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Wie sollten Autofahrer bei plötzlichem Starkregen reagieren?

Plötzliche Platzregen gehören leider zu den typischen Wetterszenarien im Sommer. Dann sollten Autofahrer sofort reagieren und ihre Geschwindigkeit verringern. Denn: Es droht Aquaplaning und damit der Verlust über die Kontrolle des eigenen Autos. Als wäre das nicht schon schlimm genug, ist meist auch noch die Sicht stark eingeschränkt.

Bei Starkregen: Aquaplaning und verschlechterte Sicht möglich

„Auch die Sichtweite verringert sich rapide. Es dauert, bis die Scheibenwischer, die von Straßendreck und Insektenresten verschmierte Scheibe wieder freibekommen. Daher sollten Autofahrer in solchen Situationen ihre Geschwindigkeit reduzieren und genügend Sicherheitsabstand einhalten,“ erklärt Thomas Salzinger von TÜV SÜD.
Bei Wasserglätte, also Aquaplaning, schiebt sich das Wasser wie ein Keil zwischen den Straßenbelag und die Autoreifen. Die Pneus können die Wassermassen nicht mehr verdrängen. Der Kontakt zur Straße wird verloren, das Fahrzeug unbeherrschbar und unberechenbar. Grundsätzlich kann Aquaplaning auf allen Straßen mit erhöhtem oder hohem Wasserstand auftreten. Deshalb ist besondere Vorsicht in Senken, Unterführungen, Spurrillen oder Kurven angesagt. 
Das Tückische: Die fehlerfreie Funktion der elektronischen Assistenzsysteme wie ABS und ESP ist nicht mehr gewährleistet, wenn sich ein Wasserkeil zwischen Reifen und Straßenoberfläche schiebt. Dann geht der Kontakt zwischen Reifen und Fahrbahn verloren, und den Systemen fehlt die nötige Rückmeldung der Sensoren.
Ab wann es kritisch wird, hängt von mehreren Faktoren ab. Da spielen Wassertiefe, Tempo, Reifenbreite, aber ebenso Profiltiefe und die Straßenbeschaffenheit eine Rolle.

Die meisten Unfälle infolge von Aquaplaning passieren „durch eine falsche Reaktion“, erklärt Salzinger weiter: „Vielfach agieren Autofahrer in dieser Schrecksekunde falsch und drehen am Lenkrad, um auf diese Weise der Gefahrensituation zu entfliehen.“ Das Lenkrad lässt sich beim Aufschwimmen natürlich butterweich bewegen, weil die Reifen keine Bodenhaftung mehr haben. „Sobald die Vorderräder aber wieder mit der Fahrbahn in Berührung kommen, zieht das Auto schlagartig zur Seite“. Der Grund: Die Räder sind nach dem vorherigen unüberlegten Lenkmanöver noch eingeschlagen.
Die wichtigste Regel bei Aquaplaning lautet daher: Das Lenkrad immer in der ursprünglichen Position belassen, gleichzeitig runter vom Gas und die Kupplung treten, damit die Räder frei drehen können.

 

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Zehn Tipps für den nächsten Urlaubstrip mit dem Auto

Wir haben schon oft berichtet, dass ein Urlaubscheck vor dem nächsten Trip mit dem Auto sehr wichtig ist. Bei einer solchen „Untersuchung“ schauen sich die Mechaniker dein Auto genauestens an und überprüfen es auf die wichtigsten Funktionen. Doch wenn du bereits im Urlaub bist, gibt es weitere Dinge, die du wissen solltest. So unterscheiden sich die Gesetze und Verbote von Land zu Land erheblich.

Das sollten Auto-Urlauber wissen

Urlaubszeit ist Reisezeit. Für viele ist dabei das Auto immer noch das Fortbewegungsmittel Nummer eins. Nichts kann einem den Spaß allerdings so sehr verderben wie Autopannen und andere unangenehme Überraschungen auf dem Weg zum Urlaubsziel. Um dem vorzubeugen, lohnen sich gute Vorbereitung und ein umfangreicher Fahrzeugcheckup, wie die Delticom AG schreibt:

1. Andere Länder, andere Sitten – Führt die Reise ins Ausland, gilt es, sich über spezifische Vorschriften vor Ort zu informieren. Selbst innerhalb der EU gibt es diverse kleine Unterschiede.

2. Handynutzung am Steuer – Die Handynutzung am Steuer ist seit 2018 in ganz Europa verboten - wenngleich die Spanne bei den Bußgeldern für die Handynutzung sehr groß ist.

3. Promillegrenzen beim Fahren – Auch Promillegrenzen sind verschieden. In manchen Ländern, etwa Tschechien, gilt absolutes Alkoholverbot am Steuer. Üblich sind allerdings maximal 0,5 Promille, für Fahranfänger und unter 21-Jährige gelten oft strengere Bestimmungen. Am besten beraten ist sicherlich, wer so oder so nüchtern bleibt.

4. Lichtpflicht in zahlreichen Ländern – In Skandinavien und anderen Ländern, etwa Polen oder in der Schweiz, besteht zudem Lichtpflicht. Tagfahrleuchten reichen dabei nicht überall aus.

5. Regelungen für das Fahren mit Anhänger – Wer mit Anhänger in die Niederlande, nach Österreich oder in die Schweiz unterwegs ist, benötigt möglicherweise eine zusätzliche Sicherungsverbindung zwischen Ziehendem und Gezogenem. Was genau vorgeschrieben ist, hängt vom Gewicht ab.

6. Rauchverbot beim Fahren – In einigen Ländern ist es unter Umständen verboten, im Auto zu rauchen. Häufig gilt das, wenn – wie in Italien oder Frankreich – Personen unter 18 Jahren mitfahren.

7. Gebrauch von Warnwesten nicht überall gleich – Auch beim Thema Warnwesten weichen die Bestimmungen voneinander ab. In einigen Ländern besteht wie in Deutschland lediglich die Pflicht zum Mitführen. In anderen Ländern muss die Weste von allen Mitfahrern auch wirklich getragen werden, wenn du – etwa im Falle eines Unfalls – außerorts aussteigst, so zum Beispiel in Frankreich.

8. Kennzeichnung von Fahrradträgern – In Italien, Spanien und Portugal müssen am Fahrzeugheck montierte Lasten wie etwa Fahrradträger mit Warntafeln gekennzeichnet werden.

9. Die richtigen Reifen für deinen Urlaub – In Italien sind von Mai bis Oktober bestimmte Reifen nicht erlaubt. Darunter fallen Winterreifen und Allwetterreifen, deren Geschwindigkeitsindex nicht mindestens der Angabe in der Zulassungsbescheinigung entspricht.

10. Sicherheit geht auf jeder Reise vor. Deswegen sollte das Auto vor Abfahrt auch noch einem möglichst umfangreichen Check unterzogen werden. Funktionieren Licht und Bremsen? Stimmt der Ölstand? Als einzige Verbindung zur Straße haben die Reifen besonderes Augenmerk verdient. Jegliche Schäden oder Risse, eine Restprofiltiefe von weniger als drei Millimetern oder ein höheres Alter als sechs bis acht Jahre sind gute Gründe dafür, die Pneus auszuwechseln – gerade vor einer langen Reise.

 

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Wie sicher sind Autos bei Gewitter wirklich?

Auf die Hitzewelle folgt nicht selten eine Gewitterfront. Dabei teilen viele Menschen die Annahme, dass man im Auto am sichersten vor einem Gewitter und möglichen Blitzeinschlag ist, wenn man nicht gerade zuhause ist. Doch ist dem wirklich so?

Bei Gewitter schützt das Auto wie ein faradayscher Käfig

Sommerliche Temperaturen bedeuten jedes Jahr leider auch Gewitter, Donner und Blitze. Für Veranstalter und Besucher von Festivals, Sportevents und anderen Open-Air-Veranstaltungen herrscht häufig das große Zittern. Denn Starkregen, Hagel und Sturmböen können schnell dafür sorgen, dass das Event sprichwörtlich ins Wasser fällt. Insbesondere Gewitter bedürfen besonderer Beachtung, denn häufig müssen Veranstaltungen auf der grünen Wiese abgebrochen oder gar im Vorfeld abgesagt werden. 
Ein sicherer Ausweichplatz ist tatsächlich das Auto. Ein Auto, das aus Blech gebaut ist, besteht somit aus einer leitfähigen Hülle und wirkt wie ein faradayscher Käfig. Es fungiert als elektrische Abschirmung und leitet die Ladung eines Blitzes über die Hülle hin zu den Reifen und in den Boden. Für die Insassen besteht also im Falle eines Blitzeinschlags keine Gefahr. Komplett sicher ist man bei einem Gewitter im Auto jedoch trotzdem nicht: Wenn ein Blitz in einen Baum in der Nähe des Autos einschlägt, könnten herunterfallende Äste die Insassen des Autos gefährden, wenn nicht sogar der Baum selbst nachgibt und umfällt. Auch das grelle Licht und der laute Knall bei einem direkten Blitzeinschlag könnten den Autofahrer stark erschrecken und zu einem gefährlichen Fahrmanöver verleiten.

Weitere Tipps: Gewitter bei der Grillparty

Doch was empfiehlt sich bei der heimischen Grillparty oder beim Fußballgucken im eigenen Garten, wenn ein plötzliches Gewitter aufzieht? Um sich, seine Gäste und die heimischen Elektrogeräte zu schützen, sollten einige Punkte beachtet werden. „Sofern möglich, sollten alle Gäste Schutz im Haus suchen. Sämtliche Geräte, etwa Musikanlage oder Elektrogrill, die möglicherweise im Freien bleiben, sollten vom Strom getrennt und mit Plastikplanen abgedeckt werden“, sagt Michael Vogel von TÜV Rheinland. „Es empfiehlt sich, auch bei allen Elektrogeräten im Haus den Stecker zu ziehen und die Antennenleitung vom Netz zu trennen.“ Letzteres ist auch bei fachgerechten Blitzschutzsystemen am und im Haus die sicherste Lösung. Diese Systeme minimieren das Risiko von Bränden und Schäden an Geräten zwar erheblich, aufgrund der unvorhersehbaren Stärke eines Blitzes ist ein hundertprozentiger Schutz aber nicht möglich.

 

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Warum sollten Autofahrer auf unnötigen Ballast verzichten?

Wenn man als Kind einen Freund auf seinem Fahrrad mitnehmen musste, wurde es schwerer, vorwärts zu kommen. Logisch, mehr Gewicht, mehr Arbeit. Doch viele Autofahrer vergessen, dass sich dieses Prinzip auch im Auto nicht geändert hat. Jeder Kilo, den das Auto zusätzlich zu stemmen hat, geht zu Kosten des Spritverbrauchs und letztlich auch der Umwelt. Deswegen macht es Sinn, auf unnötigen Ballast zu verzichten.

Jedes Kilo mehr geht ins Geld und zu Lasten der Umwelt

Von der Getränkekiste bis zum Dachgepäckträger – Fahrzeughalter sollten im Sinne des Umweltschutzes auf Dinge im oder am Fahrzeug verzichten, die sie nicht unmittelbar benötigen. So erhöhen beispielsweise überflüssige Dachladung und Aufbauten den Luftwiderstand unnötig und führen zu erhöhtem Spritverbrauch, wie der TÜV Rheinland schreibt. Gleiches gilt für zu geringen Reifendruck und das falsche Reifenprofil. „Wer mit Winterreifen im Hochsommer und vollgepacktem Kofferraum herumfährt, verbraucht unnötig Sprit“, sagt Thorsten Rechtien, Kfz-Experte bei TÜV Rheinland. „Viele Autofahrer unterschätzen das.“

Auch der Fahrstil hat Einfluss auf den Spritverbrauch. Drehzahlmesser und Stellung des Gaspedals geben dabei wichtige Hinweise. Wer stets im mittleren Drehzahlbereich – rund 2.500 Umdrehungen – den nächsthöheren Gang einlegt, ist zügig unterwegs, ohne dabei das Gaspedal voll durchdrücken zu müssen. Eine effektive und sparsame Methode. 
Das Auskuppeln bei Gefälle ist nicht zu empfehlen, da sich das Fahrzeugverhalten zulasten der Stabilität ändert. Zudem ein Vorteil: Bei starkem Gefälle bremst ein eingelegter Gang das Auto automatisch ab. Der Tempomat ist vor allem auf Autobahnen und Landstraßen ein umweltschonendes Instrument. Denn je gleichmäßiger und konstanter die Geschwindigkeit, desto geringer der Verbrauch. Vorausschauendes Fahren hilft dabei ebenfalls enorm. Der Hinweis vom Experten: „Wer das Bremspedal im Fahrzeug nur selten betätigen muss, macht vieles richtig. Ein Indiz dafür, dass man vorausschauend und somit spritsparend unterwegs ist.“

Rücksicht auf Mitmenschen nehmen gehört ebenfalls zum Umweltschutz. Auf übertriebenes Beschleunigen und ruckartiges Bremsen sollte daher in jeglicher Hinsicht verzichtet werden. Zum einen könnten Verkehrsteilnehmer verunsichert reagieren. Zum anderen bringt diese Fahrweise, genauso wie laute Musik, einen enormen Lärmpegel mit sich.

 

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Achtung: Betrüger als Pannendienst im Ausland unterwegs

Deutsche Autofahrer sollten sich vor Betrügern im Ausland in Acht nehmen. Wenn du mit dem Auto im Urlaub unterwegs bist und plötzlich der Pannendienst vom ADAC auftaucht, dann solltest du besonders kritisch sein. Denn obwohl der ADAC tatsächlich nur mit einem Servicewagen in Norditalien unterwegs ist, fahren Betrüger in kompletter ADAC-Montur mitsamt Logos und Schriftzügen in mehreren europäischen Ländern herum, um ahnungslosen Deutschen das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Achtung Abzocke – falsche Pannenhelfer im Ausland unterwegs

Im Ausland sind momentan falsche Pannenhelfer unterwegs, die sich als ADAC-Mitarbeiter ausgeben und Reisenden viel Geld für Abschlepp- und teils unnötige Werkstattleistungen abknöpfen. Das berichtet die ADAC Versicherung AG. Außer in Ungarn und Serbien sind die Betrüger jetzt auch vermehrt in Bulgarien, Kroatien und Slowenien aktiv. Dazu sind die Slowakei, Litauen und Polen betroffen.
Um die Urlauber in die Falle zu locken, nutzen die Betrüger Fahrzeuge in der farblichen Gestaltung der Pannenhilfe-Autos, mit dem Logo des Clubs oder der Aufschrift „Im Auftrag des ADAC“. Auch das Personal tritt im Gewand der ADAC-Straßenwachtfahrer auf. Aber: Im Ausland betreibt der ADAC keine eigene Straßenwacht-Flotte und die dortigen Vertragspartner dürfen weder auf ihren Fahrzeugen noch an Werkstätten ADAC-Logos verwenden.
Es gibt jedoch eine Ausnahme: In Norditalien ist ein Gelber Engel ganzjährig als Pannenhelfer für die ADAC Notrufstation tätig.
ADAC-Plus-Mitglieder sollten daher folgende Hinweise beachten: Im Falle einer Panne außerhalb Deutschlands sollte grundsätzlich der Auslandsnotruf unter der Nummer 00 49 89 22 22 22 kontaktiert werden. Hier wird dann ein Pannenhelfer oder ein Abschleppdienst vor Ort vermittelt. Der „echte“ Pannenhelfer kennt die Mitgliedsdaten des Liegengebliebenen oder kann im Zweifelsfall die Daten abrufen, um so den Nachweis zu erbringen, dass er tatsächlich im Auftrag des ADAC handelt.
Besonders offensichtlich ist die Taktik vieler Betrüger, bereits an der Autobahn zu warten und direkt nach einer Panne aufzutauchen, um dem Hilfesuchenden ihre Dienste anzubieten. Anrufversuche der ADAC-Plus-Mitglieder beim Auslandsnotruf können fehlschlagen, da die Kriminellen Störsender in ihren Fahrzeugen installiert haben, die das Telefonnetz unterbrechen und eine Mobilfunkverbindung unmöglich machen. In so einer Situation sollten Autofahrer ihr Fahrzeug abschließen, sich einige Meter entfernen und von dort den ADAC-Auslandsnotruf kontaktieren.
Wenn die ADAC Versicherung AG die Betrüger, beispielsweise mittels Foto von Nummernschildern, identifizieren kann, wird mit Unterstützung des Partnerclubs immer Anzeige auf Unterlassung erstattet. Betrugsanzeigen können nur die Geschädigten erstatten.

 

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P+R-Parkplätze im Test: Was sollten Autofahrer wissen?

Dass man nicht auf sein Auto verzichten muss und trotzdem etwas zum Umweltschutz beitragen kann, zeigen die zahlreichen P+R-Parkplätze im ganzen Land. „Park and Ride“ ermöglicht es Autofahrern, ihren Wagen an einer Straßenbahn- oder S-Bahn-Haltestelle zu parken und dann die Bahn zur Arbeit zu nehmen. Gerade in Zeiten zunehmender Umweltbelastung und voller Straßen in den Innenstädten hat der ADAC 60 Anlagen einem Test unterzogen.

