gr/100km

Toyota Aygo
1.0 X 5trg Business-Pkt.
Preis (brutto): 10.590,00 €
Preis (netto): 8.899,00 €
MWSt. ausweisbar
Verbrauch: 4.1 l/100km
co2-Emissionen: 93 gr/100km

VW T-Roc
Style 1,0 TSI BMT LED Scheinwerfer Climatronic Sitzhei (...)
Preis (brutto): 26.140,00 €
Preis (netto): 21.966,00 €
MWSt. ausweisbar
Verbrauch: 5.1 l/100km
co2-Emissionen: 117 gr/100km
Autohaus Slagman

Ulmenstr. 279
40468 Düsseldorf

Telefon: 02 11 / 417 17 17
Telefax: 02 11 / 417 17 27

Zur Standortseite bitte hier klicken

Autohaus Slagman

Ulmenstr. 279
40468 Düsseldorf

Telefon: 02 11 / 417 17 17
Telefax: 02 11 / 417 17 27

Zur Standortseite bitte hier klicken

Öffnungszeiten
Verkauf

Montag - Freitag
9.30 - 18.00 Uhr

Samstag
9.30 - 13.00 Uhr

Service

Montag - Freitag
7.00 - 18.00 Uhr

Samstag
8.00 - 12.00 Uhr

Öffnungszeiten

Verkauf

Montag - Freitag
9.30 - 18.00 Uhr

Samstag
9.30 - 13.00 Uhr

Öffnungszeiten

Service

Montag - Freitag
7.00 - 18.00 Uhr

Samstag
8.00 - 12.00 Uhr

Verbrauchs- und Emissionswerte

Anfahrt

Anfahrt

Anfahrt

Aktuelle Angebote aus dem Zentrallager