So gut (und schlecht) sind Deutschlands P+R-Parkplätze

P+R-Anlagen können dazu beitragen, das Verkehrsaufkommen in den Innenstädten zu reduzieren. Vor diesem Hintergrund hat der ADAC 60 P+R-Anlagen in zehn deutschen Städten mit hohem Pendleraufkommen getestet. Die Ergebnisse sind weitgehend positiv: Ein Drittel der getesteten P+R-Anlagen erhielt die Wertung gut oder sehr gut, 26 Anlagen schnitten noch mit ausreichend ab. Aber: 13 waren mangelhaft, eine sogar sehr mangelhaft. Damit fiel fast jede vierte Anlage im Test durch. 
Beste Anlage im ADAC-Test ist das gebührenpflichtige Parkhaus Österfeld in Stuttgart, dicht gefolgt von den Anlagen Messestadt Ost und Fröttmaning in München sowie Haus Borsigallee in Frankfurt. Schlechteste Anlage im Test ist der P+R-Platz Plovdiver Straße in Leipzig mit dem Gesamturteil sehr mangelhaft. 
Besonders gut gefielen den Testern die pendlerfreundlichen Lösungen der Stuttgarter und Münchner Betreiber, die online Prognosen über freie Stellplätze zur Verfügung stellten. Oder die P+R-Anlage Bremen-Burg, wo man über eine Anzeigetafel freie Stellplätze und die Abfahrtszeiten der nächsten beiden Züge ablesen konnte. 
Ärgerlich dagegen ist die Tatsache, dass im Test ein Viertel der Anlagen bei Anfahrt voll waren. Weitere Hauptmängel: Keine webbasierten Prognosen zur Auslastung der Anlagen, keine Trennung zwischen Fußgänger- und Autobereichen auf Parkplätzen, nur selten Video-Überwachung, kaum E-Lademöglichkeiten und häufig fehlende Kennzeichnung der Stellplätze. An die Adresse der ÖPNV-Anbieter geht: Zu große Abstände zwischen den Abfahrten und lange Reisezeiten ins Zentrum. 
Damit P+R-Anlagen für den Verbraucher attraktiver werden und die Innenstädte park- und stautechnisch stärker entlasten, gibt es aber noch Verbesserungspotenzial. Dabei sind Autofahrer, Betreiber, Kommunen und ÖPNV gleichermaßen gefordert. Dazu sagt Gerhard Hillebrand, ADAC Vizepräsident für Verkehr: „P+R-Anlagen können Menschen, die in die Zentren von Großstädten einfahren wollen, bereits im Umland zu einem Umstieg auf den ÖPNV bewegen. Das ist sinnvoll, funktioniert aber nur, wenn die Anbindung an den ÖPNV stimmt. Takt und Kapazitäten können oft noch deutlich verbessert werden. Die Bedeutung von P+R-Anlagen wird in Zukunft noch steigen, wenn insbesondere in den Großstädten bezahlbarer Wohnraum fehlt.“

 

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Sicherer Umgang mit Seil und Haken – so geht Abschleppen

Beim Abschleppen eines Autos können viele Fehler passieren. Denn wenn du ein Auto richtig an den Haken nehmen möchtest, solltest du einige Dinge beachten. In diesem Artikel gibt es hilfreiche Tipps, damit du sicher mit Seil und Haken umgehen kannst, wenn es drauf ankommt.

Bei Panne mit dem Auto: So wird richtig abgeschleppt

Nur Fahrzeuge, die nicht mehr fahrbereit sind, dürfen abgeschleppt werden. Ist die Elektrik ausgefallen, muss ein professionelles Abschleppunternehmen beauftragt werden. Steht ein Fahrzeug auf der Autobahn oder behindert es den Straßenverkehr, sollte zunächst die Pannenstelle gesichert werden. Beim Abschleppen langsam (nicht schneller als 50 km/h) fahren, denn bei Motorausfall arbeiten Lenk-und Bremshilfe nicht. Bei niedrigem Tempo bleibt dem Fahrer des Pannenautos genügend Zeit, zu reagieren.

Abgeschleppt werden kann mit einem Seil oder einer festen Stange. Diese sind am jeweiligen Abschlepphaken der Fahrzeuge zu befestigen – jedoch nicht diagonal, weil das Auto sonst ausbrechen könnte. Seil oder Stange dürfen höchstens fünf Meter lang sein und müssen, z. B. mit einem roten Fähnchen, kenntlich gemacht werden.

Wer ein Auto abschleppt, sollte es auf dem kürzesten Weg zum Zielort bringen. Bei Autos mit Automatikgetriebe, Hybrid- oder Elektrofahrzeugen sollten Besonderheiten in der Bedienungsanleitung beachtet werden. Beide Fahrzeuge müssen die Warnblinkanlage und bei Dunkelheit die Beleuchtung einschalten.
Wer abschleppt, benötigt eine gültige Fahrerlaubnis. Der Lenker des defekten Fahrzeugs braucht keinen Führerschein, sollte aber hinsichtlich Körpergröße, Kraft und Erfahrung dazu geeignet sein, das Auto sicher zum Bestimmungsort zu bringen.
Der Fahrer des Pannenfahrzeugs kuppelt immer aus. Bei defektem Blinker zeigt er nachfolgenden Fahrzeugen Richtungsänderungen per Handzeichen an. Das Abschleppseil muss während der Fahrt möglichst straff gehalten werden. Falls möglich, empfiehlt es sich, das Anfahren und Bremsen an ungefährlichen Stellen wie Parkplätzen zunächst zu üben.

Das Abschleppen auf der Autobahn ist nur dann erlaubt, wenn die Panne auf der Autobahn passiert ist. Diese ist an der nächsten Ausfahrt zu verlassen. Wer weiterfährt muss mit einem Bußgeld von 20 Euro rechnen. Das Auffahren auf die Autobahn ist mit abzuschleppenden Fahrzeugen generell nicht erlaubt.

 

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Sicher durch den Sommer: Was sollten Motorradfahrer beachten?

Sommerzeit ist Motorradzeit. Für viele Autofahrer bedeuten ein strahlend blauer Himmel, Sonnenschein und hohe Temperaturen einen perfekten Motorrad-Sommer. Auch um Unfälle zu vermeiden, sollten Biker sich und ihr Fahrzeug jedoch vor den ersten großen Touren gut vorbereiten. Neben der Technik und Sicherheitsausrüstung ist aber auch eine gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr dringend notwendig, wie der ADAC berichtet. Das gilt es demnach beachten:

Das Motorrad gründlich reinigen und auf Fehler oder Roststellen überprüfen.
Batterie prüfen, ist sie ausreichend gefüllt und geladen?
Motoröl, Bremsflüssigkeit und Kühlmittel überprüfen und bei Bedarf nachfüllen.
Lichtanlage und elektronische Anlage, z.B. Kupplungs- und Seitenständerschalter, testen.
Antriebskette korrekt spannen und schmieren.
Bremsbeläge und Bremswirkung prüfen.
Profilzustand und Luftdruck der Reifen prüfen.
Wer mehr Motorrad fahren möchte als bisher, sollte auf das Reifenherstellungsdatum achten. Liegt dies fünf Jahre oder mehr zurück, sollte der Reifensatz ausgetauscht werden.
Eventuelle Mängel vor Fahrtbeginn reparieren lassen.
Gegebenenfalls die Schwimmerkammern der Vergaser entleeren. Benzinhahn öffnen und frischen Kraftstoff in den Vergaser füllen.

Auf die richtige Kleidung kommt es an

Nicht nur die Maschine braucht nach der Winterpause eine Auffrischung, auch der Fahrer sollte nicht ohne Vorbereitung wieder aufsteigen. Wichtig ist es, sich vor Saisonbeginn wieder mit der Maschine vertraut zu machen. Die erste Fahrt sollte auf einer wenig befahrenen Straße erfolgen, um die Bremsen nochmals im Fahrbetrieb zu testen und das Fahren in Schräglage oder Ausweichen wieder aufzufrischen. Nach einer längeren Pause empfiehlt sich auch die Teilnahme an einem Motorrad-Wiedereinsteiger-Training. Lange und anspruchsvolle Ausflüge wie Berg- und Passfahrten sollten deshalb anfangs vermieden werden.
Unverzichtbar ist die richtige Kleidung, sie ist Voraussetzung für sicheres Fahren. Neben Helm und Handschuhen sind eine warme Kombi sowie Nierengurt bzw. Rückenprotektor nicht nur in der Übergangsjahreszeit zu empfehlen. Kontrastreiche Kleidung machen Motorradfahrer für andere Verkehrsteilnehmer noch besser sichtbar. Das Anti-Beschlag-Visier sollte auf Kratzer untersucht und im Zweifelsfall ausgetauscht werden.

Autofahrer haben Zweiräder noch nicht im Blick

Nicht nur Motorradfahrer müssen sich ans Fahren und die Maschine wieder gewöhnen, auch für Autofahrer ändert sich nun die Verkehrslage Bei den ersten Ausflügen sollten Zweiradfahrer möglichst defensiv fahren, denn oftmals werden Geschwindigkeit und Beschleunigungsvermögen von den Autofahrern noch unterschätzt. Für viele Autofahrer ist es schwierig, sich bei Ausweich- und Bremsmanövern in die Motorradfahrer hineinzuversetzen. Darum sollten alle Verkehrsteilnehmer zu jeder Zeit rücksichtsvoll und vorausschauend fahren.
Eine defensive Fahrweise ist auch deshalb angebracht, weil es vor allem in Waldstücken und auf Brücken morgens noch feuchte und eisglatte Straßenabschnitte geben kann. Schlaglöcher sowie liegengebliebener Streusplitt können für Zweiradfahrer gefährlich werden.

 

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Was sollten Autofahrer über Alkohol am Steuer wissen?

Gott sei Dank weiß jedes Kind mittlerweile: Alkoholisiert Auto fahren ist verboten. Auch die Promillegrenzen von 0,5 Promille sollte jedem Autofahrer in Deutschland geläufig sein. Doch es gibt einige Regeln und Verbote, die nicht jeder kennt. Wusstet du beispielsweise, dass auch der Beifahrer für die Trunkenheit des Fahrers verantwortlich gemacht werden kann?

Alkohol: Diese Regeln und Verbote sollten Autofahrer kennen

Für viele Menschen gehört der Schluck Wein beim Abendessen oder das kühle Bier nach der Arbeit einfach dazu und manch einer fühlt sich nach ein, zwei Gläsern immer noch als Herr des Geschehens. Doch: Der Eindruck täuscht nicht selten. Schon geringe Alkoholmengen genügen, um die Reaktionsfähigkeit drastisch einzuschränken. 
Was viele nicht wissen: Schon bei Fahrauffälligkeiten – wie dem Fahren von Schlangenlinien oder zu dichtem Auffahren – drohen bereits ab 0,3 Promille ein Fahrverbot, Punkte und ein Bußgeld. Wer mit 0,5 Promille in eine Polizeikontrolle gerät, wird mit mindestens 500 Euro zur Kasse gebeten, darf sich mindestens einen Monat nicht ans Steuer setzen und kassiert zwei Punkte in Flensburg. 
Ist ein Autofahrer mit mehr als 1,1 Promille unterwegs, geht der Gesetzgeber automatisch von absoluter Fahruntüchtigkeit aus. Wen die Polizei so antrifft, der muss sich für mindestens sechs Monate von seinem Führerschein verabschieden. Weitere Konsequenzen sind drei Punkte in Flensburg und eine Geldstrafe. Bei solch einer Trunkenheitsfahrt wird der Führerschein entzogen. Seine Rückgabe muss bei der Straßenverkehrsbehörde beantragt werden.

Fahranfänger sollten berücksichtigen: Bis zum 21. Geburtstag beziehungsweise während der Probezeit ist Alkohol am Steuer absolut tabu. Auch Rad fahren und Alkohol passen nicht zusammen: Wer angetrunken einen Unfall verursacht, läuft ab 0,3 Promille ebenfalls Gefahr, seinen Führerschein zu verlieren. Ab 1,6 Promille muss auch ein Radfahrer mit einem Verfahren rechnen – unabhängig davon, ob er einen Führerschein besitzt.

Lieber nicht mit dem Versicherungsschutz spielen

Soweit die strafrechtliche Seite. War bei einem Unfall Alkohol im Spiel, kann sich das, wie die HUK-COBURG mitteilt, auch auf den Versicherungsschutz auswirken. Inwiefern hängt vom Blutalkoholspiegel und der individuellen Fahrtüchtigkeit ab. Also davon, ob der Fahrer eine Situation erkannt und angemessen reagiert hat. Wer Schlangenlinien gefahren ist, Autos gerammt hat oder von der Straße abgekommen ist, hat diese Grenze überschritten. Wie viel Alkohol zu Ausfallerscheinungen führt, ist bei jedem verschieden. Im Extremfall genügt ein Glas Sekt. 
Lässt sich der Unfall eindeutig auf Alkoholkonsum zurückführen, greift in der Kfz-Haftpflichtversicherung die Trunkenheitsklausel. Sie befreit den Versicherer von seiner Leistungspflicht. Das heißt: Die Versicherung reguliert den Schaden des Opfers, nimmt aber den Unfallverursacher in Regress. Maximal 5.000 Euro kann sie sich vom Schädiger zurückholen. 
In der Kasko-Versicherung kann sich der Versicherer auf Leistungsfreiheit berufen und nur einen Teil des Schadens oder gar nichts bezahlen. Bei 1,1 Promille gilt der Alkoholgenuss automatisch als unfallursächlich. Allerdings genügen auch geringere Mengen, um den Versicherungsschutz ins Wanken zu bringen. Die Gretchenfrage ist und bleibt die Ursächlichkeit für die Karambolage.

Auch wer bei seinem alkoholisierten Trinkkumpan ins Auto steigt, muss bei einem Unfall mit Konsequenzen rechnen. Wird der Beifahrer verletzt, können seine Ansprüche gekürzt werden, die er im Normalfall gegen den Verursacher gehabt hätte. Dies gilt zum Beispiel für das Schmerzensgeld. Die Rechtsprechung unterstellt hier, dass ein Beifahrer, der sich zu einem Betrunkenen ins Auto setzt, sich selbst gefährdet und die Verletzungsfolgen dadurch mit verursacht hat. Selbst am Morgen nach einer fröhlich durchzechten Nacht ist der Alkohol immer noch ein Thema. Schließlich dauert es um die zehn Stunden, bis ein Promille Alkohol im Körper abgebaut wird. Im Zweifelsfall empfiehlt sich der Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel.

 

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Warum kann Überladung von Wohnmobilen im Ausland teuer werden?

iele Deutsche verreisen am liebsten mit ihren Wohnmobilen. Kein Wunder: Mit einem kleinen Haus unterwegs zu sein und immer alles Notwendige dabei zu haben, kann echt praktisch sein. Doch eine leichtere Grundausstattung spart beim Campen Gewicht – und Geld. Denn das Überladen von Wohnmobilen kann im Ausland richtig teuer werden.

Wohnmobile besser nicht überladen

Wer sein Wohnmobil überlädt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Im europäischen Ausland drohen bei Überladung saftige Strafen, in Österreich beispielsweise bis zu 5.000 Euro. Da die Bußgelder je nach Reiseland sehr unterschiedlich ausfallen und die Beladungsgrenzen länderspezifisch geregelt sind, sollten sich Wohnmobilurlauber vor Reiseantritt umfassend informieren.
Bereits vor dem Kauf einer Grundausrüstung für den Campingurlaub sollte man auf eine möglichst leichte Zusatzausstattung des Wohnmobils und auf leichtes Mobiliar & Co achten. Denn mit jedem Sonderwunsch steigt das Leergewicht.
Ist die Verkehrssicherheit gefährdet, kann die Polizei sogar die Entladung des Wohnmobils anordnen. Ab 25 Prozent Überladung werden in Deutschland bei einem Wohnmobil bis zu 3,5 Tonnen 140 Euro Bußgeld fällig, ab 30 Prozent sogar 235 Euro und jeweils ein Punkt in Flensburg.
Im europäischen Ausland fallen die Strafen deutlich höher aus als in Deutschland. So können Camper in Österreich pauschal bei einer Überladung bis zu 5.000 Euro zahlen. In Italien darf das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs nicht mehr als um 5 Prozent überschritten werden. Verstöße werden mit einer Geldbuße von bis zu 1.697 Euro geahndet. In Spanien kann eine 25-prozentige Überschreitung des Gesamtgewichts bei Fahrzeugen mit einem zulässigen Gewicht bis zu zehn Tonnen eine Strafe bis zu 2.000 Euro zur Folge haben.
Wer trotzdem mehr Gepäck und Ausstattung braucht, kann das Wohnmobil auch auflasten. Das ist bei vielen Wohnmobilen bis zu 3,5 Tonnen ohne Umbauten möglich. Der Nachteil dabei ist laut ADAC, dass Camper, die ihren Führerschein nach 1999 gemacht haben, für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen die Fahrerlaubnis C1 benötigen. Außerdem werden höhere Steuern und Mautgebühren fällig. Auf deutschen Autobahnen gilt zudem ein Tempolimit von 100 km/h.

 

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Was sollten Autofahrer über (hungrige) Marder wissen?

Ab jetzt wird zugebissen: Der Sommer ist die Paarungszeit der Steinmarder. Die Männchen verteidigen dann heftig ihr Revier. Unsichere Zeiten für Autofahrer. Besonders für alle, die zwischen Orten hin- und herpendeln, an denen unterschiedliche Marder den Motorraum heimsuchen.

Auch Marder lieben Autos

Nicht nur die Deutschen lieben ihre Autos. Auch die kleinen Raubtiere lieben das Fortbewegungsmittel, besonders den engen Platz unter der Motorhaube: Eine kuschelige Höhle zum Wohlfühlen. Doch: Allein der Geruch eines vermeintlichen Konkurrenten, der seine Duftmarke hinterlässt, kann ihr Wohlgefühl trüben. In diesem Moment sind wilde Beißattacken vorprogrammiert. Autofahrer mit Garage müssen damit rechnen, dass sich Marder zum Beispiel an den Kabeln ihrer Zündkerzen oder an den Brems- und Kühlwasserschläuchen ihrer Pkw vergehen. Das kann nicht nur teuer, sondern auch gefährlich werden. Zumal die Schäden oft unentdeckt bleiben, da die spitzen, kleinen Zähne der Raubtiere oft nur stecknadelgroße Einstiche hinterlassen. Während der Fahrt kann es recht schnell zu Folgeschäden, zum Beispiel am Motor, kommen. Ein Blick auf die Temperaturanzeige des Kühlwassers kann hier helfen: Geht der Zeiger in den roten Bereich, sollte man auf jeden Fall einen Blick unter die Motorhaube werfen.

Einziger Trost: Schäden, die Marder anrichten, sind oftmals in der Teilkasko mitversichert. Allerdings bieten nicht alle Versicherungen diesen Schutz. Wer es genau wissen will, sollte nachfragen oder einen Blick in seine Bedingungen werfen. Zudem sind in der Teilkaskoversicherung manchmal auch nur die unmittelbaren Schäden – also die zerbissenen Schläuche – versichert. Teuer werden jedoch meist die Folgeschäden, wenn der Motor oder die Bremsen in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Bei manchen Versicherungen sind auch diese Folgeschäden bis zu einer Summe von 3.000 Euro mitversichert. Wenn sich das kleine Raubtier an den Schläuchen und Kabeln von Autos, Campingfahrzeugen oder Krafträdern vergangen hat, greift natürlich auch die Vollkasko-Versicherung. Allerdings gilt hier: Wer einen Schaden meldet, wird in seinem Schadenfreiheitsrabatt hochgestuft.

Vorbeugen ist möglich

Ein Wundermittel, das den Marder vom Motorraum fernhält, gibt es nicht. Autobesitzer können dem Marder das Zubeißen aber zumindest erschweren. Wirkungsvoll und günstig sind stabile Kabelummantelungen für gefährdete Bauteile aus dem Fachhandel. Zudem verderben spezielle Vorrichtungen zum Abschotten des Motorraums dem kleinen Raubtier den Spaß mit Kabeln, Dämmmatten und Wasserschläuchen. Auch gelegentliche Motorwäschen sollen helfen. Sie entfernen alle Geruchsspuren, die andere Marder anlocken, aus dem Motorraum. Sprich uns einfach an, wir helfen dir gerne weiter, auch wenn sich ein Marder bereits an deinem Auto zu schaffen gemacht hat.

 

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Wie werden Kinder im Auto richtig angeschnallt?

Bereits seit 1902 gibt es Sicherheitsgurte für Autos, seit 1993 die Kindersicherungspflicht. Doch obwohl längst mehrfach bewiesen wurde, dass Sicherheitsgurte Leben retten können, haben ca. 2 Prozent der Deutschen (2013) ihre Kinder noch immer nicht angeschnallt. Dabei ist das gar nicht mal so schwer...

Kinder im Auto richtig anschnallen – so geht es

61 Kinder kamen 2017 auf deutschen Straßen ums Leben. Am häufigsten verunglücken Kinder im Straßenverkehr als Insasse eines Autos, wobei vor allem Kleinkinder im Alter bis zu sechs Jahren gefährdet sind. Die schweren Unfallverletzungen erleiden sie auch deshalb, weil Kindersitze oftmals nicht vorschriftsmäßig installiert oder die Kinder nicht richtig angegurtet wurden. Doch ob der Gurt gestrafft ist oder der Airbag besser ausgeschaltet bleibt, kann über Unfallfolgen entscheiden. Hier die wichtigsten Tipps, um Kinder im Auto richtig zu sichern:

- Den Gurt an das Kind möglichst straff anpassen, zwischen Gurte und Körper des Kindes darf nur eine flache Hand passen.

- Auf den Gurtverlauf achten: Der Schultergurt sollte mittig über die Schulter, der Beckengurt so tief wie möglich über die Leistenbeuge laufen.

- Der Kindersitz muss stabil und kippsicher auf dem Autositz befestigt sein und darf nicht verrutschen – das Isofix-System bietet hier die beste Sicherheit.

- Die Höhe der Kopfabstützung von Zeit zu Zeit prüfen, kleine Kinder wachsen schnell. Wenn der Kopf aus der Babyschale herausragt, auf die nächste Größe wechseln.

- Bei Fahrzeugen mit Airbag auf die Hinweise des Kindersitz- und des Autoherstellers achten. Bei aktiven Beifahrer-Frontairbags dürfen rückwärts gerichtete Kindersitzsysteme nicht auf dem Beifahrersitz verwendet werden. Wird ein solcher Sitz dort genutzt, Airbag deaktivieren.

- Weiter empfiehlt der ADAC, den Kindersitz auf den Rücksitzen zu installieren. Es sollte der Platz hinten rechts oder hinten in der Mitte ausgewählt werden, da dann das Kind auf der Seite zum Fußweg aus- und einsteigt.

- Keine schweren oder scharfkantigen Gegenstände in den Innenraum legen, sie können beim Unfall die Insassen erheblich verletzen. Der Kindersitz muss auch fest gesichert sein, wenn kein Kind darin sitzt.

- Keine Veränderungen an Kindersitzen vornehmen.

 

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Haftstrafe möglich: Welche Verkehrsregeln sind im Ausland anders?

Wer mit dem Auto eine Reise ins Ausland unternimmt, sollte sich gründlich über die Verkehrsregeln des Ziellandes informieren. So wird in England beispielsweise auf der linken Straßenseite gefahren. Doch es gibt auch weniger bekannte Verkehrsregeln, die ziemlich anders sind, als hierzulande. Dann kann es auch mal richtig teuer werden...

Licht abkleben oder doch Lichtpflicht?

Dass Urlauber in Großbritannien beispielsweise ihre Geschwindigkeit von Stundenkilometern in Meilen pro Stunde umrechnen und auf der linken statt rechten Straßenseite fahren müssen, dürfte weitestgehend bekannt sein. Was jedoch nicht so viele Autofahrer und Urlauber wissen: Aufgrund der entgegengesetzten Verkehrsführung müssen diejenigen, die ein Fahrzeug mit asymmetrischem Abblendlicht besitzen und in Großbritannien unterwegs sind, den entsprechenden Bereich am Scheinwerfer abkleben, damit der Gegenverkehr nicht geblendet wird. Gerade dem Thema Beleuchtung sollte bei der Fahrt ins Ausland besondere Beachtung geschenkt werden. So gilt beispielsweise in Polen, Dänemark oder Kroatien eine ganzjährige Lichtpflicht auch am Tag. In Tschechien und Serbien muss zudem ein Set Ersatzglühlampen im Wagen mitgeführt werden.

Haftstrafen für Radarwarngeräte

Blitzer-Apps für das Smartphone sind in Deutschland genauso verboten wie Navigationssysteme mit integrierten Warnfunktionen. Verstöße werden mit bis zu 75 Euro und einem Punkt in Flensburg geahndet. In Belgien, Frankreich, Luxemburg und Spanien ist die Nutzung eines Navigationsgerätes mit Warnung vor stationären Blitzern hingegen erlaubt. Trotzdem sollte man sicherheitshalber immer von einem Verbot ausgehen. Es gibt viele Grauzonen und etwaige Strafen können sehr hoch ausfallen. Besonders trifft das auf die Verwendung von aktiven Radarwarngeräten zu. In Tschechien wird das Mitführen dieser speziellen Geräte mit bis zu 7.000 Euro geahndet – in Luxemburg, Schweden oder Belgien können sogar zwischen einem und sechs Monate Haft verhängt werden.

Was tun bei Brandstiftung am Auto?

Lodernde Flammen, heulende Sirenen, ein vollständig ausgebrannter Wagen: Ein solches Szenario gibt es schon lange nicht mehr nur in Filmen. Besonders in Großstädten kommt es immer wieder zu brennenden Autos, denn die Anzahl der Brandstiftungen nimmt zu. Doch was solltest du tun, wenn es bereits zu spät ist?

Immer mehr Autos mutwillig in Brand gesetzt

Allein in Berlin gingen in diesem Jahr bereits über 300 Autos in Flammen auf. Bundesweit gehen die Schäden jedes Jahr in die Millionen. Doch wer zahlt die Rechnung, wenn ein Brandstifter zuschlägt? – Im schlimmsten Fall der Fahrzeugeigentümer selbst, sofern er keine Kaskoversicherung für sein Auto abgeschlossen hat. Eine Teilkaskoversicherung übernimmt in der Regel den Schaden am eigenen Auto. Das gilt auch dann, wenn der Wagen völlig ausbrennt und zu einem Totalschaden wird. Der Fahrzeugeigentümer bekommt dann im Regelfall den Wiederbeschaffungswert seines Autos ausgezahlt, also den Preis eines gleichwertigen Autos auf dem regionalen Gebrauchtwagenmarkt. Manchmal lohnt auch ein Blick in den Versicherungsvertrag, da teilweise auch der Neu- oder Kaufpreis des Wagens erstattet wird.

Wer haftet, wenn das Feuer übergreift?

Wer trägt jedoch die Kosten, wenn das Feuer auf benachbart abgestellte Autos oder Gebäude übergreift? In diesem Fall sind der Autohalter und seine Versicherung nicht in der Pflicht zum Schadenersatz. Der Besitzer eines durch Brandstiftung in Flammen gesetzten Autos haftet nicht für Schäden, die an anderen Autos oder Häusern entstehen. Gefragt ist hier die Kasko-Versicherung des betroffenen Wagens, beziehungsweise die Gebäudeversicherung eines Wohnhauses. Sind diese Versicherungen nicht vorhanden, geht der Geschädigte leer aus. Es sei denn, der Brandstifter wird ermittelt und für seine Straftat haftbar gemacht.

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Wenn das Auto plötzlich streikt: Wer hilft mir jetzt?

Manchen Autofahrern widerfährt sie nie, anderen ist sie schon viel zu oft passiert: Die Autopanne. Der Ärger ist meist groß, wenn das Auto plötzlich streikt. Viele Autofahrer wissen nicht, was in einer solchen Situation die ersten, wichtigen Schritte sind und wer dann weiterhelfen kann.

Werkstatt und Pannendienst helfen weiter

Platter Reifen, Motor defekt: Eine Panne kommt immer ungelegen und kostet neben Nerven und Zeit unter Umständen auch eine Menge Geld. Im Vorteil sind Autofahrer, die Inhaber eines Schutzbriefes sind. Der Kfz-Schutzbrief, beziehungsweise die Mitgliedschaft bei einem Autoclub oder einer Versicherung, garantiert Hilfe bei einer Panne oder einem Unfall: Im Notfall einfach die Notrufzentrale unter entsprechender Servicenummer anwählen und Hilfe kommt. Viele Autoclubs und Versicherungen bieten ihren Mitgliedern einen Notruf-Service, der das ganze Jahr 24 Stunden erreichbar ist. Muss dein Auto abgeschleppt werden, solltest du es direkt zu deiner Werkstatt des Vertrauens schleppen lassen – wir freuen uns jederzeit über deinen Anruf und helfen dir bei einer Panne gerne weiter, damit du schnell wieder mobil bist.

Was jeder bei einer Panne beachten sollte:

Warnblinklichter einschalten, sobald du bemerkst, dass mit dem Auto etwas nicht in Ordnung ist. So wird der folgende Verkehr gewarnt.
Geeignete Stelle zum Anhalten suchen – dies kann eine Pannenbucht oder ein regulärer Parkplatz und im Notfall auch der Seitenstreifen sein. Stelle dein Fahrzeug auf jeden Fall so weit rechts wie möglich am Fahrbahnrand ab.
Warnweste anziehen, anschließend das Warndreieck ca. 150 Meter von der Pannenstelle entfernt aufstellen. Erst danach solltest du den Pannendienst über Servicenummer oder Notrufsäule anrufen.
Wenn du die Notrufsäule nutzt, verlange ausdrücklich deinen Autoclub.
Halte für den Anruf des Notruf-Services Mitgliedsnummer, Name, Heimatanschrift sowie am besten den Fahrzeugschein – für technische Rückfragen – bereit.
Gib deinen Aufenthaltsort an – wenn möglich mit genauer Anschrift, alternativ Name der Institution, in der du dich befinden, beispielsweise Werkstatt, Hotel oder Krankenhaus.

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Wie sparst du bares Geld beim Autofahren?

Laut einer forsa-Umfrage wissen 12 Prozent der deutschen Autobesitzer den wahren Verbrauch ihres Wagens nicht. Jedem Dritten (35 Prozent) sind noch nicht einmal die Verbrauchsangaben des Herstellers bekannt. Autofahrer können aber in jedem Fall auch selbst etwas zur Reduzierung der Kosten für den Kraftstoff tun. In diesem Artikel gibt es Tipps, wie sich die Spritkosten senken lassen und somit bares Geld gespart werden kann.

Auf die richtige Fahrweise kommt es an

Der größte Einflussfaktor ist die eigene Fahrweise. So solltest du beim Starten des Autos kein Gas geben und immer genügend Abstand zum Vordermann halten. Wenn du mit Abstand und vorausschauend fährst, kannst du starkes Abbremsen vermeiden, das – genau wie starkes Beschleunigen – ein extremer Spritfresser ist. Wenn du rechtzeitig den Gang wechselst und hohe Drehzahlen vermeidest, senkst du zusätzlich den Kraftstoffverbrauch. Der Wirkungsgrad des Motors ist meist zwischen 2.000 und 2.500 Umdrehungen am größten.

Tankpreis hängt von der Tageszeit ab

Das Sprichwort „Morgenstund hat Gold im Mund“ mag für viele Lebensbereiche gelten, allerdings nicht fürs Tanken. So ist etwa der Vormittag nicht die günstigste Zeit für sparsame Autofahrer. Ab 23 Uhr erreicht der Preis an vielen Tankstellen seinen Höchststand. Ab 4 oder 5 Uhr morgens nimmt er leicht ab und gegen 18 Uhr ist er am niedrigsten. Für den Verbraucher kann das einiges ausmachen: "Wer am späten Nachmittag tankt, zahlt jedenfalls deutlich weniger als am Morgen", sagt Frank Bärnhof. Feiertage sollte man möglichst umgehen; auch da ist mit Preisaufschlägen an der Tanksäule zu rechnen.

Per App die günstigste Tankstelle finden

Tankstellenbetreiber sind seit Sommer 2013 dazu verpflichtet, ihre Kraftstoffpreise an die Markttransparenzstelle des Bundeskartellamtes zu melden. Die Zentrale gibt die Daten an Apps und Internetseiten weiter, so dass sich Verbraucher jederzeit aktuell über die besten Spritpreise in ihrer Umgebung informieren können.

Elektronische Helferlein im Auto: Skepsis bei deutschen Autofahrern

Die aktuelle Trend-Tacho-Umfrage beschäftigt sich unter anderem mit Fahrassistenzsystemen. Das Resultat bestätigt den Autofahrerinnen und Autofahrern zunächst einmal eine, wenn auch abnehmende, so doch immer noch vorhandene Skepsis gegenüber den elektronischen Helfern.

Trend-Tacho: Skepsis bei Fahrassistenzsystem nimmt ab

Der überwiegende Teil der Befragten sieht Fahrassistenzsysteme als eher unwichtig an. Aber, so die Umfrage, rund 80 % erkennen darin schon einen Nutzen für die Steigerung von Komfort und Fahrsicherheit. Der Notbremsassistent punktet mit 36 % Zustimmung auf Platz eins, gefolgt von Einparksensoren (34 %) und Spurwinkel-/Toter-Winkel-Assistent (34 %). Weniger Anklang findet die Verkehrsschilderkennung mit 16 %, das Alkohol-Testsystem mit 11 % und die App zur Parkplatzsuche mit 9 %.
Mit 37 % Zuspruch wird die eigene, nicht zu ersetzende Fahrerfahrung von den Verkehrsteilnehmern eingeschätzt. Immerhin noch 15 % sehen in den Assistenzsystemen sogar eine Spaßbremse beim Autofahren.
Der Begriff Connected Car, also die Nutzung von Internet und WLAN im Fahrzeug, ist jedem vierten Autofahrer bekannt, so der Trend-Tacho. Im Fahrzeug vorhanden ist er jedoch gerade einmal bei 2 % der Befragten. Angeboten über Connected Car wurden Inspektionstermine (57 %), Termine zur Hauptuntersuchung (33 %), Reifen-/Räder-Angebote (30 %) und Zubehör (29 %), die restlichen 5 % entfielen auf die beliebte Sparte „Sonstiges“. Laut Trend-Tacho haben 46 % die Angebote genutzt, der Rest hat darauf verzichtet.

„Es zeigt sich, dass die Fahrassistenzsysteme im Fahrzeug sehr wohlbekannt sind, aber noch zögerlich genutzt werden. Eine konkrete, sachliche Aufklärung ist hier wichtig - weniger am Spektakel als an der konkreten Funktion orientiert“, so Peter Schuler, der Bundesgeschäftsführer der KÜS. Der Trend-Tacho wird für die Prüforganisation KÜS und das Fachmagazin kfz-betrieb vom Kölner Institut BBE Automotive GmbH erstellt.

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EU schreibt ab 2022 Fahrassistenzsysteme vor

Die EU will mithilfe von Fahrzeugassistenzsystemen bis 2050 die Zahl der Toten und Schwerverletzten im Straßenverkehr möglichst auf null reduzieren. Zu diesem Zweck sollen für neue Autos ab Mai 2022 sowie für bereits auf dem Markt befindliche Modelle ab Mai 2024 rund 30 Assistenzsysteme vorgeschrieben werden.

Diese Assistenzsysteme sollen ab 2022 Pflicht sein

Auf einen entsprechenden Vorschlag, den die EU-Kommission im vergangenen Jahr vorgelegt hatte, einigten sich im Frühjahr dieses Jahres Vertreter des Europaparlaments und der EU-Mitgliedstaaten. Das schreibt das Goslar Institut. Die neue Vorschrift muss zwar noch offiziell vom Europaparlament und den EU-Staaten bestätigt werden, bevor sie in Kraft treten kann, doch diese Zustimmung gilt in Brüssel als sicher.
Zu den wichtigsten elektronischen Systemen, die ab 2022 für alle neuen Fahrzeuge verpflichtend sein sollen, gehören unter anderem:

- ein Geschwindigkeitsassistent, der dafür sorgt, dass vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeiten eingehalten werden
- Spurhalte- und Notbremsassistenten
- ein Warnsystem, das erkennt, wenn der Fahrer müde wird und seine Konzentration nachlässt
- der Rückfahrassistent
- Sensoren und Kameras für LKW und Busse, um den toten Winkel zu eliminieren
- für alle Fahrzeuge eine Art Fahrtenschreiber, vergleichbar der aus Flugzeugen bekannten „Blackbox“

Im Gespräch ist auch eine Wegfahrsperre, welche die Atemluft des Fahrers auf Alkoholgeruch untersucht, und gegebenenfalls den Wagen lahmlegt. Dieser Assistent ist allerdings noch nicht verpflichtend vorgeschrieben. Doch die Möglichkeit des Einbaus eines solchen Instruments soll vorgesehen werden.

Mit den erweiterten Sicherheitsmerkmalen werde eine ähnlich große Wirkung erzielt werden wie durch die Einführung der Sicherheitsgurte, ist sich EU-Industrie-Kommissarin El?bieta Bie?kowska sicher. Sollte dies der Fall sein, würden sich die künftig vorgeschriebenen Assistenzsysteme tatsächlich bewähren. Denn die Einführung der Anschnallpflicht in Deutschland in den 1970er Jahren ließ die Zahl der Verkehrstoten hierzulande um mehr als die Hälfte sinken, wie die amtliche Statistik ausweist. Danach kamen zu Beginn der 70er Jahre noch mehr als 20.000 Menschen im Straßenverkehr um. Mitte der Achtziger lag die Zahl der Verkehrstoten bereits deutlich unter 10.000 und ging bis 2018 weiter auf 3.275 zurück. Dazu trug auch weiterer technischer Fortschritt in Form von ABS, Airbags, verbesserte Knautschzonen etc. bei.

Wie komme ich ohne Technikwissen durch die Hauptuntersuchung?

Wenn die Hauptuntersuchung ansteht, sind einige Autofahrer aufgeregt und vielleicht sogar etwas verunsichert. „Schafft es mein Auto, die Plakette zu bekommen?“, fragen sie sich. Doch mit guter Vorbereitung lässt sich die Chance steigern, den Wagen sicher durch die HU zu bringen.

Vor der HU unbedingt den Selbstcheck machen

Alle zwei Jahre ist die Hauptuntersuchung (HU) für Pkw gesetzlich vorgeschrieben. Ohne HU-Plakette keine Weiterfahrt, denn hier geht es um die Verkehrssicherheit. Umso wichtiger ist es, den Prüforganisationen keinen Grund zu liefern, einem die Plakette zu verweigern. Praktisch, dass du mit einem Selbstcheck das Risiko vor unliebsamen Überraschungen bei der HU reduzieren kannst. Etwas Zeit vorab zu investieren lohnt sich, wie der ACE informiert.

HU-Termin vereinbaren

Die Zahl in der Mitte der Plakette verrät, in welchem Jahr die nächste Hauptuntersuchung (HU) ansteht. Eine grüne Plakette am Kennzeichen deutet zudem darauf hin, dass die HU noch in diesem Jahr fällig ist. Betroffene sollten sich schnellstmöglich um einen Termin bemühen. Doch bevor DEKRA, GTÜ, KÜS oder TÜV das eigene Auto begutachten, lohnt es sich, es selbst gründlich in Augenschein zu nehmen, um ein wiederholtes Vorführen, was Zeit und Geld kostet, zu vermeiden.

Beleuchtung überprüfen

Nicht nur vor der HU, sondern regelmäßig sollte jeder Autofahrer die gesamte Beleuchtung am Auto kontrollieren. Während defekte Scheinwerfer bei Dunkelheit schnell ins Auge fallen, sind kaputte Rückleuchten, Brems- und Blinklichter weniger auffällig aber ebenso gefährlich. Brennt eine der Warnleuchten am Armaturenbrett, unbedingt vor der HU einen Werkstattbesuch einplanen.

Reifen untersuchen

Nicht nur der optimale Luftdruck ist wichtig, sondern auch die Profiltiefe: Reifen sollten nie auf die gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern abgefahren werden. Der ACE empfiehlt bei Sommerreifen drei und bei Winterreifen mindestens vier Millimeter. Auch sollte überprüft werden, dass die Reifen nicht ungleichmäßig abgefahren sind.

Notfallausrüstung kontrollieren

Im Falle eines Verkehrsunfalls sind Warndreieck und Verbandskasten im Auto lebenswichtig. Ob beides vorhanden und in gutem Zustand ist, ist auch in der Hauptuntersuchung entscheidend. Deshalb ist es ratsam, genauer hinzuschauen und das Verbandszeug auf Vollständigkeit und Haltbarkeit zu überprüfen.

Klare Sicht garantieren

Ein uneingeschränkter Blick auf das Verkehrsgeschehen muss am Steuer immer gewährleistet sein. Entsprechend wichtig sind funktionsfähige Scheibenwischer und ausreichend Wasser in der Scheibenwaschanlage.

Durch die Waschanlage fahren

Das Auto vor der HU zu säubern, lohnt sich in mehrfacher Hinsicht: Mögliche Steinschläge in der Frontscheibe, die dringend vor dem Experten-Check repariert werden müssen, werden sichtbar. Auch gewährleistet die Reinigung, dass das Kennzeichen sauber und gut lesbar ist. Vorsichtshalber sollte nach dem Waschgang auch die sichere Befestigung überprüft werden.

Einmal kräftig hupen

Die Hupe kommt im Normalfall selten zum Einsatz. Nicht zuletzt deshalb gilt es, spätestens vor jeder HU ihre Einsatzfähigkeit zu testen. Gerade bei älteren Autos kommt es vor, dass der Signalgeber mit der Zeit verstummt.

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Was sind die größten Gefahren im Straßenverkehr?

Dem Vordermann auf die Stoßstange rücken, am Steuer Smartphone-Nachrichten schreiben oder das Tempolimit ignorieren: Schlechte Angewohnheiten im Straßenverkehr werden von vielen unterschätzt. Denn sie können schnell zur Gefahr für einen selbst, aber auch für andere Verkehrsteilnehmer werden und zu schweren Unfällen führen.

Das sind die größten Gefahren im Straßenverkehr

In einer repräsentative Umfrage, durchgeführt vom Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag von CosmosDirekt, wurden deutsche Autofahrer gefragt, was für sie die größten Gefahren im Straßenverkehr darstellt. 
Bleifuß – kein Kavaliersdelikt: 43 Prozent der deutschen Autofahrer halten zu schnelles Fahren für die mit Abstand größte Gefährdung im Straßenverkehr, so die forsa-Studie im Auftrag von CosmosDirekt, dem Direktversicherer der Generali in Deutschland. Auf Platz zwei: Egoisten am Steuer. Mehr als jeder vierte deutsche Autofahrer (28 Prozent) meint, dass ein rücksichtsloser Fahrstil besonders gefährlich für alle Beteiligten ist. Freisprechanlage? Brauch ich nicht! Sich während der Fahrt von seinem Smartphone ablenken zu lassen, erhöht das Unfallrisiko: So sehen es 27 Prozent der Befragten – und schätzen Handy-Nutzung am Steuer als größtes Sicherheitsproblem ein. Ein Tipp für alle, die auch unterwegs nicht auf ihr Handy verzichten wollen: Mit Head-up-Displays, Freisprecheinrichtung oder Sprachsteuerung können Smartphones am Steuer sicher bedient werden.

Kleinere Übel – die jedoch nicht weniger gefährlich sind

Mach Platz! Knapp jeder fünfte deutsche Autofahrer (19 Prozent) hält zu geringen Sicherheitsabstand bzw. dichtes Auffahren für das größte Sicherheitsrisiko. Doch zu dichtes Auffahren kann schnell zu einem Auffahrunfall führen. Um dies zu vermeiden, sollte man immer vorausschauend fahren und einen ausreichenden Sicherheitsabstand zum Vordermann einhalten. Auch Fahrradfahrer, die sich nicht an die Regeln halten, können die Sicherheit gefährden: 11 Prozent der Autofahrer sehen Radler in diesem Fall als größtes Sicherheitsproblem. Generell gilt: Vor dem Abbiegen sollten Autofahrer unbedingt an den Schulterblick denken, damit Fahrradfahrer mit ihrer schmalen Silhouette nicht im toten Winkel übersehen werden.

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Was zahlt die Kfz-Versicherung im Schadenfall?

Wenn es zu einem Unfall kommt und ein Schaden am Auto entsteht, sind die Betroffenen oft verunsichert und wissen nicht, wie es nun beim Thema „Kfz-Versicherung“ weitergeht. Was zahlt die Versicherung überhaupt? Und was ist ein ein „Wiederbeschaffungsaufwand“? In diesem Artikel verraten wir dir, was du wissen solltest.

Wiederbeschaffungswert in der Kfz-Versicherung

In der Kraftfahrzeugversicherung spricht man häufig auch vom Wiederbeschaffungsaufwand.Hier wird beispielsweise in der Kaskoversicherung nach einem Totalschaden der Wiederbeschaffungswert abzüglich Restwert bezahlt. Der Wiederbeschaffungswert entspricht hier dem Händlerverkaufspreis – also wie viel ein genauso altes Fahrzeug gleicher Bauart aktuell beim Händler kosten würde. Das schreibt die uniVersa Versicherung. Der Restwert wird in der Regel von einem Sachverständigen durch Schätzung oder anhand von Restwert-Börsen ermittelt.

Zeitwertentschädigung in der Haftpflichtversicherung

Wird ein Dritter schuldhaft geschädigt, hat er Anspruch auf Schadenersatz. Die Haftpflichtversicherung übernimmt dann entweder die Kosten für eine Reparatur, bei einem wirtschaftlichen Totalschaden den Zeitwert. Das ist der Wert, den der Gegenstand zum Zeitpunkt des Schadens hatte. Hier wird vom Neuwert des Gegenstandes ein Abzug aufgrund von Alter und Abnutzung vorgenommen. Beispiel: Ein Mann kaufte sich im Oktober vergangenen Jahres ein Smartphone für 849 Euro. Im April wurde es von einer Frau beschädigt. Zum Schadenzeitpunkt betrug der Neuwert nur noch 774 Euro. Abzüglich Alter und Abnutzung bekam der Mann von der Haftpflichtversicherung den Zeitwert von 619 Euro ersetzt.

Attenzione! – Welche Geldfallen lauern in Italiens Innenstädten?

Viele Deutsche zieht es zur Urlaubszeit nach Italien. Dass hier ein ganz anderer Fahrstil als in Deutschland herrscht, ist den meisten mittlerweile bekannt. Doch wusstest du auch, dass in vielen italienischen Innenstädten Geldfallen lauern? 

Vorsicht vor „Zone a Traffico Limitato“

Die Innenstadtbereiche vieler Städte in Italien dürfen nicht oder nur eingeschränkt befahren werden. In die „Zone a Traffico Limitato (ZTL)“ - die verkehrsbeschränkten Bereiche - dürfen in der Regel nur Anlieger, Busse oder Taxis einfahren. Für jede unberechtigte Einfahrt, die meist mittels Videoüberwachung festgestellt wird, ist ein Bußgeld in Höhe von mindestens 80 Euro fällig. Mit Verfahrensgebühren kommen dabei schnell 100 bis 120 Euro zusammen. Wird das Bußgeld innerhalb von fünf Tagen gezahlt, gibt es eine Ermäßigung von 30 Prozent.

Schilder am Beginn der ZTL weisen auf die jeweils geltenden Beschränkungen hin. Wer ein Hotel innerhalb der ZTL gebucht hat, sollte sich bei diesem vorab über die Anfahrtsmöglichkeiten informieren. Zumeist kann über das Hotel eine Zufahrtsberechtigung beantragt werden.

Die Bußgeldbescheide werden von den kommunalen Polizeibehörden oder vom Inkassounternehmen EMO/NiviCredit aus Florenz ausgestellt, das hierfür eine entsprechende gesetzliche Befugnis hat. Bei Ignorieren der Zahlungsaufforderung verdoppelt sich das Bußgeld. Überdies kann es fünf Jahre lang in Italien und in Deutschland vollstreckt werden. Einen Widerspruch gegen das Bußgeld einzulegen, ist unter anderem dann zu empfehlen, wenn zum „Tatzeitpunkt“ ein Hotelaufenthalt innerhalb der ZTL nachgewiesen werden kann.

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Was musst du nach einem Unfall tun?

Ferienzeit ist Urlaubszeit. Wie in jedem Jahr quälen sich Autokolonnen über deutsche Straßen. Das Risiko, in einen Unfall verwickelt zu werden, steigt. Das Risiko kennen die Autofahrer. Deutlich weniger können die Frage beantworten: Was ist im Fall der Fälle zu tun?

Das sind die ersten Schritte nach einem Unfall

Werden Menschen verletzt, sollte die Polizei und wenn nötig auch der Krankenwagen informiert werden. Noch bevor die Polizei eintrifft, gilt es erste Hilfe zu leisten und die Unfallstelle zu sichern. Letzteres beginnt mit dem Einschalten der eigenen Warnblinkanlage und dem Anziehen der Warnweste noch im Auto. Danach wird das Warndreieck aufgestellt: Innerorts sollte es 50 Meter und auf Landstraßen mindestens 150 Meter entfernt zur Unfallstelle stehen. Auf Autobahnen beträgt die Distanz zwischen Warndreieck und Schadenort mindestens 200 Meter. Liegt die Unfallstelle in einer Kurve oder hinter einer Kuppe, wird das Warndreieck davor aufgestellt. Wichtig ist, dass das Warndreieck so steht, dass andere Verkehrsteilnehmer rechtzeitig und deutlich sichtbar auf die Gefahrenstelle aufmerksam werden. 
Das Aufstellen auf Landstraßen und Autobahnen ist ein nicht ganz ungefährliches Unterfangen. Zum eigenen Schutz läuft man ganz weit rechts, am äußersten Fahrbahnrand – noch besser: das Laufen hinter der Leitplanke. Wer das Warndreieck aufgeklappt vor sich her trägt, verbessert zusätzlich seine Sichtbarkeit. 


Die Polizei hält alle Unfall-Fakten in einem Protokoll fest. Bleiben die Kontrahenten unter sich, füllt man, wie die HUK-COBURG mitteilt, am besten einen europäischen Unfallbericht aus. Der sollte griffbereit im Handschuhfach liegen. Wer alle Fragen nach Personalien, Versicherung und Unfallhergang beantwortet sowie ein Foto vom Unfallgeschehen macht, hat eine solide Basis für die Schadenregulierung gelegt. Gibt es Zeugen, werden natürlich deren Personalien notiert. – Den Unfallbericht stellen Versicherer ihren Kunden in der Regel kostenlos zur Verfügung. 
Stehen die Fakten fest, ist der Unfallverursacher am Zug: Er muss seiner Versicherung den Schaden zeitnah melden. Und selbst wenn die Haftung klar zu sein scheint, sollte der Geschädigte das Gespräch mit der gegnerischen Kfz-Haftpflichtversicherung suchen.

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Kreuzungsunfälle: Was sollten Autofahrer wissen?

Die ADAC-Unfallforschung hat Unfälle auf deutschen Straßenkreuzungen analysiert. Demnach ist die Zahl der Unfälle immer noch sehr hoch und es ist kein positiver Trend erkennbar. Mögliche Lösungsansätze und was Autofahrer wissen sollten, erfährst du in diesem Artikel.

Weiterhin hohe Zahl an Kreuzungsunfällen

Bei den sehr häufigen Unfällen an Straßeneinmündungen und Kreuzungen ist bezüglich der Unfallzahlen in den vergangenen zehn Jahren keine Besserung zu verzeichnen. Das ergeben Analysen der ADAC-Unfallforschung. Die Forscher untersuchten schwere Überlandunfälle, welche durch die ADAC-Luftrettung registriert sind. Werden Unfälle beim Abbiegen und Kreuzen aufgrund ihrer Ähnlichkeit zusammengezählt, stellen diese sogar knapp ein Viertel aller untersuchten Unfallarten dar. In den Jahren 2005 bis einschließlich 2015 wurden rund 2.400 solcher Unfälle gezählt. Häufig handelt es sich dabei um Unfälle, bei denen der Verursacher nach links abbiegt (mehr als 23 Prozent). Eine weitere Erkenntnis: Motorradfahrer sind dabei besonders gefährdet. Unfallgegner der motorisierten Zweiräder sind nämlich in vier Fünftel der Fälle Pkw. Dadurch steigt die Unfallschwere für Biker deutlich an.

Mögliche Lösungsansätze für weniger Unfälle

Anhand der Analysen lassen sich allerdings auch Lösungsansätze aufzeigen: Wichtig ist, zunächst die Rundumsicht der Fahrzeuge zu verbessern. Diese ist – laut ADAC-Autotest – in den vergangenen Jahren bei vielen Modellen immer schlechter geworden. Fahrzeughersteller sollten bei der Entwicklung von Autos neben den gesetzlichen Anforderungen an die Sichtfelder auch darauf achten, Winkelwerte und Flächenverdeckungen stärker zu berücksichtigen. 
Ein weiterer Schwerpunkt der Forscher ist die Unfallstellenbegehung und die genaue Untersuchung der Unglücksorte. Bis zu 100 einzelne Ortsparameter werden untersucht und in eine Datenbank des ADAC aufgenommen. Auch hieraus lassen sich Wege zur Verbesserung der Situation ablesen. Wichtig: Unfälle passieren oft an gut einsehbaren Verkehrsknotenpunkten. Es ist entscheidend, diese Knotenpunkte, zum Beispiel Kreuzungen, so zu gestalten, dass die Verkehrsteilnehmer nicht allzu komplexe Situationen erfassen und verarbeiten müssen. Hindernisse und Bewuchs an Straßen sollten so gestaltet werden, dass eine sichere Einschätzung der anderen Verkehrsteilnehmer möglich ist.
Ein weiterer wichtiger Faktor in der Unfallvermeidung ist die technische Weiterentwicklung von Fahrerassistenzsystemen. Dem Kreuzungsassistenten, über den noch nicht viele Fahrzeuge verfügen, kommt künftig eine besondere Bedeutung zu. Um diese Technologie aber vollends zur Geltung zu bringen und wirklich viele Todesfälle und Verletzungen zu verhindern, ist es zwingend notwendig, dass die Systeme in jeder Verkehrssituation und in jeder sich anbahnenden Unfallkonstellation fehlerfrei funktionieren.

Rettungsgasse bilden: Darf ich den Standstreifen überfahren?

Bei Stau gilt: Sofort Rettungsgasse bilden! – So einfach das klingt, so selten funktioniert es in der Realität. Nicht selten gibt es News-Meldungen über schwere Unfälle auf Autobahnen und nicht funktionierende Rettungsgassen. Manche Autofahrer sind ignorant, andere wiederum sind einfach verunsichert und wissen nicht genau, was sie machen dürfen, um eine Rettungsgasse zu bilden.

Rettungsgasse: In Ausnahmefällen darf der Standstreifen befahren werden

Nach einem Unfall zählt jede Minute: Eine Rettungsgasse hilft Notfallfahrzeugen, schnell die Unfallstelle zu erreichen. Doch wie wird die Rettungsgasse genau gebildet? Mehr als die Hälfte der deutschen Autofahrer nehmen an, man müsste dafür ganz rechts auf die Standspur ausweichen, wie eine aktuelle Studie des Kfz-Direktversicherers R+V24 zeigt. Doch das ist nur in Ausnahmefällen erlaubt. Die Rettungsgasse wird zwischen dem äußersten linken und dem unmittelbar rechts danebenliegenden Fahrstreifen gebildet – egal ob die Straße zwei, drei oder sogar vier Spuren hat. Der Standstreifen muss freigehalten werden. Nur im Notfall oder zum Beispiel nach Aufforderung durch die Polizei darf er befahren werden.
Wenn es aus Platzgründen keine andere Möglichkeit gibt, dürfen Autofahrer für die Rettungsgasse ausnahmsweise auch auf den Standstreifen ausweichen. Wer jedoch den Standstreifen nutzt, um schneller voran zu kommen, muss mit 100 Euro Strafe und 1 Punkt rechnen. Die Befragung der R+V24 zeigt, dass viele Autofahrer nicht genau wissen, wie sie im Notfall eine Rettungsgasse bilden müssen. Dabei fällt auf, dass die Unsicherheit mit dem Alter der Autofahrer wächst. So glauben 73 Prozent der befragten Autofahrer über 60, dass sie bis auf den Standstreifen ausweichen müssen. Bei den unter 40-jährigen sind es nur rund 48 Prozent.

Frühzeitig reagieren

Unsicherheit herrscht auch oft bei der Frage, ab wann Autofahrer für die Rettungsgasse an die Seite fahren müssen. Richtig ist, die Rettungsgasse bei Stau oder stockendem Verkehr frühzeitig zu bilden, nicht erst, wenn man das Blaulicht hinter sich im Rückspiegel sieht. Wer gar keinen Platz für eine Rettungsgasse macht, dem droht ein Bußgeld von 200 Euro und 2 Punkten in Flensburg. Besteht außerdem eine Behinderung, Gefährdung oder Sachbeschädigung, kann das bis zu 320 Euro, 2 Punkten und 1 Monat Fahrverbot bestraft werden.

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„Mallorca-Police“ – Was solltest du über die internationale Zusatzve

Was umgangssprachlich oft „Mallorca-Police“ („Police“ im Sinne einer Versicherung) genannt wird, heißt eigentlich „Versicherung für den Gebrauch fremder, versicherngspflichtiger Fahrzeuge“ und was so kompliziert klingt, wird natürlich abgekürzt. Hierbei handelt es sich um eine Zusatzversicherung für Mietwagen, die nicht nur Mallorca-Urlauber kennen sollten.

Mallorca-Police gibt Sicherheit beim Mietwagen im Urlaub

Nicht jeder will mit dem eigenen Auto in den Urlaub fahren, am Urlaubsort aber schon automobil sein. Dann muss ein Mietwagen her. Angebote gibt es meist genug und ein günstiger Verleiher ist – im Internet – ebenfalls schnell gefunden. Doch Achtung: Wenn man im Ausland mit einem Mietwagen einen Unfall verschuldet, kann das teuer werden. Denn die lokale Kfz-Versicherung haftet vielfach nur bis zu einem geringen Betrag. Darüber hinaus muss der Unfallverursacher aus eigener Tasche für Schäden aufkommen. Es sei denn, er oder sie verfügt über eine sogenannte Mallorca-Police …


Der Name dieser Zusatzversicherung zur Kfz-Haftpflicht besagt nicht, dass sie nur auf Mallorca gültig ist. Vielmehr hat sich die Bezeichnung eingebürgert, weil deutsche Urlauber auf ihrer Lieblingsferieninsel häufig Mietfahrzeuge buchen. Inzwischen ist der Begriff „Mallorca-Police“ so gebräuchlich, dass er selbst im Geschäftsverkehr verwendet wird. 
Richtig heißt die Mallorca-Police „Versicherung für den Gebrauch fremder, versicherungspflichtiger Fahrzeuge“. Sie sorgt im Wesentlichen dafür, dass die Deckungssummen für Haftpflichtschäden bei Mietwagen im Ausland auf das hierzulande vorgeschriebene Mindestniveau angehoben werden. Denn darin besteht eine Tücke beim Anmieten von Autos in fremden Ländern: Man ist dort vielfach nur bis zu den in dem jeweiligen Land geltenden Mindestversicherungssummenhaftpflichtversichert – außer der Versicherungsvertrag sieht explizit höhere Summen vor.

Dies Mallorca-Police ist bei einigen deutschen Versicherern bereits in der Kfz-Versicherung enthalten. Wenn nicht, lässt sie sich bei einer Versicherungsgesellschaft oder einem Automobilclub separat abschließen – in der Regel für geringe Kosten. Eine Ausgabe, die sich im Schadensfall meist schnell bezahlt machen kann. Das gilt ganz besonders für Länder außerhalb der EU.

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Achtung: Die ersten Jahresvignetten lohnen sich nicht mehr

Urlauber sollten aufhorchen: Die kalendarische Hälfte des Jahres ist um und damit lohnen sich die ersten Jahresvignetten nicht mehr. Wer beispielsweise nach Österreich verreisen will, sollte lieber sich lieber für eine Kurzzeitvignette entscheiden. Diese ist mittlerweile die günstigere Alternative.

Jahresvignette im Juli kaufen? – Was Autofahrer wissen sollten

An einer Vignette führt in vielen Ländern für Kraftfahrer kein Weg vorbei, sonst drohen hohe Bußgelder: So wurden 2018 allein in Österreich rund 190.000 Fahrer ohne gültige Vignette erwischt, rund 80.000 davon deutsche Reisende – sie mussten eine sogenannte „Ersatzmaut“ von bis zu 240 Euro zahlen. Wer die Zahlung verweigert, riskiert zusätzlich bis zu 3.000 Euro Verwaltungsstrafe.


Doch: Für viele Autofahrer, die bis Ende des Jahres regelmäßig in Länder mit Vignettenpflicht reisen, lohnt sich seit Mitte des Jahres der Kauf einer Jahresvignette nicht mehr. Die verschiedenen Kurzzeitvignetten in Österreich, Tschechien und Slowenien stellen günstigere Alternativen dar, wie die ADAC Reise und Medien GmbH schreibt:
Österreich: Die Jahresvignette 2019 für Pkw kostet 89,20 Euro. Sie gilt noch bis Januar 2020. Der Preis für eine Zwei-Monats-Vignette beträgt 26,80 Euro. Vielfahrer können ab August die Zeit bis Ende November mit zwei Zwei-Monats-Vignetten überbrücken. Geldersparnis gegenüber der Jahresvignette: 35,60 Euro. Bereits ab 1. Dezember ist die Jahresvignette 2020 erhältlich und gültig.


Tschechien: Ab September sollten Autofahrer genau prüfen, ob sie die derzeit 60 Euro teure Jahresvignette tatsächlich noch ausreichend nutzen. Die Monatsvignetten kosten aktuell 18 Euro und können je nach Reiseverhalten eine Alternative sein. Die neue Jahresvignette 2020 ist ab 1. Dezember erhältlich und gültig.
Slowenien: Bei den slowenischen Jahresvignetten ist ein Kauf ab 1. September nicht mehr zu empfehlen. Die Jahresvignette kostet 110 Euro, eine Monatsvignette 30 Euro. Wer bis November drei Monatsvignetten nutzt, spart 20 Euro. In Slowenien gilt die Jahresvignette 2020 ab 1. Dezember.

Wie wird mein Auto sicher?

Spurhalteassistent, Abstandsregler oder Parkautomatik – durch moderne Technologien ist das Autofahren heute viel einfacher und sicherer als noch vor 20 Jahren. Aber ist das wirklich so? Die aktuellsten Zahlen des Statistischen Bundesamts zu den Unfällen im Straßenverkehr sprechen eine andere Sprache: 3.265 Menschen sind im Jahr 2018 auf Deutschlands Straßen ums Leben gekommen, Tendenz steigend.

Blindes Vertrauen in Technik erhöht die Unfallgefahr

So hilfreich und praktisch die automobilen Assistenzsysteme sind, bergen sie doch noch einige Gefahren. Denn: Sie wiegen den Fahrzeuglenker in die trügerische Sicherheit, dass das System ja für ihn aufpassen wird. Oder sie lenken vom eigentlichen Geschehen durch Aufleuchten, Blinken oder Warntöne ab, obwohl eigentlich gar keine Gefahrenquelle besteht. Der ADAC konstatiert außerdem: Durch die technischen Hilfsmittel kennen viele Fahrer ihre Fahrzeuge nicht mehr so gut wie früher und können daher potenzielle Unfallgefahren nicht mehr adäquat einschätzen. 
Für die Experten liegt neben der vielzitierten, angepassten Fahrweise die Lösung darin, durch ein mehr an Kontrolle und eine bessere Kenntnis des eigenen Automobils die Aufmerksamkeit zu erhöhen und so mögliche Unfallgefahren zu mindern. Beispielsweise ergänzt ein klassischer Schulterblick den Spurwechselassistenten, abrupte Lenkmanöver werden so vermieden. Und auch wenn das Auto selbstständig in die Parklücke einschwenkt, ist das aufmerksame Kontrollieren der Umgebung für ein Eingreifen im Notfall unerlässlich.

Sicherheit durch die richtigen Reifen

Einen weiteren Faktor für Unfälle im Straßenverkehr können die Reifen bilden, der Kontaktpunkt zwischen Fahrzeug und Untergrund. Da die derzeit eingesetzten Assistenztechnologien hier keinen Einfluss haben, müssen die Lenker selbst für den optimalen Zustand der Bereifung zur Vermeidung von Gefahrensituationen sorgen. Robert Waldmann, Leiter des Technischen Kundendienstes bei Continental, nennt die beiden wichtigsten Faktoren: "Die Profiltiefe ist ganz entscheidend wenn es um mögliche Unfälle geht, zum Beispiel durch einen verlängerten Bremsweg auf nasser Straße und zur Vermeidung von Aquaplaning. Im Sommer empfehlen wir daher eine Profiltiefe von mindestens drei Millimetern." Auch der Luftdruck sollte einmal im Monat überprüft und angepasst werden, so der Reifenexperte. Positiver Zusatzeffekt: Durch den idealen Reifendruck kann auch der Kraftstoffverbrauch optimiert werden.

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Worauf sollten Cabriofahrer im Sommer achten?

"Endlich wieder!", werden sich viele Besitzer eines Cabrios denken. Denn bei strahlendem Sonnenschein und drückender Hitze können sie das Autofahren richtig genießen – während andere Autofahrer nur neidisch gucken. In diesem Artikel sagen wir dir, was du als Cabriofahrer im Sommer beachten solltest.

Darauf sollten Cabriofahrer im Sommer achten

Die Sonne lacht, die Temperaturen steigen und die Saison für die Cabrio-Fahrer beginnt: die richtige Zeit, um die anstehende Autofahrt mit geöffnetem Verdeck zu genießen. Doch: Zu einem ungetrübten Fahrvergnügen gehört auch die richtige Absicherung. 
Es lohnt sich zu vergleichen, denn eine Vollkaskoversicherung leistet mehr und kann durchaus günstiger sein als eine Teilkasko. Wie CosmosDirekt informiert, greift die Vollkaskoversicherung im Gegensatz zur Teilkasko auch, wenn das Auto mutwillig beschädigt wird, wenn jemand beispielsweise das Verdeck aufschlitzt. 
Mit einem Saisonkennzeichen kann das Fahrzeug für einen begrenzten Zeitraum im Jahr zugelassen werden, beispielsweise von April bis Oktober. Es fallen dann auch nur für diese Monate Kfz-Steuern und Versicherungsbeiträge an.
Beim Parken sollten immer das Verdeck und die Fenster geschlossen werden, damit das Cabrio nicht zur leichten Beute für Diebe wird. So wird auch gewährleistet, dass ein vollumfänglicher Kaskoversicherungsschutz besteht. 
Die Kaskoversicherung kommt bei Diebstahl aus dem Auto nur für fest eingebaute Teile wie das Radio oder ein integriertes Navigationsgerät auf. Gegenstände die nur vorübergehend im Auto liegen, wie beispielsweise Sonnenbrille oder Jacke, sind mitunter durch die Hausratversicherung abgedeckt. Wertsachen und elektronische Geräte, wie z. B. Smartphone, Kamera oder tragbares Navi, zählen aber nicht dazu. Diese sollten daher am besten niemals im Auto liegen bleiben, sondern beim Verlassen des Autos immer mitgenommen werden.
Cabriofahrer sollten außerdem die pralle Sonne nicht unterschätzen, der sie quasi „schutzlos ausgeliefert“ sind. Durch den Fahrtwind merken sie nicht so schnell, wie stark die Sonneneinstrahlung wirklich ist. Im schlimmsten Fall droht neben einem Sonnenbrand auch ein Sonnenstich. Eine Kopfbedeckung kann dies verhindern.

 

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Wissenswertes zu Reparaturen an E-Autos

Klar, manche Arbeiten an Autos können auch vom Besitzer selbst Zuhause erledigt werden. Viele Autofahrer nehmen jedoch an, dass „Auto gleich Auto“ sei und scheuen sich so auch bei ihren E-Autos nicht vor einem beherzten Griff unter die Motorhaube. – Ein fataler Entschluss! Denn Arbeiten und Reparaturen an E-Autos erfordern eine passende Ausbildung, geschultes Personal und spezielles Werkzeug.

Reparaturen an E-Autos: Vorsicht Hochspannung!

Reparaturen an Hybridfahrzeugen und E-Autos erfordert wie die Arbeit an Hochvoltanlagen besondere Qualifikationen. Denn zusätzlich zur Ausbildung als Kfz-Mechaniker braucht der Monteur noch eine Schulung über Besonderheiten und Gefährdungen an Kraftfahrzeugen mit Hochvolt-Systemen. Auch spezielles Werkzeug ist erforderlich. Schließlich stehen die Autos, an denen Mechaniker und Meister arbeiten, wortwörtlich unter Strom. Heißt im Umkehrschluss: Selbst vermeintlich unkomplizierte Arbeiten am E-Auto sollten nicht Zuhause vom Laien vorgenommen werden. In einer für E-Autos qualifizierten Werkstatt lernen die Mechaniker in Hochvoltschulungen nicht nur, wie sie Arbeiten am E-Auto ohne das Risiko eines Stromschlages durchführen, sondern auch, was im Falle eines Falles zu tun ist. Jeder Heimwerker weiß, wie schnell es bei der einfachsten Arbeit zu einem „Wisch“ kommen kann – wie man darauf zu reagieren hat, ist den meisten jedoch nicht klar. Ganz davon abgesehen, dass es sich bei E-Autos nicht wie bei der Installation eines Lichtschalter um hohe elektrischen Spannungen von bis zu 800 V handelt. der sichere Umgang mit dieser Hochspannung erfordert nunmal spezielle Kenntnisse bei Diagnose- und Wartungsarbeiten, bei der Reparatur von Unfallschäden und selbst bei einer einfachen Motorraumreinigung. Bei Arbeiten an Hybrid- und Elektrofahrzeugen müssen alle beteiligten Personen sämtliche Sicherheitsvorgaben immer strikt beachten. So brauchen Werkstätten auch eine besondere Qualifikation und geschultes Fachpersonal. Diese können dann die erforderlichen Arbeiten an Hochvoltsystemen sicher und fachgerecht durchführen.

 

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Welche Verkehrsregeln ignorieren die meisten Autofahrer?

Mehr als ein drittel der Auto- und Radfahrer pfeift auf Verkehrsregeln – „Kein Wunder“, werden viele Verkehrsteilnehmer denken, „...den Eindruck habe ich doch schon längst gewonnen.“ Denn laut einer Studie im Rahmen der bundesweiten Verkehrssicherheitskampagne „Fahr mit Herz!“ des Autoclubs ACE sind rund 40 Prozent der Auto- und knapp 36 Prozent der Radfahrer Verkehrsregeln „schnuppe“.

Schulterblick, Blinken und Smartphones – diese Verkehrsregeln missachten die meisten Autofahrer gerne

Rund 40 Prozent aller Autofahrer und knapp 36 Prozent aller Radfahrer setzen sich regelmäßig über die einschlägigen Vorschriften hinweg, missachten sie aus Unaufmerksamkeit, Zeitnot, Bequemlichkeit oder Rücksichtslosigkeit. Das berichtet das Goslar Institut. Du dieses Fehlverhalten würden diese Verkehrsteilnehmer ihre eigene und die Gesundheit ihrer Mitmenschen gefährden.

Ganz oben auf der Liste der häufigsten Verstöße gegen Verkehrsregeln, die der Verkehrsclub bei Autofahrern beobachtete, steht demnach der fehlende Schulterblick. Sei es, weil sie nicht daran denken oder weil es für sie unbequem ist: Nahezu jeder dritte Autofahrer vergewissert sich beim Abbiegen nicht vorher mit einem Blick über die Schulter nach hinten, dass dies ohne Behinderung oder Gefährdung des nachfolgenden Verkehrs möglich ist. So geht etwa die Unfallforschung der Versicherer (UDV) davon aus, dass bei 90 Prozent der sogenannten Abbiegeunfälle den Autofahrer die Hauptschuld trifft: Fahrradfahrer werden vielfach übersehen.

Als weitere häufige „Sünden“ von Autolenkern registrierte der ACE unterlassenes Blinken, die Nutzung von Smartphones am Steuer, Fahren bei Rot und das Missachten der Vorfahrt anderer im Kreuzungsbereich.

In der Kategorie Fehlverhalten von Radfahrern listet der Verkehrsclub ganz oben den Trend auf, sich über das Gebot hinwegzusetzen, den Fußgängerüberweg freizuhalten. Nahezu jeder fünfte Radler hält sich demnach nicht an das Verbot, Fußgängerüberwege zu überfahren. Als weitere oft vorkommende „Nachlässigkeiten“ von Radfahrern bemängelt der ACE, dass vor dem Abbiegen kein entsprechender Hinweis mit dem Arm gegeben wird, Fahren bei Rotlicht an der Ampel sowie das Benutzen der Straße statt des Radweges an einer Kreuzung.

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Vorsicht vor diesen Hitzeschäden auf Straßen

Im Sommer treten sie auf Autobahnen besonders häufig auf – sogenannte „Blow-ups“. Sie entstehen auf den aus Betonplatten gefertigten Abschnitten. Bei heißen Temperaturen hat dies mitunter Folgen. Im Extremfall wölben sich Platten, platzen auf oder springen aus ihrer Verankerung. Das kann für alle Verkehrsteilnehmer gefährlich sein.

Schlaglöcher und Spurrillen im Sommer

Ab einer Lufttemperatur von 28 Grad Celsius können Blow-ups entstehen. Auto- und vor allem Motorradfahrer sollten in diesem Fall auf Betonabschnitten vorsichtig fahren. Ab 30 Grad steigt die Wahrscheinlichkeit für Blow-ups nochmals deutlich, sodass die zulässige Höchstgeschwindigkeit durch entsprechende Beschilderung gesenkt wird. Bei geringerer Geschwindigkeit haben Verkehrsteilnehmer bessere Chancen, mögliche Fahrbahnaufbrüche oder Schlaglöcher zu erkennen. Sollte ein Durchfahren nicht zu vermeiden sein, sind die Folgen erheblich geringer. Bei Wasseransammlungen nach Regenfällen erhöht sich das Gefährdungspotenzial nochmals, da die Tiefe solcher Hindernisse nicht mehr erkennbar ist.

Auch asphaltierte Straßen werden von Hitzewellen beeinträchtigt. Weicher Asphalt verformt sich, wodurch Spurrillen entstehen können. Spurrillen sind in der Regel nur sehr schwer zu erkennen. Nach Sommergewittern mit starken Regenfällen sammelt sich in diesen Vertiefungen das Wasser und erhöht die Aquaplaninggefahr.
Erschwerend kommt hinzu, dass bei hohen Temperaturen die Asphaltfahrbahn schneller verschleißt, wodurch die Griffigkeit der Fahrbahn verloren geht. Dies kann zu verlängerten Bremswegen führen. Außerdem ist die Seitenhaftung geringer, wodurch das Fahrzeug bereits bei deutlich geringeren Kurvengeschwindigkeiten aus der Kurve getragen wird. Durch gründlichen und rechtzeitigen Unterhalt der Straßen ließen sich Hitzeschäden verringern, etliche sogar ganz vermeiden. Leider kommt das aber vielerorts zu kurz oder unterbleibt ganz.

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Fahrzeug-Check vor Fahrtantritt macht die Reise sicherer

Am 20. Juni haben in den ersten deutschen Bundesländern die Sommerferien und damit die Hauptreisezeit begonnen. Das Auto ist häufig das Transportmittel der Wahl, um ans Urlaubsziel zu gelangen. Dabei sind ein vorheriger Fahrzeugcheck, eine intelligente Routenplanung und Informationen über spezifische Verkehrsregelungen in den Transit- und Zielländern bei der Reisevorbereitung ein Muss. Außerdem sollten Reisende Gepäck sicher verstauen und bei langen Autofahrten auch auf sich selbst achten.

Um sicher ans Ziel zu kommen, sollte man vor Fahrtantritt einen kritischen Blick auf die wichtigsten Teile seines Autos werfen. Die Füllstände von Motorenöl, Kühlflüssigkeit und Scheibenwischwasser kann man leicht selbst überprüfen und bei Bedarf auffüllen. Es empfiehlt sich, eine Dose Motorenöl als Reserve dabei zu haben, weil der Ölverbrauch im Urlaub meist höher als im Alltag ist. Das Checken der Wischerblätter und der Funktionsfähigkeit der Beleuchtung vorab gewähren die gute Sicht während der Fahrt: Scheinwerfer und Leuchten sollten unbedingt auf ihre Funktionsfähigkeit hin überprüft werden. Wer das nicht tut, riskiert die eigene Sicherheit und die anderer Verkehrsteilnehmer. Außerdem drohen Bußgelder bei Verstößen. Auch den Reifen des Autos sollte man sich widmen: Das Profil darf eine Mindesttiefe von 1,6 Millimetern nicht unterschreiten, je nach Entfernung des Urlaubslandes sollte ein entsprechender Puffer für den Abrieb einkalkuliert werden. Zudem ist der Verschleiß der Reifen bei höheren Temperaturen ungleich größer. Besonders wichtig ist das Überprüfen des Reifendrucks. Er beeinflusst nicht nur Fahrsicherheit und -komfort, sondern dient auch kraftstoffsparendem und nicht zuletzt umweltschonendem Fahren. Je mehr Last das Auto tragen muss, desto höher muss der Reifendruck sein, weil sonst eine Reifenpanne droht. Der für das Fahrzeug angemessene Wert des Reifendrucks steht entweder auf dem Etikett in der Tankklappe, an der B-Säule oder seltener im Rahmen der Fahrer- oder Beifahrerseite. Falls doch mal etwas schiefgeht, sollten Reserverad, ein Notrad oder ein Reparaturset zur Hand sein.

Vor dem Urlaubstrip beraten wir dich gerne und kontrollieren dein Auto bei einem Sommercheck in unserer Werkstatt. Wir überprüfen beispielsweise auch den Stand des Kältemittels für die Klimaanlage und den Zustand der Bremsflüssigkeit können auch die Dachbox sach- und fachgerecht anbringen.

 

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Schreckmoment oder schwerer Unfall?

Ein aktueller Crashtest zeigt: Bei einem Unfall kann selbst eine „leichte“ Geschwindigkeitsüberschreitung über Leben und Tod entscheiden. Selbst wenn ein Autofahrer in einer 30-er-Zone „nur“ 10 km/h schneller fährt, hätte dies demnach schwerwiegende Folgen.

Geschwindigkeitsüberschreitungen können tödlich sein

Assistenzsysteme, Automatisierung, vernetztes Fahren: Wenn es um die Verkehrssicherheit von morgen geht, denken viele an Elektronik. Deren Potenzial ist auch durchaus nicht zu verachten. Doch zumindest mittelfristig spielt das Verhalten von Menschen im Straßenverkehr weiterhin die entscheidende Rolle. Beispiel angepasste Geschwindigkeit: Für zu viele Autofahrer sind 10 km/h über dem Limit nicht der Rede wert, auch 20 km/h zu viel sind oft „noch drin“. Doch welche verheerenden Folgen eine solche Haltung haben kann, zeigt ein Crashversuch für den aktuellen DEKRA Verkehrssicherheitsreport. 
Mit zwei Fahrten im DEKRA Technology Center am Lausitzring in Klettwitz (Brandenburg) wurde dabei der Unterschied im Anhalteweg zwischen 30 km/h und 50 km/h Ausgangsgeschwindigkeit visualisiert. Der im Fahrzeug installierte Fahr-Roboter fuhr per Differential-GPS-Steuerung jeweils exakt dieselbe Strecke und bekam an derselben Stelle das Kommando, eine Sekunde Reaktionszeit abzuwarten und dann voll zu bremsen. Auf der Fahrstrecke stand ein Kinderwagen, der eine unerwartete Verkehrssituation symbolisierte. 
„Die Bilder sind eindrücklich: Aus 30 km/h kommt das Fahrzeug unmittelbar vor dem Kinderwagen zum Stehen, der Anhalteweg beträgt etwa 13 Meter “, so DEKRA Unfallforscher Markus Egelhaaf. „Bei der zweiten Fahrt mit 50 km/h wird in der Schrecksekunde ein deutlich längerer Reaktionsweg zurückgelegt.“ Das bedeutet: Der Kinderwagen wird mit unverminderter Geschwindigkeit vom Fahrzeug erfasst und durch die Luft geschleudert, bevor das Fahrzeug überhaupt beginnt zu bremsen. „Für ein im Kinderwagen liegendes Baby wären schwerste oder tödliche Verletzungen zu erwarten“, so der Unfallforscher. 
Selbst wenn das in diesem Fall angenommene Tempolimit „nur“ um 10 km/h überschritten wird, hätte das immer noch schwerwiegende Folgen. „Aus 40 km/h würde der Kinderwagen in unserem Beispiel noch mit einer Restgeschwindigkeit von rund 35 km/h getroffen – auch das wäre für ein Baby fatal.“ Der Appell des DEKRA Unfallexperten an die Autofahrer ist deshalb, sich jeweils an die zulässige Höchstgeschwindigkeit zu halten. „Damit ließen sich viele schwere Unfälle vermeiden.“

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Hitze im Auto – unterschätzte Gefahr für Mensch und Tier

Jedes Jahr dasselbe: Die Medien berichten breit über die Gefahr von Mensch und Tier bei Hitze im Auto und trotzdem wiederholen sich traurige Zwischenfälle mit tödlichem Ausgang. Auch wir wollen wieder darauf hinweisen, wie schnell die Gefahr von Hitze im Auto unterschätzt werden kann.

„Nur mal kurz…“ – und das Auto wird zum tödlichen Backofen

Kinder und Tiere niemals im Fahrzeug zurücklassen: Diese Regel sollte - ganz unabhängig von der Temperatur – dringend befolgt werden. Wie eine Studie US-amerikanischer Forscher zeigt, steigt die Temperatur im Wageninneren eines in der Sonne abgestellten Fahrzeugs pro Minute im Schnitt um ein Grad Celsius. Wer Kinder oder ein Tier im parkenden Fahrzeug lässt, setzt schon bei milden Temperaturen leichtfertig deren Gesundheit aufs Spiel. Selbst, wenn es sich nur um wenige Minuten handelt. 
Trotz Warnungen wird die extreme Hitzeentwicklung im Inneren eines Fahrzeugs immer wieder unterschätzt. Der schnelle Einkauf ist dafür ein typisches Beispiel. Dabei werden aus den geplanten fünf Minuten schnell mal 20. Für Kleinkinder und Tiere wird es spätestens ab 40 Grad Celsius im geschlossenen Fahrzeug lebensbedrohlich. Ein Wert, der bei 30 Grad Außentemperatur bereits nach einer halben Stunde deutlich übertroffen wird. Auch heruntergelassene Fensterscheiben oder schattigere Parkplätze ändern daran kaum etwas. 
Entdecken Passanten Kinder oder Tiere bei sommerlichen Temperaturen in geparkten, verschlossenen Fahrzeugen, sollten sie grundsätzlich über die Notrufnummer 110 die Polizei oder über die Notrufnummer 112 die Feuerwehr verständigen. Die Polizei kann versuchen, den Fahrzeughalter telefonisch zu erreichen. Zudem sollte man auch selbst versuchen, den Fahrer ausfindig zu machen. Befindet sich das Fahrzeug auf einem Parkplatz eines größeren Geschäfts, könnte in diesem beispielsweise das Nummernschild ausgerufen werden. Wer eine Fahrzeugscheibe einschlägt, um den Zurückgelassenen in einer akuten Notsituation zu helfen, kann sich auf Paragraph 34 des Strafgesetzbuches berufen, den „rechtfertigenden Notstand“. Dies kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn die Zurückgelassenen keine Reaktionen auf Klopfzeichen zeigen. Ob der Notstand die Sachbeschädigung tatsächlich rechtfertigt, kommt aber auf den Einzelfall an. Eventuell muss dies im Anschluss gerichtlich geklärt werden. Daher sollte man sich Zeugen dazu holen und ein Video oder Foto der Situation machen.

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Viele Medikamente schränken die Fahrtüchtigkeit ein

Lesen Sie unbedingt im Beipackzettel nach, ob Sie nach der Einnahme eines Arzneimittels am Straßenverkehr teilnehmen dürfen. Die Informationen finden Sie im Abschnitt "Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen". Herkömmliche Schmerzmittel, wie Ibuprofen oder Paracetamol, sind meist kein Risikofaktor. Prüfen Sie dennoch kritisch, ob Sie in der Lage sind, sicher ein Kraftfahrzeug zu führen“, erklärt Dr. Matthias Wilken, Apotheker beim Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI).

Besonders problematisch im Hinblick auf die Fahrtüchtigkeit sind Schlafmittel, die am Vortag eingenommen wurden. Hier kommt es auf die richtige Dosierung und den ausreichenden zeitlichen Abstand zwischen der Einnahme und der Teilnahme am Straßenverkehr an. Apotheker Dr. Wilken: „Je später die Einnahme von Schlafmitteln erfolgt, desto größer wird das Risiko, dass sich am nächsten Tag die Müdigkeit noch auf Ihre Fahrtauglichkeit auswirken kann.“
Vorsicht ist auch geboten, wenn Autofahrer im Akutfall oder als Chroniker mehrere verschreibungspflichtige Arzneimittel gleichzeitig einnehmen. Dann sollten sie mit ihrem Arzt oder Apotheker über etwaige Auswirkungen auf die Fahrtauglichkeit sprechen. „Kommen zusätzlich noch rezeptfreie Medikamente dazu, sollten Betroffene dies auch unbedingt erwähnen. Es können nämlich Wechselwirkungen auftreten, die sich negativ auf Ihre Reaktionsfähigkeit oder Konzentration auswirken“, sagt Dr. Wilken. „Bei Schwindel, Benommenheit und Müdigkeit setzen Sie sich bitte auf keinen Fall hinters Steuer.“

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Handy am Steuer: Wie teuer wird es im Ausland?

In Deutschland weiß inzwischen jedes Kind: Autofahren und telefonieren – das verträgt sich nicht und wird bestraft. 100 Euro und 1 Punkt in Flensburg werden mindestens fällig, wenn Autofahrer hierzulande mit einem Handy in der Hand erwischt werden. Das Bußgeld kann sich auf bis zu 200 Euro, 2 Punkte und 1 Monat Fahrverbot erhöhen, wenn infolge der Handynutzung z. B. ein anderes Auto gerammt wird. Doch wie sehen die Strafen eigentlich im Ausland aus?

Im Ausland kostet ein Handyverstoß 15 bis 1.100 Euro

Mit Schweden verbot Anfang 2018 auch das letzte europäische Land das Benutzen eines Mobiltelefons während der Autofahrt. Wie teuer das Telefonieren im Auto in weiteren 29 europäischen Staaten ist, hat der ADAC in einer aktuellen Übersicht zusammengestellt.
Mit einer relativ geringen Strafe müssen Autofahrer in Lettland (15 Euro), Bulgarien (25 Euro) und Island (40 Euro) rechnen. In beliebten Urlaubsländern wie Kroatien kostet eine Zuwiderhandlung 70 Euro, in Italien 160 Euro. In Deutschland werden mindestens 100 Euro fällig.
Am teuersten wird es in Großbritannien und Estland: Auf der Insel drohen unter Umständen Geldbußen von bis zu 1.100 Euro. In Estland kostet ein Verstoß mindestens 400 Euro, in den Niederlanden 230 und in Spanien 200 Euro. In Portugal droht eine Geldbuße ab 120 Euro – in seltenen Fällen nicht nur für den Fahrzeuglenker: Unter Umständen kann auch der Beifahrer belangt werden, wenn er sein Smartphone nutzt. Wichtig: Die Benutzung eines Handys ist in Frankreich auch an Tankstellen untersagt.
Immer mehr Länder sprechen auch für Radfahrer ein direktes oder indirektes Handyverbot aus. Dies gilt bereits in Frankreich, Großbritannien, Österreich, Schweiz, Spanien und Ungarn. Dabei ist unterschiedlich geregelt, ob die Nutzung des Smartphones generell untersagt ist oder ob man – wie beispielsweise in Ungarn – das Mobiltelefon mit einem Bluetooth-Headset benutzen darf. In Spanien sind alle Arten von Kopf- und Ohrhörer verboten.
Ablenkung spielt als Unfallursache eine ähnlich große Rolle wie Alkohol am Steuer. Schätzungen gehen davon aus, dass bei jedem zehnten Verkehrsunfall mit Personenschaden Unachtsamkeit der entscheidende Auslöser ist. Vor allem Smartphones und Navigationsgeräte lenken Autofahrer vom Verkehrsgeschehen ab.

 

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Unfall im Ausland: Was solltest du wissen?

Sommer, Sonne, Urlaubsstimmung – und plötzlich kracht es. Ein Verkehrsunfall im Urlaub kann ebenso passieren wie daheim. Doch wie verhält man sich in der Situation im Ausland richtig?

Das solltest du bei einem Unfall im Ausland beachten

Einen Rat haben alle Experten für Autofahrer parat, die im Ausland in einen Verkehrsunfall verwickelt werden: Ruhe bewahren. Das kann im Zweifel jedoch leichter gesagt als getan sein, wenn etwa ein aufgeregter oder gegebenenfalls sogar erboster Unfallgegner in einer fremden Sprache auf dich einredet und du selbst wenig bis gar nichts verstehst.

Wie hierzulande gehört es auch bei einem Verkehrsunfall im Ausland zu den ersten Pflichten eines Autofahrers, den Unfallort zu sichern. Dabei solltest du vor dem Aussteigen zunächst die gelbe Warnweste anlegen. Sie zu tragen, ist in den meisten Ländern Europas inzwischen vorgeschrieben. Dann solltest du den Unfall protokollieren, am besten mit aussagefähigen Fotos. Die für eine problemlose Schadensregulierung wichtigen Informationen werden alle in dem europäischen Unfallbericht abgefragt, den du bei deinem Versicher erhältst. Wichtig: In Frankreich oder den Beneluxstaaten habe dieser Bericht eine ungleich größere Bedeutung als in Deutschland, warnt die HUK-COBURG. Denn dort wird der Inhalt des Berichts mit der Unterschrift unwiderruflich anerkannt.

Ebenfalls wichtig zu wissen bei einem Unfall im Ausland: Es gilt nationales Recht. Dies bedeutet, dass die Deckungssummen und die Kosten, die geltend zu machen sind, erheblich niedriger sein können als in Deutschland. Da kann sich – bei Mietwagen – eine sogenannte Mallorca-Police als sehr nützlich erweisen, die eine Erweiterung der Haftpflichtversicherung auf im europäischen Ausland angemietete Pkw ermöglicht.

Grundsätzlich empfehlen alle Experten, bei einem Unfall im Ausland die Polizei hinzuzuziehen und sich von den Beamten eine Kopie ihres Unfallprotokolls aushändigen zu lassen. Eine wesentliche Erleichterung der Abwicklung von Unfallfolgen durch die jeweiligen Versicherungen bedeuten deren ausländische Regulierungsbeauftragte. Jede europäische Versicherung verfügt über solche Repräsentanten in jedem Mitgliedsland der Gemeinschaft. Sie helfen bei der Regulierung von Unfallschäden in deutscher Sprache. Außerdem stehen die Deutschen Autoversicherer über den kostenlosen Zentralruf (0800 25 02 600) ihren Kunden im Fall der Fälle zur Seite.

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Warum ist Autofahren mit Flip-Flops keine gute Idee?

Wir haben bereits im letzten Jahr die Frage beantwortet, ob Autofahren mit Flip-Flops erlaubt ist. Der Gesetzgeber schreibt zwar ein sicheres Schuhwerk vor, doch Flip-Flops sind laut Straßenverkehrsordnung nicht explizit verboten. Trotzdem raten Experten davon ab, sich mit Flip-Flops oder ähnlich lockeren Schuhen hinters Steuer zu setzen. Die Gefahr eines Abrutschens der Füße ist einfach zu groß.

Warum Flip-Flops am Steuer keine gute Idee sind

Jetzt ist Sommer: Da geht ohne Flip-Flops gar nichts. Doch muss man das Sommergefühl an der Autotür lassen und das Schuhwerk wechseln - oder ist es auch erlaubt mit Flip-Flops Auto zu fahren? Für die große Mehrheit der deutschen Autofahrer ist die Rechtslage eindeutig: 69 Prozent der Befragten denken, dass das Fahren mit dem luftigen Schuhwerk verboten ist, wie eine aktuelle Studie des Kfz-Direktversicherers R+V24 zeigt. Doch das ist einer der größten Verkehrsirrtümer. Die Straßenverkehrsordnung gibt an keiner Stelle vor, welche Schuhe beim Autofahren getragen werden müssen. Anders sieht es bei einem Unfall mit Flip-Flops aus: Hier kann die Versicherung unter Umständen Leistungen kürzen. 
Barfuß, mit High Heels oder Sandalen: Die Straßenverkehrsordnung macht keine Angaben darüber, ob oder welches Schuhwerk Autofahrer tragen müssen. Erlaubt ist theoretisch alles. Aber: Flip-Flops oder lockere Sandalen bieten keinen sicheren Halt und schnell rutscht man als Autofahrer damit vom Pedal oder der Schuh verhakt sich. Gerade in brenzligen Situationen, bei denen jede Sekunde zählt, kann das zu einem Unfall führen. Flip-Flop-Träger sollten deshalb immer ein Paar festes Schuhwerk griffbereit haben, zum Beispiel im Kofferraum. Außerdem schützen sich Autofahrer so auch davor, dass sie sich mit den offenen Schuhen beim Abrutschen vom Pedal am Fuß verletzen. Kommt es beim Autofahren mit Flip-Flops zu einem Unfall mit einem anderen Verkehrsteilnehmer, kann dem Autofahrer eine Teilschuld drohen. Das wäre jedoch nur der Fall, wenn der Fahrer durch die Flip-Flops nachweislich vom Bremspedal abrutscht und deshalb der Unfall passiert. Die Kfz-Haftpflichtversicherung kommt für die Schäden des Unfallopfers auf – egal, welches Schuhwerk getragen wurde. Anders kann es bei der Vollkaskoversicherung aussehen: Hier kann die Versicherung die Leistungen kürzen, wenn der Autofahrer mit dem Tragen von ungeeigneten Schuhen grob fahrlässig gehandelt hat. Aber das muss immer im Lichte des Einzelfalls geprüft werden.

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„Tipp tipp tot“ – bei jedem 3. Unfall sind Smartphones im Spiel

Vielleicht sind sie dir auch schon mal aufgefallen, die großen Plakate an Autobahnen, die mit Sprüchen wie „Tipp tipp tot“ auf die Gefahren der Handynutzung am Steuer hinweisen. Aktuelle Zahlen beweisen: Diese Warnungen machen durchaus Sinn, um noch mehr Autofahrern ins Gewissen zu rufen, wie oft Smartphones bei einem Unfall eine tragende Rolle spielen.

Smartphone-Nutzung am Steuer ist weit verbreitet – und tödlich

„Tipp tipp tot“ – mit dieser drastischen Zusammenfassung versucht das Bundesverkehrsministerium (BMVI) seit vergangenem Jahr an Autobahnen vor den Folgen der Handynutzung am Steuer zu warnen. 
Doch jüngste Erhebungen zeigen, dass immer noch zu viele Autofahrer auch unterwegs nicht die Finger von ihrem Smartphone lassen können. Das hat zur Folge, dass laut Studien inzwischen jeder dritte Verkehrsunfall darauf zurückzuführen ist, dass die Fahrerin oder der Fahrer abgelenkt waren – insbesondere durch Handys. Der Automobilclub „Mobil in Deutschland“ beobachtete im Rahmen einer mehrwöchigen Verkehrszählung wie viele Autofahrer sich am Steuer mit ihrem Smartphone beschäftigen. Ergebnis: Jeder 16. Autofahrer bediente am Steuer zugleich sein Handy – um einen Termin zu checken, eine Nachricht abzusetzen oder nur schnell einen „unaufschiebbaren“ Anruf zu tätigen. Umgerechnet entspricht die Zahl dieser „Handysünder“ 6,32 Prozent. Dieser Prozentsatz gilt allein für den Mittleren Ring in München, den täglich rund 160.000 Autos passieren, was rund 10.000 durch das Smartphone abgelenkte Autofahrer pro Tag bedeutet. Das sind 10.000 Gefahrenquellen pro Tag, die einen Unfall verursachen, im schlimmsten Fall sogar ein Menschenleben kosten könnten. Dabei sind Auffahrunfälle noch als die harmloseste Variante anzusehen. Zusammenstöße mit Radfahrern oder Fußgängern hingegen enden vielfach nicht nur mit einem Blechschaden.

Experten warnen seit Jahren vor dem gefährlichen Blindflug im Auto, wenn die Person am Steuer sich mehr mit dem Smartphone beschäftigt, anstatt auf das Verkehrsgeschehen zu achten. Tatsache ist nämlich, dass jeder, der bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h nur eine Sekunde lang unaufmerksam ist, in dieser Zeit rund 27 Meter „blind“ zurücklegt, also ohne mitzubekommen, was im Verkehr um sie oder ihn herum geschieht. Ist die Aufmerksamkeit dann wieder da, ist es oft schon zu spät.

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Vorsicht: Bußgeldbescheide per Mail sind gefährlich!

Wenn ein Brief mit dem Siegel der Stadtkasse im Briefkasten liegt, ahnen viele Autofahrer bereits, worum es gehen könnte. In letzter Zeit häufen sich jedoch Berichte von vermeintlichen Verkehrssündern, die Bußgeldbescheide direkt in ihr E-Mail-Postfach bekommen. Was sie meist nicht wissen: Behörden dürfen einen Bußgeldbescheid gar nicht elektronisch versenden. Bei diesen Mails handelt es sich um einen gefährlichen Fake.

"Bußgeldbescheide" per Mail können richtig teuer werden

Laut onlinewarnungen.de sind aktuell zahlreiche E-Mails mit gefährlichen Trojanern im Umlauf – verpackt in seriöser Optik eines vermeintlich echten Bußgeldbescheides. Für alle Betroffenen gilt: Nicht öffnen! Denn dahinter steckt weder die Polizei noch die Bußgeldbehörde. Die Absender sind Betrüger, die mit einem Virus versuchen, Daten der Betroffenen auszuspähen und schlimmstenfalls den gesamten PC zu sperren und nur gegen Zahlung eines hohen Betrages wieder freizugeben.
Die betrügerischen Mails weisen schon im Betreff darauf hin, dass der jeweilige Adressat angeblich einen Verstoß begangen haben soll, untermauert durch eine gefälschte Absenderadresse der Polizei Brandenburg. Die Texte der Bußgeldbescheide enthalten Links, die letztlich zu einer ZIP-Datei führen. Entpackt man diese, wird ein Trojaner freigesetzt, der nach bisherigem Erkenntnisstand vor allem für das Betriebssystem Windows eine Gefahr darstellt. 
Betroffene sollten die Mail umgehend löschen. Für den Fall, dass der Virus bereits auf dem Rechner ist, muss ein Fachmann eingeschaltet werden, da die Schadsoftware von den meisten gängigen Antivirenprogrammen nicht erkannt und eliminiert werden kann. Es wäre nicht das erste Mal, dass Kriminelle auf diese Weise sensible Daten ausspähen wollen. Auch eine Verschlüsselung von Dateien ist denkbar, um diese erst gegen eine Geldzahlung wieder frei zugängig für den Besitzer zu machen. Davon ist aber abzuraten. Die Berliner Polizei empfiehlt auf ihrer Homepage stattdessen, Anzeige gegen den oder die Täter zu erstatten. 
Das Portal zur Prüfung von Bußgeldvorwürfen aus dem Straßenverkehr "Geblitzt.de" berichtet: „Es ist den Behörden gar nicht gestattet, Anhörungsbögen oder Bußgeldbescheide via Mail zu verschicken. Das geschieht noch immer analog. Ganz abgesehen davon besitzt die Bußgeldstelle nicht die Mailadressen eines jeden Fahrers.“

 

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Was sollten Autofahrer über E-Scooter wissen?

Elektrische Tretroller, sogenannte E-Scooter, sind momentan in aller Munde. Nach dem Hype um E-Bikes wird nun auch E-Scootern eine große Zukunft vorhergesagt. Doch was kommt dabei auf Autofahrer zu? Was ändert sich im Straßenverkehr? Worauf sollten sie achten? In diesem Artikel sagen wir dir, was du über E-Scooter wissen solltest.

E-Scooter: Das sollten alle Verkehrsteilnehmer jetzt wissen

Seit dem 15. Juni 2019 ist es amtlich: Mit Inkrafttreten der Verordnung für „Elektrokleinstfahrzeuge“ ist in Deutschland eine neue Fahrzeugklasse für den Straßenverkehr zugelassen. Zu den neuen Kraftfahrzeugen gehören beispielsweise Elektrotretroller, sogenannte E-Scooter. Alle diese kleinen Fahrzeuge zeichnet aus, dass sie einen Elektroantrieb besitzen, über keinen Sitz verfügen, maximal mit Tempo 20 fahren dürfen und nur Radwege oder – wenn diese nicht vorhanden sind – die Fahrbahn benutzen dürfen. Gehwege sind tabu. 
Die elektrisch betriebenen Fahrzeuge sollen eigentlich dazu beitragen, Mobilität modern und umweltfreundlich zu machen. Aber schon in den ersten beiden Wochen ereigneten sich mehrere schwere Unfälle, wie die „Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung“ berichtet. Sie gibt Hinweise, die auch Autofahrer kennen sollten. Schließlich können sie einen E-Scooter-Fahrer auf der Straße so besser einschätzen.

- E-Scooter und Segways, die ebenfalls zu den Elektrokleinstfahrzeugen zählen, dürfen nicht schneller als 20 km/h fahren.

- Elektro-Tretroller sind versicherungspflichtig.

- Sie müssen die Mindestanforderungen der Verkehrssicherheit erfüllen, das heißt, zum Beispiel mit einem funktionierenden Brems- und Lichtsystem und einer Warnklingel ausgestattet sein.

- Personen ab 14 Jahren können die Fahrzeuge nutzen.

- Eine Führerscheinpflicht besteht bei E-Scootern nicht.

- Fahren dürfen E-Scooter nur auf Radwegen und Fahrradstraßen. Wenn diese fehlen, muss die Fahrbahn genutzt werden. Gehwege und Fußgängerzonen sind tabu.

- Auf den Fahrbahnen sollten E-Scooter möglichst weit rechts fahren.

- Ein Fahrbahnwechsel oder eine Richtungsänderung sollte rechtzeitig mit der Hand bzw. ausgestrecktem Arm angekündigt werden.

- Es besteht außerdem keine Helmpflicht, aber das Tragen eines Helms wird empfohlen, ebenso wie reflektierende Kleidung bei schlechter Sicht und Dunkelheit.

 

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Trotz RDKS: Reifendruck regelmäßig prüfen

Wer mit zu geringem Druck in den Autoreifen fährt, geht ein erhöhtes Unfallrisiko ein. Außerdem sind ein höherer Kraftstoffverbrauch sowie eine kürzere Lebensdauer der Reifen die Folge. Deshalb ist es wichtig, den Reifendruck nicht nur vor längeren Fahrten, sondern auch im Alltag alle 14 Tage zu kontrollieren. Das gilt auch für neuere Fahrzeuge mit Reifendruckkontrollsystem (RDKS).

Der Reifendruck macht den Unterschied

Fahren mit Minderdruck ist gefährlich. Vor allem in Kurven und bei Spurwechsel kann das Fahrzeug ein instabiles Fahrverhalten zeigen. Zu niedriger Druck kann zudem bei Fahrerassistenzsystemen wie etwa ABS und ESP zu Fehlfunktionen und auf nasser Fahrbahn zu längeren Bremswegen führen. Im Extremfall kann sich der Reifen bei hoher Beanspruchung sogar von innen her auflösen und plötzlich ausfallen. Bei solchen „Reifenplatzern“ besteht eine hohe Unfallgefahr. Minderdruck führt außerdem vor allem an der Reifenschulter zu stärkerem Abrieb. 
Einen absolut druckdichten Reifen gibt es nicht. Bei jedem Reifen lässt mit der Zeit der Druck nach. Eine regelmäßige Reifendruckkontrolle ist deshalb für jeden Fahrer unverzichtbar. Wir empfehlen: alle 14 Tage. Wichtig dabei: Den Druck immer am kalten Reifen prüfen, also gleich zu Beginn der Fahrt. Die korrekten Druckwerte für normale und für volle Beladung findet der Fahrer in der Regel auf einem Aufkleber an der B-Säule oder in der Tankklappe.

Ein zu hoher Reifendruck ist ebenfalls keine Lösung. Er beeinträchtigt zwar nicht die strukturelle Haltbarkeit des Reifens, bringt aber Nachteile: Auf trockener Fahrbahn kann sich der Bremsweg verlängern, außerdem kann sich das Kurvenverhalten durch geringere Seitenführungskräfte verschlechtern. Zudem lässt der Federungskomfort nach, und die Reifen nutzen sich stärker in der Mitte der Lauffläche ab. 
Moderne Pkw und Wohnmobile sind seit November 2014 ab Werk mit einem Reifendruckkontrollsystem ausgestattet. Dieses System entbindet den Fahrer aber nicht von der Pflicht, regelmäßig selbst die Reifen zu checken. Bei einer Warnmeldung heißt es, umgehend den Reifendruck prüfen und wenn nötig anpassen. Aber Achtung: Bei betriebswarmen Pneus ist zu beachten, dass der Druck im Reifen bei Wärme ansteigt. Deshalb keinesfalls Luft ablassen, sonst ist der Druck bei kaltem Reifen zu gering.

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Warum Koffer im Auto zu gefährlichen Geschossen werden

Muss ein Fahrer sein Auto stark abbremsen oder einem Hindernis ausweichen, können selbst kleine Gegenstände zu lebensgefährlichen Geschossen mutieren. Dennoch macht sich kaum ein Pkw-Halter Gedanken um das richtige Verstauen und die Sicherung von Gegenständen im eigenen Fahrzeug.

Geldbuße und Punkte für ungesicherte Gegenstände

Paragraf 22 der Straßenverkehrsordnung (StVO) verlangt die Sicherung von Gegenständen im Auto unabhängig von der Fahrzeugklasse und verweist auf die anerkannten Regeln der Technik. Ladung ist so zu verstauen und zu sichern, dass sie selbst bei einer Vollbremsung oder einer plötzlichen Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, rollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen kann. Das gilt ebenso für Personenwagen und Kombis. Fahrzeughalter wie Fahrer tragen da die Verantwortung.
Wird man ertappt, gegen die Regeln der Ladungssicherung verstoßen zu haben – etwa anlässlich einer allgemeinen Verkehrskontrolle oder bei einem Verkehrsunfall mit Sachschaden – können im Bereich der Ordnungswidrigkeit mit empfindlichen Bußgeldern gerechnet werden, ebenfalls drohen ein bis zwei Punkte im Fahreignungsregister. Kommen zur mangelnden Ladungssicherheit noch eine Gefährdung oder ein Sachschaden hinzu, wird zusätzlich ein Punkt fällig. Eine Straftat, beispielsweise bei einem Verkehrsunfall mit Personenschaden, wird mit Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet.

Richtig beladen will gelernt sein

Schwere Taschen und Koffer sollten zuerst eingeladen und möglichst ohne Lücken an der Rückbank platziert werden. Um die Gegenstände an Ort und Stelle zu halten, können beispielsweise Zurr- oder Klemmschlossgurte oder Ladungssicherungsnetze zum Einsatz kommen. Zwischen Rücksitzbank und Kofferraum lassen sich Rückhaltesysteme oder Schutzgitter installieren. Wer darauf verzichtet, sollte den Kofferraum nur bis zur Oberkante der Rückenlehne beladen. Die so genannte Hutablage sollte immer frei bleiben. Darüber hinaus ist darauf zu achten, dass der Blick in den Rückspiegel nach wie vor möglich sein muss, es sei denn, es ist ein zweiter Außenspiegel vorhanden.
Lose kleinere Gegenstände wie etwa Smartphones sollten ebenfalls sicher verstaut werden, beispielsweise in ausreichend tiefen Ablagen oder im Handschuhfach. Zudem sollte man daran denken, Warndreieck und Erste-Hilfe-Kasten für den Fall der Fälle parat zu haben, anstatt sie unter dem Gepäck zu vergraben.

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Phänomen „Gaffen“: Warum das so gefährlich ist

"Schaulustige und Gaffer an Unfallstellen gab es schon immer. Doch im Zeitalter von Smartphone, Youtube und Co. hat das Phänomen eine neue Qualität erhalten," schrieb der ADAC in einer Meldung. Tatsächlich kann jeder Autofahrer selbst beobachten, wie sich oft der Verkehr staut, weil Autofahrer bremsen und gaffen. Doch das ist nicht nur pietätlos und verboten, sondern auch sehr gefährlich.

Gaffen ist respektlos, teuer und gefährlich

Unsicherheit, Angst oder Unkenntnis – die Gründe, warum immer wieder Autofahrer bei einem Verkehrsunfall keine Erste Hilfe leisten, sind vielfältig. Dabei wäre rasches Handeln am Unfallort dringend notwendig, kommt es doch oft auf die ersten Sekunden und Minuten nach einem Unfall an. War früher vor allem die Verunsicherung, etwas Falsches zu machen, ausschlaggebend für unterlassene Hilfeleistung, passiert es mittlerweile immer häufiger, dass Menschen anstatt zu helfen ungeniert den Unfallort und die Opfer mit dem Handy filmen und dabei auch die Rettungsmaßnahmen behindern.
Im Zeitalter von Smartphone, Youtube und Facebook lassen sich Videos binnen weniger Minuten verbreiten. Dabei tritt bei vielen Menschen der Gedanke, helfen zu können, zurück hinter das Bedürfnis, durch aufsehenerregende oder schockierende Bilder Aufmerksamkeit und Anerkennung zu erhalten. Schaulust gab es zwar schon immer, durch die Informations- und Bilderflut im Fernsehen und im Internet ist jedoch die Hemmschwelle gesunken, selber Bilder schrecklichen Inhalts zu verbreiten.

Wer auf dem Standstreifen anhält, um das Geschehen zu beobachten, und damit den Rettungsweg blockiert, muss zwar „nur“ mit 30 Euro Geldbuße rechnen, wer jedoch konkret die eigentlichen Rettungsmaßnahmen stört, muss mit Strafen bis zu 5.000 Euro rechnen. In der Praxis geht die Polizei gegen den Gaffer häufig auch mit einem Platzverweis vor. Wer vor einer Unfallstelle im Stau steht, muss für die Einsatzfahrzeuge eine Rettungsgasse bilden und sollte bei Erreichen der Unfallstelle zügig weiterfahren, sofern eine Hilfeleistung nicht erforderlich ist.

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Was machen gute Fahrradträger für die Anhängerkupplung aus?

Gerade zur Ferienzeit sieht man sie auf Autobahnen überall: Fahrradträger für die Anhängerkupplung. Manch ein Autofahrer bekommt eher ein mulmiges Gefühl, wenn er einem Auto mit einem solchen Fahrradtransportsystem hinterher fährt. Zurecht, wie ein aktueller Test des ADAC zeigt. Denn von elf getesteten Fahrradträgern schnitt nur weniger als die Hälfte mit „gut“ ab.

Fahrradträger im Test: Darauf sollten Käufer achten

Fahrradheckträger unterscheiden sich preislich sowie in Bezug auf die Handhabung teilweise erheblich. Das ist das Ergebnis des aktuellen Tests, für den der ADAC elf Fahrradheckträger für die Anhängerkupplung untersucht hat. Ausgewählt wurden Modelle, auf denen drei Räder Platz haben und die auch den Transport von E-Bikes erlauben. Gegenstand der Untersuchung waren jeweils unter anderem das Verhalten im Crashtest, Eigen- sowie Belastungsgewicht, Sicherheit und Handhabung. Fünf Modelle bewerteten die Tester mit „gut“, vier mit „befriedigend“ und zwei mit „ausreichend“. Testsieger wurde mit dem ADAC Urteil 1,9 der „i31“ von Uebler. Dieser war mit einem Preis von 698 Euro aber auch der teuerste Testkandidat. Auf dem letzten Platz landete der „SR3 plus“ von Bullwing mit dem ADAC Urteil 3,8 – mit 215 Euro das günstigste Modell im Test. Dabei finden sich allerdings gut bewertete Träger auch im mittleren Preissegment.

Im Crashtest schnitt der „VeloSpace XT 3“ von Thule am besten ab: Bei ihm gab es kaum Kontakt zum Aufbau des Autos und annähernd keine Defekte an den Befestigungen. Bei „SR3 plus“ (Bullwing), „BackPower“ (Mft) und „FoldClick 3“ (Yakima) entstanden beim Crash massive Einschläge in den Aufbau. Mindestens zwei Haltearme brachen. Beim Bullwing rutschten zudem die Räder aus den Führungsschienen. Beim Mft erwies sich die Verzahnung des Befestigungsbügels als zu schwach. 
Große Unterschiede zeigten sich auch beim Gewicht der getesteten Träger. Dabei ist ein geringes Eigengewicht des Trägers von Vorteil, weil die Stützlast des Autos begrenzt ist und auch inklusive Fahrräder nicht überschritten werden darf. Auch hier fiel Testsieger Uebler mit 16,4 kg positiv auf. Beim mit Abstand schwersten Modell „BackPower“ von Mft (30,8 kg) kann schon die Beförderung von drei Rädern problematisch sein. Die Transportmöglichkeiten sind auch beim „SR3 plus“ von Bullwing und beim „Alphard Plus“ von Menabo eingeschränkt: Bullwing erlaubt je Schiene maximal 20 kg Beladung und meldete nach dem Test, dass der Träger für den Transport von Pedelecs nicht geeignet ist. Menabo gestattet beim Transport von drei Rädern nur 15 kg pro Rad. Diese Gewichtsgrenze ist schnell überschritten.

Für die Beladung der Fahrradheckträger ist es sehr hilfreich, wenn sich die Haltearme nachträglich am Rahmen des Trägers befestigen lassen. Dies ist bei Uebler, Eufab, Bosal (künftig vertrieben unter dem Namen Oris), Thule, Westfalia und Yakima möglich. Zur Befestigung der einzelnen Räder am Rahmen eignen sich Klemmsysteme besser als Ratschensysteme, weil sie das das Spannen der Halterarme erleichtern. Einfach gestaltete Bänder ohne Rasterverschluss wie beim Träger von Bullwing sind dagegen eher ungeeignet. Bei Uebler, Norauto, Menabo, Thule und Atera bemängelten die ADAC-Experten zudem einen zu geringen Abstand der Halteschienen, weil bei einem Abstand von weniger als 190 mm im Test beispielsweise die Gabeln der transportierten Räder aneinander scheuerten.

Wichtig beim Transport von teureren Fahrrädern: eine vernünftige Diebstahlsicherung. Diese fehlte beim Träger von Bullwing komplett. Bei allen Modellen vermissten die Tester umfassende Sicherheitshinweise direkt an den Trägern. Am besten schnitt diesbezüglich noch Westfalias "Bikelander" ab. Besonders wenig Information gab es bei Mft, gar keine bei Menabo.

Bei den beiden günstigsten Trägern "SR3 plus" (Bullwing) und "Alphard Plus" (Menabo) gestaltete sich Erstmontage ausgesprochen langwierig. Zudem fehlte bei diesen Modellen sowie beim "Rapidbike 3P+" von Norauto eine zufriedenstellende Lösung für die Kabelführung. Beim "VeloSpace XT 3" (Thule) beanspruchte die Montage des Haltebügels ungewöhnlich viel Zeit. Positiv fielen Uebler und Yakima auf: Hier genügt auspacken, anstecken und losfahren.

 

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Mit Sonnenbrille Auto fahren – Was solltest du beachten?

Viele Autofahrer haben im Sommer immer eine Sonnenbrille im Auto liegen – zurecht, denn ohne sie können die Augen beim Fahren müde und schwer werden. Doch was hilfreich ist, kann auch gefährlich werden: In einigen Situationen solltest du im Auto auf eine Sonnenbrille verzichten.

Wann eine Sonnenbrille im Auto gut ist – und wann nicht

Die Sonne steht hoch am Himmel und alles ist in gleißendes Sonnenlicht getaucht. Was vielen Menschen Glücksgefühle beschert, wirkt auf Autofahrer oftmals ermüdend – zumeist, wenn sie ohne Sonnenbrille unterwegs sind. Denn ohne den verdunkelnden Effekt der Brille kneifen diese unwillkürlich die Augen zusammen, um die helle, teils grelle Umgebung besser wahrnehmen zu können. Ein kaum merklicher Reflex, der den Körper jedoch belastet und besonders Menschen mit lichtempfindlichen Augen zu schaffen macht. Deswegen sollten Autofahrer nicht zögern und auch dann zur Sonnenbrille greifen, wenn keine direkte Sonneneinstrahlung oder -blendung vorhanden ist. Die Umgebung wirkt dann nicht mehr so grell und der Autofahrer kann seine Augen und Gesichtszüge entspannen.
Bei der Wahl der Sonnenbrille sollte ein UV-Filter Mindestvoraussetzung sein. Denn mit getönten Gläsern neigen viele Autofahrer dazu, auch mal direkter in die Sonne zu schauen, was ohne UV-Schutz den Augen schadet. Brillenträger müssen zudem darauf achten, dass die Sonnenbrille ebenfalls über die benötigte Sehstärke verfügt. Bei tiefstehender Sonne oder hügeliger Landschaft sollten trotz Sonnenbrille außerdem die Sonnenblenden im Fahrzeug heruntergeklappt sein, da diese den Fahrer zusätzlich vor direktem Sonnenlicht schützen. 
So hilfreich Sonnenbrillen in heller Umgebung sind, so ungeeignet sind sie, wenn sich die Lichtverhältnisse ins Gegenteil verkehren. Vor Tunneln oder Tiefgaragen sollte die Sonnenbrille abgesetzt werden. Außerdem ratsam: Die Sonnenbrille nicht ungeschützt im Auto liegen lassen, um das Erhitzen durch die Sonne zu vermeiden. Wer zur heiß gewordenen Brille während der Fahrt greift, könnte sich erschrecken und dadurch abgelenkt sein.

 

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Höhere Temperaturen fordern mehr Autounfälle

Am 1. Juni ist endlich meteorologischer Sommeranfang – viele können es kaum erwarten, wenn die 20-Grad-Marke endlich wieder geknackt wird. Bei gutem Wetter wird viel unternommen und so sind auch mehr Autos auf den Straßen unterwegs. Was oft unterschätzt wird: Kräftiger Sonnenschein und höhere Temperaturen sind für längere Autofahrten nicht besonders förderlich. Im Auto können schon Temperaturen über 15 Grad gefährlich für Konzentration und Wohlbefinden des Autofahrers werden.

Mehr Autounfälle an warmen Tagen

Jeder siebte Verkehrsunfall mit Verletzten ereignet sich an heißen Sommertagen mit Temperaturen von 25 Grad und mehr. Hauptursache sind vor allem Fahrfehler, die durch mangelnde Konzentration verursacht wurden – wie etwa das Missachten der Vorfahrt, das Übersehen des Gegenverkehrs oder der Zusammenstoß mit vorausfahrenden Autos. Während der Anteil konzentrationsrelevanter Unfälle an kälteren Tagen, d.h. bei Temperaturen von weniger als 15 Grad, bei 47 Prozent liegt, steigt er im Sommer auf 63 Prozent an.
Autofahrer sollten die Hitzegefahr nicht unterschätzen. Der Rat viel zu trinken (drei Liter Wasser, Schorle oder Tee) ist zwar nicht neu – kann aber dennoch Leben retten. Warnzeichen für eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme sind Kopfschmerzen oder Schwindel, die umgehend zu einer Pause und zur Flüssigkeitsaufnahme führen sollten. Bei längeren Fahrten, etwa in den Urlaub, sind regelmäßige Zwischenstopps im Schatten und leichte Gymnastikübungen sinnvoll, um Geist und Körper wieder in Schwung zu bringen.
Die Klimaanlage sollte nicht zu kühl eingestellt und der Luftstrom nicht direkt auf Körperpartien gerichtet werden (Erkältungsgefahr). Sie solltent alle Luftaustrittsdüsen öffnen und so einstellen, dass der Luftstrom möglichst über die Schultern der vorne sitzenden Personen geblasen wird. Die Wohlfühltemperatur liegt zwischen 22 und 25°C.
Außerdem empfiehlt es sich, luftige und helle Kleidung aus Baumwolle zu tragen. Wer Ledersitze im Auto hat, sollte keine kurzen Hosen oder Röcke tragen, da sich die Sitze stark aufheizen. Gleiches gilt für das Lenkrad: nicht losfahren, wenn das Steuer zu heiß ist.
Für den optimalen Sonnenschutz lönnen Sie die hinteren Seitenscheiben und die Heckscheibe mit einer speziellen Sonnenschutz-Folie bekleben lassen – sprechen Sie uns dazu gerne an! Diese schützt nicht nur vor UV-, sondern auch vor Infrarot-Strahlung, die für die Hitze im Auto verantwortlich ist. Wichtig: Das Sichtfeld des Fahrers darf dadurch nicht beeinträchtigt werden.

Traumwagen nach Maß: Der Opel Insignia Exclusive

Rüsselsheim. Das eigene Traumauto im ganz persönlichen, einzigartigen Farbton kreieren – das funktioniert mit dem Individualisierungsprogramm Opel Exclusive. Damit können Opel Insignia-Käufer – unabhängig davon, ob sie sich für einen Grand Sport, Sports Tourer oder Country Tourer entscheiden...
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„Als Team eng beieinander stehen“: 2.600 Teilnehmer beim siebten Opel-Firmenlauf Rüsselsheim.

„Mit PACE! ans Ziel“ lautete in diesem Jahr das Motto für alle Opelaner beim siebten Firmenlauf. Nicht umsonst wählten die Verantwortlichen diesen Slogan für die Opel-Lauf-T Shirts...
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